Sabaya

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Sabaya
Basisdaten
Einwohner (Stand) 486 Einw. (Volkszählung 2012)
Höhe 3707 m
Postleitzahl 04-0901-0100-1003
Telefonvorwahl (+591)
Koordinaten 19° 1′ S, 68° 22′ WKoordinaten: 19° 1′ S, 68° 22′ W
Sabaya (Bolivien)
Sabaya
Sabaya
Politik
Departamento Oruro
Provinz Provinz Atahuallpa
Homepage von Sabaya
Klima
Klimadiagramm Sabaya
Klimadiagramm Sabaya

Sabaya ist eine Ortschaft im Departamento Oruro im Hochland des südamerikanischen Anden-Staates Bolivien.

Lage im Nahraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sabaya ist Verwaltungssitz der Provinz Atahuallpa und zentraler Ort des Landkreises (bolivianisch: Municipio) Sabaya. Die Ortschaft liegt auf einer Höhe von 3707 m im Flusstal des Río Sabaya am Ostabhang des Cerro Pumari (4787 m). 25 Kilometer südöstlich von Sabaya liegt der Salzsee Salar de Coipasa, 20 Kilometer in südwestlicher Richtung der Stratovulkan Tata Sabaya (5385 m).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima in der Region ist semiarid, der Jahresniederschlag liegt bei nur 200 mm (siehe Klimadiagramm Sabaya). Von April bis November herrscht Trockenzeit mit Monatswerten von weniger als 10 mm Niederschlag, die Feuchtezeit im Sommer ist kurz und der Regen wenig ergiebig. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei knapp 7 °C ohne wesentliche Schwankungen im Jahresverlauf, aber mit starken Tagesschwankungen der Temperatur und häufigem Frostwechsel.

Die Vegetation in der Region entspricht der semiariden Puna. Sie ist baumlos und setzt sich vor allem aus Dornsträuchern, Gräsern, Sukkulenten und Polsterpflanzen zusammen. Sie wird wirtschaftlich als Lama-, Alpaka- und Schafweide genutzt.[1]

Verkehrsnetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sabaya liegt in einer Entfernung von 189 Straßenkilometern südwestlich von Oruro, der Hauptstadt des gleichnamigen Departamentos.

Von Oruro aus führt die weitgehend unbefestigte Fernstraße Ruta 12 über 189 Kilometer in südwestlicher Richtung über Ancaravi und Huachacalla bis Sabaya und weiter nach Pisiga Bolívar an der chilenischen Grenze.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahl der Ortschaft ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten auf knapp das Doppelte angestiegen:

Jahr Einwohner Quelle
1992 260 Volkszählung[2]
2001 573 Volkszählung[3]
2013 486 Volkszählung[4]

Aufgrund der historisch gewachsenen Bevölkerungsverteilung weist die Region einen hohen Anteil an Aymara-Bevölkerung auf, im Municipio Sabaya sprechen 62,9 Prozent der Bevölkerung die Aymara-Sprache.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carola Dörrie, Boden und Vegetation im Bereich von Huachacalla (PDF-Datei; 21,84 MB)
  2. INE – Instituto Nacional de Estadística Bolivia 1992
  3. INE – Instituto Nacional de Estadística Bolivia 2001
  4. INE – Instituto Nacional de Estadística Bolivia 2012
  5. INE-Sozialdaten (PDF-Datei; 11,63 MB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]