Saara (Nobitz)

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50.93361111111112.421944444444189Koordinaten: 50° 56′ 1″ N, 12° 25′ 19″ O

Saara
Einheitsgemeinde Nobitz
Höhe: 188–194 m ü. NN
Fläche: 1,28 km²
Einwohner: 200
Bevölkerungsdichte: 156 Einwohner je km²
Eingemeindung: 31. Dezember 2012
Postleitzahl: 04603
Vorwahl: 03447
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Lage von Saara in der Einheitsgemeinde Nobitz

Saara Südansicht

Saara Südansicht

Saara ist ein Ortsteil der ostthüringischen Gemeinde Nobitz im Altenburger Land. Zuvor war der Ort Hauptort der Gemeinde Saara mit einer Fläche von 42,73 km² und knapp 3000 Einwohnern.

Geographie[Bearbeiten]

Saara liegt am Zusammenfluss von Sprotte und Pleiße. Der Ort befindet sich geologisch gesehen im Altenburger-Schmöllner Lösshügelland, einem Teil der Leipziger Tieflandsbucht. Angrenzende Orte sind im Norden Selleris, Gardschütz und Lehndorf, im Osten Zehma, im Süden Zürchau und Maltis (alle Gemeinde Nobitz), sowie im Westen der Schmöllner Ortsteil Papiermühle.

Kirchturm der Dorfkirche

Geschichte[Bearbeiten]

Saara wurde erstmals im Bosauer Klosterzehntregister als Zarowe zwischen 1181 und 1214 erwähnt und ist wahrscheinlich eine durch Brandrodung im Altsiedelland entstandene sorbische Siedlung. Zudem nannte sich ein pleißenländisches Adelsgeschlecht im 13. und 14. Jahrhundert nach dem Ort, deren bekanntester Nachkomme ein gewisser Conrad von Zarowe als Zeuge in einer bischoflich-Naumburgischen Urkunde aus dem Jahr 1222 genannt wird.

Saara war 1565 von Hexenverfolgung betroffen. Ein Mann geriet in einen Hexenprozess.[1]

Am 1. Januar 1996 entstand die Gemeinde Saara durch Zusammenschluss der Gemeinden:

zugleich wurde damit die Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Saara vollzogen, zu der außerdem Großstöbnitz (mit den Ortsteilen Kleinmückern und Papiermühle) gehörte, welches sich Schmölln anschloss.

Unter Saaras Bürgermeister Stephan Etzold (CDU), der selbst in Runsdorf wohnt, wurde ein Zusammenschluss mit der Gemeinde Nobitz angestrebt, um vom Freistaat Thüringen für jeden Einwohner der beiden Kommunen eine Prämie von 100 Euro zu erhalten. Nobitz ist nahezu schuldenfrei, während Saara ungefähr zwei Millionen Euro Schulden hat, hauptsächlich durch die Erschließung des Gewerbegebietes in Mockern. Am 29. September 2011 wurde der Vertrag über die Eingliederung nach Nobitz unterzeichnet. Die Nachbarstadt Altenburg äußerte Bedenken gegen die Fusion. Sie wurde am 22. November 2012 vom Thüringer Landtag beschlossen und trat am 31. Dezember 2012 in Kraft [2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1996: 3307
  • 1997: 3285
  • 1998: 3321
  • 1999: 3345
  • 2000: 3299
  • 2001: 3311
  • 2002: 3323
  • 2003: 3261
  • 2004: 3268
  • 2005: 3214
  • 2006: 3133
  • 2007: 3128
  • 2008: 3105
  • 2009: 3041
  • 2010: 2999
  • 2011: 2942
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Einer der beiden Türme der Christophoruskirche Saara trägt als Besonderheit statt der Zahlen im Zifferblatt die zwölf Buchstaben der Losung „Nütze die Zeit“.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saara – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 232.
  2. Saara und Nobitz wollen Hochzeit feiern. OTZ Altenburg vom 28. Mai 2011.