Saat-Wucherblume

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Saat-Wucherblume
Glebionis segetum01.jpg

Saat-Wucherblume (Glebionis segetum)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Anthemideae
Gattung: Glebionis
Art: Saat-Wucherblume
Wissenschaftlicher Name
Glebionis segetum
(L.) Fourn.

Die Saat-Wucherblume (Glebionis segetum, Syn.: Chrysanthemum segetum) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Merkmale[Bearbeiten]

Die Saat-Wucherblume ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 60 Zentimeter erreicht. Die Blätter sind unzerteilt, vorn verbreitert und grob gezähnt bis dreispaltig eingeschnitten. Die oberen sind stängelumfassend. Die Blütenköpfe haben einen Durchmesser von 4 Zentimetern. Die Zungenblüten/Strahlblüten sind gelb bis dunkelgelb.

Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober.

Vorkommen[Bearbeiten]

Die Saat-Wucherblume kommt in Süd-, West- und Mitteleuropa auf Äckern vor. Im 19. Jahrhundert wurde sie als gefürchtetstes Ackerunkraut in Norddeutschland bezeichnet. Für die Nichtbeseitigung wurden zum Teil Geldstrafen verhängt.[1]

Nutzung[Bearbeiten]

Die Saat-Wucherblume wird zerstreut als Zierpflanze für Sommerblumenbeete sowie als Schnittblume genutzt. Die Art ist seit spätestens 1588 in Kultur.

Trivialnamen[Bearbeiten]

Für die Saat-Wucherblume bestehen bzw. bestanden auch die weiteren deutschsprachigen Trivialnamen: Auerker Blome (Ostfriesland), Böse Blom (Delmenhorst), Bräkblome, Dauoomsblöme (Ostfriesland), Gellersche Blom (Münsterland), Hunneblome (Unterweser, Göttingen), Quaablaume (Grafschaft Mark), Quadeblomen (Oldenburg, Ostfriesland), Ringelblume (Eifel), Schöttmarsce Blume, Spessarter Blaume (Eifel bei Kempenich), Waukerblaum (Pommern), Wocherblome (Münsterland), Wokerblome (Oldenburg, Mecklenburg, Altmark) und Wucherblume.[2]

Belege[Bearbeiten]

  • Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saat-Wucherblume – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 96. (online).
  2. Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 96. (online).