Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei

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Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei
Rechtsform GmbH
Sitz Saarbrücken
Mitarbeiterzahl

2700

Branche Medien

Skulptur eines Zeitungslesers im Innenhof

Der Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH (umgangssprachlich Saarbrücker Zeitungsverlag) ist ein Zeitungsverlag mit Sitz in Saarbrücken und der Eigentümer der Saarbrücker Zeitungsgruppe. Die Rheinisch-Bergische Verlagsgesellschaft mbH in Düsseldorf ist mit 56 Prozent der Kapitalanteile Mehrheitseigentümer der Saarbrücker Zeitungsgruppe, die innerhalb der Rheinische Post Mediengruppe eine gewisse Selbständigkeit genießt.

Außer der namensgebenden Saarbrücker Zeitung gehören die Regionalzeitungen Trierischer Volksfreund und Pfälzischer Merkur (Zweibrücken) zur Saarbrücker Zeitungsgruppe.[1]

Vorsitzender des Aufsichtsrats ist seit dem 3. Mai 2018 Johannes Werle.[2]

Gesellschafter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. Mai 2012 wurde bekannt, dass die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck (GvH) ihre Anteile in zwei Tranchen an die GSB verkaufen wollte.[3] Die GSB (Gesellschaft für Staatsbürgerliche Bildung Saar mbH) ist eine von den Stiftungen der 1970 im saarländischen Landtag vertretenen Parteien CDU, SPD und FDP errichtete Fördergesellschaft. Nachdem das Bundeskartellamt zugestimmt hatte,[4] wollte die GSB zum 1. August 2012 ihren Anteil von 26 auf 46,9 Prozent erhöhen. Bis Ende des Jahres 2012 übernahm die GSB auch die restlichen Anteile von Holtzbrinck und verkaufte sie zum 1. Januar 2013 an die Rheinische Post Mediengruppe weiter.[5] Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Anteile an der Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei verteilen sich seit Januar 2013 folgendermaßen: Rheinische Post Mediengruppe (56 %), Gesellschaft für Staatsbürgerliche Bildung Saar (28 %), Beteiligungsgesellschaft der Mitarbeiter der Saarbrücker Zeitung (16 %).[6]

Tochtergesellschaften und Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saarbrücker Zeitungsgruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH
  • Zweibrücker Druckerei und Verlagsgesellschaft mbH
  • LR Medienverlag und Druckerei GmbH, Cottbus (2018 an Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG/Tochtergesellschaft Märkisches Medienhaus in Frankfurt (Oder) verkauft)[7]
  • Amplexor GmbH (ehemals Euroscript)[8]

Berliner Medienservice GmbH (BMS)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der „Berliner Medienservice GmbH“ (BMS) verfügt die Zeitungsgruppe Saarbrücker Zeitung über ein Berliner Korrespondentenbüro, das neben den Zeitungen der Saarbrücker Zeitungsgruppe mehrere andere Regionalzeitungen mit Artikeln der drei Hauptstadt-Korrespondenten versorgt und einen „News-Pool“, dessen Redaktion in Saarbrücken sitzt. Die Website der BMS zählt als ihre Kunden auf die Aachener Nachrichten, die Pirmasenser Zeitung, das Offenburger Tageblatt, die Ludwigsburger Kreiszeitung, die Nordsee Zeitung, die Pforzheimer Zeitung, die Wetzlarer Neue Zeitung, das Tageblatt in Luxemburg, die Westdeutsche Zeitung mit ihren Kopfblättern Solinger Tageblatt und Remscheider General-Anzeiger, die Hessische/Niedersächsische Allgemeine (Zeitungsgruppe Ippen) und den Hanauer Anzeiger.[9]

Mit Rheinischer Post als Partner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ProServ – Medien Service Gesellschaft mbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die „Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei“, sowie die Verlage des Trierischen Volksfreund und der Lausitzer Rundschau halten jeweils (abgerundet) 16,6 Prozent der Anteile an der Proserv Medien-Service Gesellschaft mbH, die Rheinische Post Mediengruppe die andern 50 Prozent, die sie Anfang 2013 von der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck übernommen hatte.[10]

Die ProServ wiederum ist zusammen mit der Funke Mediengruppe und der Verlagsgruppe Ippen an dem Online-Anzeigennetzwerk markt.gruppe beteiligt, die Portale wie immowelt.de, stellenanzeigen.de (Arbeitsmarkt/ Stellenportal), motoso.de (Kfz) und markt.de (Kleinanzeigen) betreibt.[10]

circ IT[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die circ.it ist ein IT-Dienstleister für Verlage, der 2007 als Gemeinschaftsunternehmen von Rheinische Post Mediengruppe und der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gegründet wurde.[11]

Saarbrücker VerlagsService GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saarbrücker VerlagsService GmbH, eine Tochtergesellschaft des Verlages, gab vom 31. März 2005 bis zum 28. Februar 2009 20cent saar heraus.[12] Dieses Regionalblatt im Tabloid-Format, das sich vor allem an junge Leser richtete, kooperierte mit der Zeitung 20cent in Cottbus, die wiederum zur Lausitzer Rundschau, einer Tochter der SZ gehörte. Auch dieser Titel erschien ab März 2009 nicht mehr.[12]

  • Lifestyle Saarland
  • Lifestyle Trier
  • Saar Amateur
  • Familien Magazin
  • www.sol.de
  • www.meinsol.de
  • www.saaramateur.de

Multimedia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verlag hat sich mit seinen verschiedenen Tochtergesellschaften zu einem multimedialen Unternehmen entwickelt: Zum Produktportfolio des Hauses Saarbrücker Zeitung gehören außerdem das Internet-Portal SOL.DE und der Radiosender bigFM Saarland. Bis Ende Februar 2009 erschien das Lifestylemagazin POTATO,[13] dessen Nachfolger im Juni 2009 das kostenlos verteilte Trend- und Szenemagazin Lifestyle wurde.[14] Im Jahr 2015 erwarb der Verlag die Titelrechte an der „SaarZeitung“ und wandelte das im Raum Saarlouis erscheinende Blatt in eine Vereinszeitung um, die seit 2016 saarlandweit publiziert wird. Im September 2016 startete der Verlag mit „allesprofis.de“ einen Mix aus Branchenportal und Fachartikeln. Das Portal ist in den Regionen Saarland, Trier/Eifel und Lausitz aktiv und soll das Thema Online-Branchenbuch für den Verlag neu beleben.

  • Skyline Medien Saarland GmbH mit 30 Prozent
    • bigFM Saarland's neuester Beat

Telefonbücher und mehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerhalb des Zeitungsbereichs gibt das Unternehmen auch Telefonbücher unter dem Namen Blauer Band heraus und ist mit der Marke saarriva als Briefzusteller tätig. International agiert die Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH mittels der zugehörigen Amplexor-Gruppe in den Branchen Übersetzungsdienstleistungen und Dokumentenmanagement.

Wirtschaftliche Zahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saarbrücker Zeitung erwirtschaftet mit 2700 Mitarbeitern einen Umsatz von 330 Millionen Euro, die Umsatzrendite liegt nach eigenen Angaben im zweistelligen Millionenbereich.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mediendatenbank – Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH. In: kek-online.de. 2016. Abgerufen am 19. März 2016.
  2. Johannes Werle führt künftig den SZ-Aufsichtsrat. In: www.saarbruecker-zeitung.de. 4. Mai 2018. Abgerufen am 13. August 2018.
  3. Steffen Grimberg: Saarbrücker Staatsnahe Zeitung. In: Online-Ausgabe der TAZ. 30. Mai 2012, abgerufen am 30. Mai 2012.
  4. Christian Lohmüller: GSB darf übernehmen: Kartellamt erlaubt Verkauf der „Saarbrücker Zeitung“. In: Online-Ausgabe von kressreport. 2. Juli 2012, abgerufen am 19. Juli 2012.
  5. „Rheinische Post“ kauft „Saarbrücker Zeitung“. In: Online-Ausgabe des Handelsblatts. 8. September 2012, abgerufen am 5. Mai 2013.
  6. SZ Gruppe bekommt neuen Gesellschafter. In: Saarbrücker Zeitung, 8./9. September 2012, S. A7 (Wirtschaft)
  7. [1]
  8. Unsere Geschichte und Meilensteine – AMPLEXOR
  9. BMS (Berliner Medienservice) Wir über uns. In: berliner-medien-service.de. 2016 [last update]. Abgerufen am 18. März 2016.
  10. a b Rheinische Post Mediengruppe stärkt Präsenz im deutschen Online-Rubrikenmarkt deutlich und übernimmt Anteile an der ProServ-Medien Service GmbH . In: rheinischepostmediengruppe.de.  Rheinische Post Mediengruppe. 6. Februar 2013. Abgerufen am 23. März 2016.
  11. IT: Circ.IT. In: rheinischepostmediengruppe.de. 2016 [last update]. Abgerufen am 23. März 2016.
  12. a b 20cent wird eingestellt. In: kress Mediendienst, 12. Februar 2009
  13. Meldung auf saarland-lexikon.de, abgerufen am 13. Juli 2010.
  14. Selbstdarstellung auf der Internetpräsenz der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, abgerufen am 13. Juli 2010.