Sabine Postel

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Sabine Postel (2014)

Sabine Postel, bürgerlich Sabine Postel-Riewoldt[1] (* 10. Mai 1954 in Neustadt am Rübenberge) ist eine deutsche Schauspielerin, Hörspiel- und Synchronsprecherin.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sabine Postel ist die Tochter von Gisela und Kurt Postel, einem langjährigen Unterhaltungsredakteur des WDR. Bereits als Schülerin stand Postel neben Marius Müller-Westernhagen für den Kinderfunk des WDR vor dem Mikrofon.

Nach dem Abitur besuchte Postel von 1971 bis 1974 die Schauspielschule Bochum. Später studierte sie fünf Semester Germanistik und Bildende Kunst. Erste Engagements als Schauspielerin hatte Sabine Postel am Oldenburgischen Staatstheater, an den Bühnen der Stadt Essen und am Schauspiel Köln.

Neben der Schauspielerei arbeitete sie auch als Hörspiel- und als Synchronsprecherin. Unter der Regie von Charlotte Niemann war sie z. B. in Kinderhörspielen wie Der Wind in den Weiden und Katze mit Hut zu hören. Seit Anfang der 1980er Jahre ist sie als Darstellerin in Fernsehfilmen und -serien auch einem breiten Fernsehpublikum bekannt.

Ihr Debüt gab Postel 1982 in dem Fernsehspiel Die Aufgabe des Dr. Graefe. 1986 erhielt sie für ihre Hauptrolle in dem Fernsehfilm Der Antrag den Jakob-Kaiser-Preis. 1992 wurde sie für ihre Rolle im Fernsehspiel Schlafende Hunde mit dem Fernsehpreis der Akademie der Künste (Berlin) ausgezeichnet. Für ihre Rolle in Nicht von schlechten Eltern erhielt Sabine Postel 1994 den Medienpreis Bambi.

Seit 1997 ist Postel vor allem als Kommissarin Inga Lürsen im Tatort von Radio Bremen bekannt. Seit 2008 spielt sie an der Seite von Dieter Pfaff die Juristin Isabel von Brede in der Fernsehserie Der Dicke. Die Serie wurde nach dem Tode Pfaffs ab der Staffel 5 unter dem Titel "Die Kanzlei" weitergeführt.

Postel mit ihrem Lebenspartner beim Deutschen Fernsehpreis (2012)

Seit 2005 engagiert sich Postel als Botschafterin für das Bremer Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V., um das Thema „Trauer von Kindern und Jugendlichen“ in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Im Jahre 2007 hinterließ sie ihre Handabdrücke in der Bremer Lloyd-Passage auf der sogenannten Mall of Fame. 2010 erhielt sie den Bremer Stadtmusikantenpreis.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 heiratete Postel den Literaturwissenschaftler und Journalisten Otto Riewoldt, der am 15. Januar 2003 im Alter von 54 Jahren in Köln an Krebs starb. Ihr gemeinsamer Sohn Moritz Riewoldt (* 1992) ist Regisseur. – Von 2012 bis 2015 war Postel mit einem 14 Jahre jüngeren Manager aus der Lebensmittelbranche liiert.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sabine Postel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.wdr2.de/sendungen/wdr2montalk/sabine-postel-106.html