Saat-Wucherblume

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Saat-Wucherblume
Saat-Wucherblume (Glebionis segetum) auf Korsika

Saat-Wucherblume (Glebionis segetum) auf Korsika

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Anthemideae
Gattung: Glebionis
Art: Saat-Wucherblume
Wissenschaftlicher Name
Glebionis segetum
(L.) Fourn.

Die Saat-Wucherblume (Glebionis segetum, Syn.: Chrysanthemum segetum) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Saat-Wucherblume (Glebionis segetum)

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saat-Wucherblume ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 60 Zentimeter erreicht. Die Blätter sind unzerteilt, vorn verbreitert und grob gezähnt bis dreispaltig eingeschnitten. Die oberen sind stängelumfassend. Die Blütenköpfe haben einen Durchmesser von 4 Zentimetern. Die Zungenblüten/Strahlblüten sind gelb bis dunkelgelb.

Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saat-Wucherblume kommt in Süd-, West- und Mitteleuropa auf Äckern vor. Im 19. Jahrhundert wurde sie als gefürchtetstes Ackerunkraut in Norddeutschland bezeichnet. Für die Nichtbeseitigung wurden zum Teil Geldstrafen verhängt.[2] Heute geht die Art zurück.[1] Sie gedeiht auf frischen, nährstoffreichen, kalkarmen, mehr oder weniger humosen, sandigen oder reinen Ton- oder Lehmböden. Sie ist eine Charakterart des Spergulo-Chrysanthemetum segetum aus dem Verband Polygono-Chenopodion.[1]

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saat-Wucherblume wird zerstreut als Zierpflanze für Sommerblumenbeete sowie als Schnittblume genutzt. Die Art ist seit spätestens 1588 in Kultur.

Trivialnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Saat-Wucherblume bestehen bzw. bestanden auch die weiteren deutschsprachigen Trivialnamen: Auerker Blome (Ostfriesland), Böse Blom (Delmenhorst), Bräkblome, Dauoomsblöme (Ostfriesland), Gellersche Blom (Münsterland), Hunneblome (Unterweser, Göttingen), Quaablaume (Grafschaft Mark), Quadeblomen (Oldenburg, Ostfriesland), Ringelblume (Eifel), Schöttmarsce Blume, Spessarter Blaume (Eifel bei Kempenich), Waukerblaum (Pommern), Wocherblome (Münsterland), Wokerblome (Oldenburg, Mecklenburg, Altmark) und Wucherblume.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 939.
  2. a b Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 96 (online).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saat-Wucherblume – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien