Saale-Zeitung

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Dieser Artikel behandelt die aktuell in Bad Kissingen erscheinende Zeitung. Für das historisch in Halle (Saale) erscheinende Blatt siehe Saale-Zeitung (Halle)
Saale-Zeitung

Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag KVG Kissinger Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Bad Kissingen
Erscheinungsweise Montag bis Samstag
Verkaufte Auflage
(IVW 4/2016, Mo–Sa)
11.437 Exemplare
Chefredakteur Frank Förtsch, Redaktionsleiter: Paul Ziegler
Herausgeber KMG Kissinger Mediengesellschaft mbH, Bad Kissingen
Geschäftsführer Walter Schweinsberg
Weblink Saale-Zeitung
Lektüre der Saale-Zeitung in Nepal

Die Saale-Zeitung mit Hauptsitz in Bad Kissingen ist eine Regionalzeitung, die hauptsächlich im Gebiet der fränkischen Rhön gelesen wird. Das Hauptverbreitungsgebiet sind der Landkreis Bad Kissingen und die umgebenden Gebiete.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saale-Zeitung entstand aus mehreren Stadtzeitungen der Städte im Landkreis Bad Kissingen (Bad Kissingen, Münnerstadt (Münnerstädter Zeitung), Bad Brückenau (Brückenauer Anzeiger), Hammelburg). Vorläufer war nachweislich seit 1. Januar 1847 das Kissinger Intelligenz-Blatt, das möglicherweise aber schon früher erschienen war. In den 1860er Jahren kaufte Tobias August Schachenmayer die Zeitung mit Druckerei. Seitdem erschien die Zeitung im Verlag T.A. Schachenmayer und blieb bis 2002 im Besitz der Familie Schachenmayer. Am 1. April 1943 legten die Nationalsozialisten die Zeitung still. Erst ab 1. August 1949 durfte sie wieder gedruckt werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm Kuno Schachenmayer den Verlag der Zeitung. Er war Mitglied der Genossenschaft Bayerischer Heimatzeitungsverleger (BHZ), von der der Verlag den Mantelteil bezog. Als der BHZ-Verbund im Zuge der Zeitungskrise immer weiter schrumpfte[1], richtete der Verlag der Saale-Zeitung 1982 eine eigene Mantelredaktion ein und belieferte nunmehr als eigenständige publizistische Einheit die verbliebenen BHZ-Mitglieder. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs engagierte sich der Verlag auch im angrenzenden Thüringen mit der Neugründung des Meininger Tageblatts.

Im Jahr 2002 wurde die Saale-Zeitung an die WAZ-Gruppe verkauft, der bisherige Verleger Bernd Schachenmayer behielt zunächst noch einen Minderheitsanteil.[2]

Seit dem 1. Januar 2010 gehört die Saale-Zeitung zur Mediengruppe Oberfranken (Fränkischer Tag, Coburger Tageblatt, Bayerische Rundschau und Die Kitzinger)[3]. Der bisherige Mehrheitsgesellschafter, die Essener WAZ-Mediengruppe, hatte sich nach knapp acht Jahren aus dem bayerischen Zeitungsmarkt zurückgezogen und die Titel Saale-Zeitung sowie Die Kitzinger verkauft. Auch der frühere Alleineigentümer und zuletzt Minderheitsgesellschafter Schachenmayer verkaufte 2010 seine verbliebenen Gesellschaftsanteile an die Mediengruppe Oberfranken. Die eigene Druckerei und die Mantelredaktion wurden geschlossen.

Seit Übernahme durch die Mediengruppe Oberfranken zum Jahresanfang 2010 ist der frühere Posten des Chefredakteurs aufgelöst, Redaktionsleiter war bis 2017 Paul Ziegler.

Brückenauer Anzeiger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Brückenauer Anzeiger erschien als „unabhängige Heimatzeitung“ von 1879 bis 1977. Ende der 1930er Jahre stellte das Lokalblatt sein Erscheinen ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging es erst im Juli 1949 wieder in den Druck. Das Blatt kam anfangs zweimal pro Woche heraus, dann öfter. Verlegt wurde der Brückenauer Anzeiger zunächst bei Eisenacher, später bei Nikolaus. Seit 1977 erschien der Brückenauer Anzeiger als teilidentische Lokalausgabe der Saale-Zeitung des Schachenmayer-Verlages in Bad Kissingen, mit der er schließlich völlig zusammengelegt wurde.

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saale-Zeitung hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 29,7 Prozent gesunken.[4] Sie beträgt gegenwärtig 11.437 Exemplare.[5] Das entspricht einem Rückgang von 4834 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 94,7 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[6]


Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41561048.html
  2. http://www.bdzv.de/nachrichten-und-service/branchennachrichten/artikel/detail/waz_gruppe_uebernimmt_mehrheit_an_ta_schachenmayer/
  3. http://www.bvda.de/bvda-news/aus-den-mitgliedsverlagen/details/news/mediengruppe-oberfranken-kauft-nordbayerische-verlagstitel-von-der-waz-mediengruppe.html
  4. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  5. laut IVW, viertes Quartal 2016, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  6. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)