Sabine Derflinger

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Sabine Derflinger (links) mit Adele Neuhauser und Harald Krassnitzer bei der Verleihung des Grimme-Preises 2014

Sabine Derflinger (* 1963 in Wels) ist eine österreichische Regisseurin, Autorin, Produzentin und dramaturgische Beraterin. Die vielfach ausgezeichnete Derflinger (u. a. Grimme-Preis, Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien) lebt und arbeitet in Wien und Berlin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 begann Sabine Derflinger ihr Studium an der Filmakademie Wien (Fachrichtungen Buch und Dramaturgie), nachdem sie zuvor schon mehrere Jahre als Regie- und Produktionsassistentin beim Film tätig gewesen war. 1996 schloss sie ihr Studium mit der Diplomarbeit „Filmerzählungen zwischen Epik & Dramatik“ erfolgreich ab.

Sabine Derflinger ist bekannt für zahlreiche Spiel- und Dokumentarfilme, viele ihrer Werke sind preisgekrönt. In den letzten Jahren machte sie durch mehrere Fernsehproduktionen auf sich aufmerksam. So ist sie etwa die erste Frau, die bei einer österreichischen Folge der Krimireihe Tatort Regie geführt hat. Mittlerweile hat sie zwei österreichische (Falsch verpackt; Angezählt) und einen deutschen Tatort (Borowski und das Meer) realisiert. Der Tatort Angezählt, der im Wiener Prostitutionsmilieu spielt, gab Anstoß zu einer breitgefächerten medialen Debatte über das Thema Prostitution. Weitere ORF-Serien, bei denen Sabine Derflinger Regie führte, sind Paul Kemp – Alles kein Problem, Vier Frauen und ein Todesfall und Vorstadtweiber.

2010 gründete Sabine Derflinger die Produktionsfirma Derflinger Film und wurde als Produzentin bei den folgenden Filmen aktiv: The Rounder Girls, Schnelles Geld, Eine von 8 und Was bleibt. 2013 wurde Derflinger Film als Serviceproduktion für den brasilianischen TV-Sender Globo TV engagiert, der in Wien mehrere Folgen der Telenovela Em Família drehte.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1991: Es war einmal – Buch, Regie, Produktion
  • 1994: Geraubte Kindheit – Konzept, Regie (gemeinsam mit Bernhard Pötscher)
  • 1996: Achtung Staatsgrenze – Konzept, Regie (gemeinsam mit Bernhard Pötscher)
  • 1998: Aus Liebe – Buch, Regie (gemeinsam mit Astrid Heubrandtner)
  • 1999: The Rounder Girls – Konzept, Regie, Produktion (gemeinsam mit Bernhard Pötscher)
  • 2001: Vollgas – Regie, Buch (gemeinsam mit Maria Scheibelhofer)
  • 2004: Kleine Schwester – Regie
  • 2004: Schnelles Geld – Konzept, Regie, Produktion
  • 2005: Drei, Vier – Buch, Regie, Produktion
  • 2006: In den Straßen von Delhi – Konzept, Regie
  • 2007: 42plus – Regie, Buch (gemeinsam mit Mogens Rukov)
  • 2008: Platz – Regie
  • 2008: Eine von 8 – Konzept, Regie
  • 2009: Was bleibt – Produktion
  • 2010: Tag und Nacht – Regie, Buch
  • 2011: Hotspot – Regie
  • 2012: Tatort – Falsch verpackt – Regie
  • 2012: Literatur hat Recht – Social Spot – Regie[1]
  • 2012: For Those Who Can Tell No Tales – Executive Producer
  • 2013: Tatort – Angezählt – Regie
  • 2013: Paul Kemp – Alles kein Problem – Regie
  • 2014: Tatort – Borowski und das Meer – Regie
  • 2015: Vier Frauen und ein Todesfall – Dornenvögel – Regie
  • 2015: Vorstadtweiber (Folgen 1–5 und 16-20) – Regie
  • 2017: Anna Fucking Molnar – Regie
  • 2018: Die Füchsin – Spur in die Vergangenheit – Regie
  • 2018: Der Zerrissene – Regie
  • 2019: Die Dohnal – Regie

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Video bei Youtube

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]