Sabine Dittmar

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Sabine Dittmar 2013

Sabine Dittmar (* 15. September 1964 in Schweinfurt) ist Kinderpflegerin und praktische Ärztin sowie eine deutsche Politikerin (SPD). Sie war Mitglied des Kreistages Schweinfurt, des Bayerischen Landtages und wurde 2013 Mitglied des Bundestages. Sie arbeitet im Ausschuss für Gesundheit und für Tourismus.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dittmar wurde in Schweinfurt geboren, wuchs aber in Maßbach auf. Dort erreichte sie den qualifizierenden Hauptschulabschluss und anschließend die Berufsfachschule in Münnerstadt. Danach absolvierte sie eine Ausbildung zur Kinderpflegerin, im Jahr 1982 machte sie auf dem Bayernkolleg Schweinfurt das Abitur nach. Im Jahr 1985 begann sie ein Physikstudium an der Universität Würzburg, das sie nach drei Semestern abbrach. Im Anschluss begann sie Humanmedizin zu studieren. Dieses Studium beendete sie 1993 mit dem Bestehen der dritten ärztlichen Prüfung. In den ersten zwei Jahren ihrer Berufstätigkeit arbeitete sie in verschiedenen Krankenhäusern als Assistenzärztin. 1995 eröffnete sie mit ihrem Mann eine hausärztliche Gemeinschaftspraxis in Maßbach. Später gab sie die Tätigkeit als praktische Ärztin zugunsten der Politik auf.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dittmar trat 1981 der SPD bei. Anfangs war sie Kassiererin und Schriftführerin im Ortsverein Maßbach, dessen Ortsvereinsvorsitzende sie von 1990 bis 2007 war. Im Jahr 1990 wurde sie in den Kreistag von Bad Kissingen gewählt. Dort wurde sie 1996 erst stellvertretende Fraktionsvorsitzende, ab 2005 war sie dann Fraktionsvorsitzende. Im Mai 2008 übernahm sie den Vorsitz des SPD-Kreisverbandes von Bad Kissingen, im darauf folgenden Juli wurde sie auch in den Bezirksvorstand der SPD Unterfranken gewählt. Bei der Landtagswahl in Bayern 2008 wurde Dittmar im Stimmkreis 603 Bad Kissingen / Hohe Rhön (Wahlkreis Unterfranken) in den Bayerischen Landtag gewählt.

Sie kandidierte bei der Bundestagswahl 2013 als Nachfolgerin für Susanne Kastner, die nicht mehr antrat.[1] Über die Landesliste gelang ihr der Einzug in den Bundestag.

Im 19. Deutschen Bundestag ist Dittmar Obfrau des Gesundheitsausschusses und als stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss vertreten.[2]

Dittmar ist Mitglied der überparteilichen Europa-Union Deutschland, die sich für ein föderales Europa und den europäischen Einigungsprozess einsetzt.[3]

Abgeordnete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie ist in der 18. Legislaturperiode des Deutschen Bundestags ordentliches Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und im Ausschuss für Tourismus und stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss sowie Schriftführerin. Zudem ist sie Mitglied im erweiterten Fraktionsvorstand der SPD-Bundestagsfraktion.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sabine Dittmar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dittmar jetzt im Rennen. Main Post. 12. Juli 2012. Abgerufen am 9. August 2017.
  2. Deutscher Bundestag - Biografien. Abgerufen am 28. April 2020.
  3. Sabine Dittmar. In: Webseite der Europa-Union Deutschland. Abgerufen am 19. August 2020.