Sabine Michel

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Sabine Michel (* 1971 in Dresden) ist eine deutsche Regisseurin und Autorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sabine Michel wurde in Dresden geboren und wuchs zeitweilig in Guinea auf. Nach einem Auslandsaufenthalt in Paris studierte sie zunächst am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft bei Andrzej Wirth und danach Filmregie an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf. Ihr Kurzfilm Hinten scheißt die Ente führte als Publikumserfolg zu ihrem ersten Langspielfilm Nimm dir dein Leben (2005). Seitdem arbeitet sie für Kino, Fernsehen und am Theater – sie porträtierte die Schauspielerin Corinna Harfouch, die Fotografin Sibylle Bergemann und erzählte in Zonenmädchen von ihrer eigenen Generation. In ihrem vielbesprochenen Film Montags in Dresden begleitet sie drei Menschen, die zu Pegida gehen. 2020 erschien ihr erstes Buch Die anderen Leben – Generationengespräche Ost im be.bra Verlag – gemeinsam mit Dörte Grimm.

2012 erhielt sie für ihren Film über die Fotografin Sibylle Bergemann den Grimme-Preis in der Kategorie Marler Publikumspreis.[1]

Seit 2019 ist sie Mitglied der Deutschen Filmakademie. Sie ist verheiratet und hat gemeinsam mit dem Theaterregisseur Reinhard Göber vier Kinder.

Filme (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hinten scheißt die Ente (Kurzfilm, 2001)
  • Nimm dir dein Leben (Spielfilm, 2005)[2]
  • Mit Fantasie gegen den Mangel – Leben im Schatten der Planwirtschaft (2008)
  • Mädchen Liebe (2010)
  • Mädchengeschichten (2 Episoden, 2010)
  • Mein Leben (3 Episoden, zu Corinna Harfouch, Sibylle Bergemann und Henry Maske, 2012)
  • Zonenmädchen (2013)[3]
  • Montags in Dresden (2017)[4]
  • Auslandskader – Botschafter des Sozialismus (2018)[5]
  • Ostpolitikerinnen (AT, in Produktion) (2021)
  • Der Mauerfall und die Frauen (2021)

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die anderen Leben – Generationengespräche Ost (gemeinsam mit Dörte Grimm), 2020, be.bra Verlag, ISBN 978-3-89809-179-4[6]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Publikumspreis 2002 exground Wiesbaden (D)
  • Publikumspreis 2002 Filmfestival Dresden (D)
  • Hauptpreis 2002 Shorts at moonlight Region Frankfurt Rhein-Main (D)
  • Grimme-Preis 2012 in der Kategorie Information und Kultur[7]
  • Publikumspreis der Marler Gruppe 2012, der im Rahmen der Grimme-Preis-Verleihung vergeben wird[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sabine Michel. Grimme-Preis, abgerufen am 23. Juli 2021.
  2. Nimm Dir Dein Leben, Kinospielfilm, 2004 bei crew united, abgerufen am 23. Juli 2021.
  3. Mindjazz pictures. Abgerufen am 30. September 2021.
  4. Annett Gröschner: "Montags in Dresden": Der Osten klebt am Schuh. In: Die Zeit. 13. April 2018, abgerufen am 29. September 2021.
  5. Auslandskader - Botschafter des Sozialismus, Dokumentarfilm, 2018 bei crew united, abgerufen am 23. Juli 2021.
  6. Die anderen Leben – Generationengespräache Ost. Abgerufen am 30. September 2021.
  7. David Denk: Sabine Michel bekommt Grimmepreis: Endlich ausgezeichnet. In: Die Tageszeitung: taz. 23. März 2012 (taz.de [abgerufen am 29. September 2021]).
  8. Mein Leben – Die Fotografin Sibylle Bergemann (ARTE/ZDF). Abgerufen am 29. September 2021.