Sabine Doering-Manteuffel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Sabine Doering-Manteuffel (geborene Künsting; * 3. August 1957 in Bonn) ist eine deutsche Ethnologin und seit dem 1. Oktober 2011 Präsidentin der Universität Augsburg.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium der Ethnologie und Volkskunde in Köln und Bonn, das sie 1984 an der Universität zu Köln mit der Promotion abschloss, war sie bis 1989 an der Universität Bonn als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. 1987 war sie Visiting Scholar an der Memorial University of Newfoundland, St. John’s, Kanada. 1988 hatte sie ein Post-Doc-Stipendium am Maison des Sciences de l’Homme in Paris. Nach der Habilitation an der Universität Mainz 1993 erhielt sie 1995 einen Lehrstuhl in Augsburg. 1999 war sie Gastprofessorin am Center for West European Studies an der University of Pittsburgh, USA. 2003 nahm sie eine Gastprofessur (Directrice d’Études associée) am Maison des Sciences de l’Homme in Paris an. Von 2008 bis 2011 war sie Dekanin der Philologisch-Historischen Fakultät der Universität Augsburg. Am 8. Juni 2011 wurde sie zur Präsidentin der Universität Augsburg gewählt.

Ihr 2008 erschienenes Buch Das Okkulte wurde mit dem „Preis zur Förderung der Übersetzung geisteswissenschaftlicher Literatur“ ausgezeichnet.[1] Darin betrachtet sie die Verbreitung des „Okkulten“, das sie mit „Unvernunft“ gleichsetzt, vom Mittelalter bis in die Gegenwart durch Medien wie den Buchdruck und das Internet. Ihrer Ansicht nach ist etwa auch Wikipedia ein „Forum für okkulte Inhalte“.[2]

In einer Podiumsdiskussion, die von der FDP Bayern veranstaltet wurde, sprach sich Doering-Manteuffel für Studiengebühren aus.[3][4]

Sabine Doering-Manteuffel ist verheiratet mit dem Historiker Anselm Doering-Manteuffel.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Meine Ehre heißt Treue. Ethnologische Untersuchung eines Callasclubs in der Bundesrepublik. Spiegelbild, Köln 1986 (Dissertation)
  • Die Eifel. Geschichte einer Landschaft. Campus, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-593-35356-3 (Habilitation)
  • Das Okkulte. Eine Erfolgsgeschichte im Schatten der Aufklärung. Von Gutenberg bis zum World Wide Web. Siedler, München 2008, ISBN 978-3-88680-888-5
  • Okkultismus. Geheimlehren, Geisterglaube, magische Praktiken. Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-61220-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Geisteswissenschaften International": Übersetzungspreis für "Das Okkulte" der Augsburger Ethnologin Sabine Doering-Manteuffel
  2. Das Okkulte, S. 275
  3. Video: Studienbeiträge in Bayern - das sagen die Experten
  4. Transparentes Wahlprogramm: FDP diskutiert öffentlich über Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik