Sabine Schmitz

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Sabine Schmitz vor dem Ringtaxi der BMW M GmbH

Sabine Schmitz (ehemals verheiratete Reck, * 14. Mai 1969 in Adenau) ist eine deutsche Autorennfahrerin und Fernsehmoderatorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Tochter einer Hoteliersfamilie aus Nürburg wuchs sie innerhalb des Nürburgrings auf und befuhr früh die für Publikumsverkehr geöffnete Nordschleife mit dem Auto ihrer Mutter. Parallel zum Motorsport erlernte sie den Beruf der Hotelfachfrau und Sommeliere. Als Sabine Reck war sie mit einem Hotelbesitzer verheiratet und in Pulheim ansässig. Nach der Scheidung, Anfang der 2000er Jahre, betrieb sie das Restaurant Fuchsröhre in Nürburg.

Sabine Schmitz besitzt seit 2004 den Pilotenschein für Hubschrauber; ein weiteres Hobby pflegt sie als Reiterin auf ihrem eigenen Pferd.

Außerdem betreibt sie neben dem Motorsport die "Eifelranch am Ring" in Barweiler.

Motorsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie gewann 1990 und 1991 drei Läufe der auf der Nordschleife ausgetragenen Rundstrecken-Challenge Nürburgring (bis 2005: Castrol-HAUGG-Cup), bei der gegen die Uhr gefahren wird. Danach fuhr sie in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft. Wie auch ihre Schwestern war sie im Ford Fiesta-Mixed-Cup aktiv, bei dem sie 1992 die Meisterschaft gewinnen konnte. Außerhalb Deutschlands war Schmitz 1995 im Supertourenwagen-Cup Südafrika und 1999 bei Sportwagenrennen in Brasilien aktiv.

Als Sabine Reck trug sie sich 1996 als erste Frau bei den 24 Stunden vom Nürburgring in die Siegerliste eines bedeutenden ganztägigen Langstreckenrennens ein. Erzielt wurde der Erfolg im Team von Johannes Scheid aus dem benachbarten Kottenborn, in einem Gruppe N- BMW M3 E36 3.2 Liter. Wieder mit Hannes Scheid, aber nun mit Peter Zakowski und Hans-Jürgen Tiemann, wiederholte sie diesen Sieg 1997. Im Jahre 1998, weiterhin bei und mit Hannes Scheid, wurde sie als erste Frau auch Meisterin in der VLN (Veranstaltergemeinschaft Langstreckenpokal Nürburgring). Nach ihr schaffte dies noch Claudia Hürtgen.

Nach einigen Jahren geringer Aktivität ist sie zusammen mit ihrem Lebenspartner, Fleischfabrikant und Teamsponsor Klaus Abbelen, wieder auf dem Nürburgring mit einem konkurrenzfähigen Wagen aktiv. Schmitz fährt auf einem Porsche 997 GT3 Cup, der jedoch ohne die Beschränkungen der Cup-Klasse in der Klasse SP7 eingesetzt wird. 2008 wurde sie zusammen mit Klaus Abbelen, Edgar Althoff und Kenneth Heyer auf dem Frikadelli-Porsche 911 GT3 Dritte in der Gesamtwertung beim 24-h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife, hinter den Siegerfahrzeugen von 2007 und 2006.[1]

Nachdem im September 2008 ein VLN-Lauf ausfiel, traten Schmitz/Abbelen am Wochenende darauf in der Rundstrecken-Challenge Nürburgring an, wo sie ihren insgesamt vierten Gesamtsieg errangen. Dabei erzielte Schmitz mit 7:09 Minuten die schnellste Rundenzeit, die je in diesem Wettbewerb mit einem Saugmotor-Fahrzeug[2] erzielt wurde. Diese Zeit verbesserte sie in einem anderen Rennen dieser Serie noch auf 7:07 Minuten.

2013 startete sie beim 41. ADAC Zurich 24h Rennen auf dem Nürburgring für das Frikadelli Racing-Team in einem Porsche 997 GT3R und beendete mit ihrem Team das Rennen auf Platz 16.

2014 war beim ADAC 24h-Rennen auf dem Nürburgring nach einem Ausfall schon nach 41 Runden Schluss (Bestzeit Frikadelli: 8:21.536)

2015 schied ihr Fahrzeug, der Frikadelli Porsche GT3 R beim ADAC 24h-Rennen auf dem Nürburgring nach 111 absolvierten Rennrunden an der Seite von Patrick Huisman, Patrick Pilet & Jörg Bergmeister leider aus und wurde nicht gewertet. (Bestzeit Frikadelli: 8:25.690)

2016 startete sie beim ADAC 24h-Rennen auf dem Nürburgring für das Frikadelli-Racing Team im neuen Porsche 911 GT3 R (991) an der Seite von Klaus Abbelen, Patrick Huisman & Norbert Siedler.

Ringtaxi[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eigenen Schätzungen zufolge hat sie auf der Nordschleife bis 2010 ca. 20.000 Runden zurückgelegt, mit einem geschätzten Zuwachs von etwa 1200 pro Jahr.

Diese große Zahl an Runden ist nicht zuletzt auch dem von BMW eingesetzten Ringtaxi geschuldet, das sie bis zum Jahr 2010 viele Jahre über den Nürburgring steuerte. Kunden können hierbei eine Runde als Passagiere in einem BMW M5 buchen. Weitere bekannte Fahrer des Ringtaxis sind Claudia Hürtgen und Hans-Joachim Stuck. Seit 2010 pilotiert sie ihr eigenes „Speedbee Racetaxi“, einen Porsche GT3 RS.

Tätigkeiten als Moderatorin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 war Sabine Schmitz zum ersten Mal im internationalen Fernsehen zu sehen, als sie Jeremy Clarkson für die Serie Jeremy Clarkson: Meets the Neighbours im Ringtaxi mitnahm. 2004 war sie neuerlich an der Seite von Jeremy Clarkson zu sehen, als sie diesem dabei half, die Nordschleife in einem Jaguar S-Type Diesel in unter zehn Minuten zu absolvieren. Als Clarkson dies schlussendlich auch ganz knapp schaffte, äußerte sie daraufhin, dass sie diese Zeit in einem Van schaffen würde. 2005 versuchte sie im Rahmen eines weiteren Gastauftrittes bei Top Gear schließlich tatsächlich die von Jeremy Clarkson aufgestellte Zeit in einem Ford Transit zu brechen, woran sie allerdings mit einer Zeit von zehn Minuten und acht Sekunden knapp scheiterte.[3]

Seit September 2006 moderierte sie zusammen mit Carsten van Ryssen und Tim Schrick das Automagazin D Motor auf dem Fernsehsender DMAX, wo sie vor allem in spektakulären Renn-Duellen (z. B. Auto gegen Hubschrauber oder gegen Roller-Skater) auftrat.[4] Im Rahmen ihrer Tätigkeit als Moderatorin von D Motor hatte sie gemeinsam mit ihren Kollegen einen weiteren Gastauftritt im "Challenge Showdown" The British vs. The Germans in der 6. Folge der 11. Staffel von Top Gear.

Seit Anfang 2011 moderierte sie zusammen mit Tim Schrick das Automagazin „Turbo“ auf Sport1. Seit Juli 2014 war sie zusammen mit Jumbo Schreiner in der Tuning-Serie „Test my Ride“ auf DMAX zu sehen.

Im Februar 2016 wurde sie als Co-Moderatorin von Chris Evans bei der Neuauflage von Top Gear vorgestellt. Ihr und Evans zur Seite stehen werden der US-amerikanische Schauspieler Matt LeBlanc, der ehemalige Formel-1-Teambesitzer Eddie Jordan und die beiden Motorjournalisten Rory Reid und Chris Harris.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Speed-Magazin.de: 24h Nürburgring: Team Manthey Racing schafft den Hattrick Auf: www.speed-magazin.de. 8. Juni 2008, 20:00 Uhr
  2. RCN 6: Erster gemeinsamer Sieg für Schmitz/Abbelen
  3. Top Gear: Sabine Schmitz's Nurburgring Van Challenge Part 2 - Top Gear - BBC. 13. Juli 2009, abgerufen am 14. Februar 2016.
  4. D Motor - Die Serie auf DMAX! -. In: DMAX.de. Abgerufen am 14. Februar 2016 (amerikanisches englisch).
  5. Eddie Jordan and Sabine Schmitz join Top Gear line-up - BBC News. In: BBC News. Abgerufen am 14. Februar 2016 (britisches englisch).