Sachin Tendulkar

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Sachin Tendulkar
Sachin Tendulkar.jpg
Spieler-Informationen
Name Sachin Ramesh Tendulkar
Geboren 24. April 1973 (44 Jahre alt)
Bombay, Indien
Spitzname Little Master, Tendlya".[1]
Körpergröße 1.65 [2] m
Batting-Stil Rechtshänder
Bowling-Stil Rechtshändiger Legbreak Googly, Off Spin, Medium Pace
Spielerrolle Batsman
Internationale Spiele
Nationalmannschaft Indien Indien
Test-Debüt (cap 187) 15. November 1989 v Pakistan Pakistan
Letzter Test 14. November 2013 v West Indies Cricket Team West Indies
ODI-Debüt (cap 74) 18. Dezember 1989 v Pakistan Pakistan
Letztes ODI 18. März 2012 v Pakistan Pakistan
ODI Shirt-Nr. 10
Einziges T20I (cap 11) 1. Dezember 2006 v Südafrika Südafrika
Nationale Mannschaften
Jahre Mannschaft
1988 Cricket Club of India
1988-jetzt Mumbai
1992 Yorkshire County Cricket Club
2008-jetzt Mumbai Indians
Karriere-Statistiken
Spielform Test ODI FC LA
Spiele 200 463 310 551
Runs (Gesamt) 15.921 18.426 25.396 21.999
Batting Average 53.78 44.83 57.84 45.54
100s/50s 51/68 49/96 81/116 60/114
Highscore 248* 200* 248* 200*
Bälle 4.240 8,054 7,605 10.230
Wickets 46 154 71 201
Bowling Average 54.17 44.48 61.74 42.17
5 Wickets in Innings 0 2 0 2
10 Wickets im Spiel 0 0 0 0
Beste Bowlingleistung 3/10 5/32 3/10 5/32
Catches/Stumpings 115/0 140/0 186/0 175/0
Quelle: Cricinfo, 29. Juli 2017

Sachin Ramesh Tendulkar (Marathi: सचिन तेंडुलकर, Sacin Teṇḍulkar; * 24. April 1973 in Bombay (heute Mumbai), Indien) ist ein ehemaliger indischer Cricketspieler. Er zählte zu den besten Batsmen aller Zeiten und erzielte in seiner Karriere zahlreiche Rekorde, darunter die meisten Runs im Test- und ODI-Cricket.

Kindheit und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sachin Tendulkar wurde als Sohn von Professor Ramesh Tendulkar, einem Schriftsteller und Dichter,[3] und seiner Mutter Rajni geboren.[4] Benannt wurde er nach dem Lieblingskomponisten seines Vaters, Sachin Dev Burman.[5] Er begann mit 9 Jahren mit dem Cricketspiel und spielte zunächst für sein Schulmannschaft. Sein Trainer erkannte, dass Sachin bevorzugt den Ball hart schlug und so wurde er als Batsman eingesetzt.[3] Mit 11 Jahren erzielte er sein erstes Fifty (50 Runs in einem Innings) und im Jahr darauf in der indischen Schulmeisterschaft, dem Harris Shield, das erste Century (100 Runs in einem Innings). Mit 13 Jahren in der Saison 1986/87 gelang ihm für seine Schule, Shardashram Vidyamandir School, der Durchbruch. Er erzielte in den Schulwettbewerben 2336 Runs, darunter zahlreiche Centuries und zwei Doppel-Centuries.[6] Dies fiel auch den Verantwortlichen der Auswahlmannschaft von Bombay auf und so luden sie ihn am 14. November 1987 ein an ihrem Training teilzunehmen und setzten ihn manchmal als Substitute ein, jedoch nicht als regulären Spieler.[7] Hauptsächlich spielte er jedoch unter Anleitung des Nationalspielers Sandeep Patil für ihre Jugendmannschaften und bekam so zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Er wurde auch für die zonale Jugend-Auswahlmannschaft nominiert und konnte dort zahlreiche Centuries erzielen.[6] Auch in den Schulwettbewerben glänzte er wieder. Höhepunkt war der Auftritt im Halbfinale des Harris Shields. Gegen ihren Gegner St Xavier's High School waren Tendulkar und sein Mitspieler Vinod Kambli, der später ebenfalls für die indische Nationalmannschaft spielte, als die dominierenden Batsman zu erwarten. St Xavier's gelang zunächst zwei Batsman zu entfernen, bevor Tendulkar sich zu Kambli am schlag gesellte. Bis zum Abend gelang Tendulkar 192 und Kambli 182 Runs und ihr Coach, der am zweiten Tag nicht dabei sein konnte wies die beiden Batsman an am Morgen die Deklaration auszusprechen und so zum Bowling überzugehen. Die beiden ignorierten jedoch die Anweisung und griffen bis zum Mittagessen an. Bis dahin erzielte Kunil 349 und Tendulkar 326 Runs. Daraufhin riefen sie bei ihrem Trainer an und baten darum weiter am Schlag verweilen zu dürfen, doch dieser ordnete die sofortige Deklaration an und die beiden Spieler folgten der Anweisung.[8] Die zusammen in der Partnerschaft erzielten 664 Runs wurden später als Weltrekord identifiziert[9] und erst 2006 gebrochen.[10] Kurz darauf erzielte Tendulkar in einem weiteren Spiel 346 Runs und bestätigte seine Leistungen.[6] Das Aufsehen das er erregte führte dazu, dass er mit nun 15 Jahren für den Cricket Club of India spielen durfte, die für ihn die Regeln änderten, dass kein Kind unter 18 das Klubhaus betreten darf. Den alljährlichen Best Junior Cricketer Award blieb ihm verwehrt, woraufhin er vom gerade vom internationalen Cricket zurückgetretenen ehemaligen Kapitän der indischen Nationalmannschaft Sunil Gavaskar einen Aufmunterungs-Brief bekam.[6] Auch schenkte dieser ihm ein paar seiner leichten Beinschoner, was Tendulkar später mit "It was the greatest source of encouragement for me" (deutsch: Es war für mich die größte Quelle der Aufmunterung) kommentierte.[11] Beim Cricket World Cup 1987 fungierte er im Halbfinale zwischen Indien und England als Balljunge.[12] Bei einer Akademie für Fast-Bowling mit dem ehemaligen australischen Nationalspieler Dennis Lillee wollte Tendulkar zuerst Fast Bowler werden, wurde aber von Lillee darauf verwiesen, dass er sich doch eher auf das Batting konzentrieren sollte.[13]

Zeit als Aktiver[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Schritte im First-Class und Test Cricket[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. Dezember 1988 wurde Tendulkar erstmals für Bombay in der Ranji Trophy aufgestellt. Er erzielte dabei in seinem ersten First-Class-Spiel ein Century und ist mit einem Alter von 15 Jahren und 231 Tagen bis heute der jüngste Spieler dem dies gelang.[14][15] Gleiches gelang ihm bei seinen ersten Auftritten in den anderen nationalen indischen Wettbewerben, Irani Cup und Duleep Trophy und ist bis heute der einzige dem dies gelang.[16] In der gesamten Saison der Ranji Trophy 1988/89 war er mit 583 Runs der erfolgreichste Batsman seiner Mannschaft und der achtbeste aller Teams.[17] Nach nur einer Saison wurde er im folgenden Winter für die Nationalmannschaft nominiert. Seinen ersten Einsatz hatte er bei der Tour Indiens in Pakistan 1989/90 beim ersten Test in Karachi. Als Schlagmann Nummer sechs gelangen ihm im ersten Innings 15 Runs, bevor er sein Wicket an Waqar Younis, der ebenfalls dort sein Test-Debüt feierte, verlor.[18][19] Er spielte auch in den weiteren Tests und einem One-Day International der Tour, wobei er bei letzterem ohne Run ausschied. Beim letzten Test wurde er von Waqar Younis mit einem Ball am Kopf getroffen, weigerte sich jedoch trotz Blutungen medizinische Hilfe anzunehmen.[20] Bei der folgenden Tour in Neuseeland wurde er abermals eingesetzt, erzielte dabei jedoch neben einem Fifty auch zwei Ducks. Seinen ersten Century im Test-Cricket gelang ihm in Old Trafford Cricket Ground beim zweiten Test der Tour Indiens in England 1990.[21] Er war zu diesem Zeitpunkt der zweitjüngste Spieler dem dieses gelang.[22] Er etablierte sich im Folgenden weiter im indischen Team und erzielte in den nächsten Touren und Turnieren einige Fifties. Das nächste Aufsehen erregte er bei der Tour Indiens in Australien 1991/92. Tendulkar war 18 und der Aufenthalt für das indische Team war für vier Monate angesetzt.[23] Zunächst tat er sich schwer. Der erste Test gegen Australien und die ersten Spiele der folgenden Benson & Hedges World Series 1991/92 verliefen durchschnittlich für ihn. Es war im dritten Test in Sydney als ihm im ersten Innings 148 not out gelangen und er so zusammen mit den 206 Runs von Ravi Shastri das einzige Remis der Test-Serie ermöglichte. Im letzten Test in Perth gelang ihm ein weiteres Century, was auf Grund der Bedingungen des Pitches, der einen großen Riss enthielt, als sehr gute Leistung angesehen wurde.[24] Der anschließende Cricket World Cup 1992 verlief enttäuschend für die indische Mannschaft. Das Team erzielte nur zwei Siege gegen Simbabwe und Pakistan in der Vorrunde, jedoch war Tendulkar in diesen beiden Spielen Man of the Match. Insgesamt erzielte er 283 Runs bei einem Average von knapp über 47.[25] Für die folgende Sommersaison wurde er von Yorkshire für die englische County Championship verpflichtet. Dies sorgte für Aufsehen, da Yorkshire bis dahin jedem der nicht in Yorkshire geboren war einen Einsatz in seinen Teams verwehrt hatte.[26][27]

Tendulkar als Batsman

Sein Aufstieg im Indischen Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Indien hatte zu diesem Zeitpunkt eine schwierige Phase. Zu Hause konnten sie durchaus mit jedem Team mithalten, aber wie die Tour in Australien gezeigt hatte waren sie Auswärts nicht konkurrenzfähig. Dies sollte auch in den folgenden Jahren so anhalten. Tendulkar war in diesem Team ein Anker auf dem eine neue Generation aufgebaut wurde.[24] Bei der Tour in Südafrika 1992/93 wurde er mit 19 Jahren und 217 Tagen zum jüngsten Spieler der 1000 Runs erzielte, darunter ein weiteres Century in Johannesburg, wo er mit 111 Runs in seinem Team herausstach, da niemand anderes mehr als 25 Runs erzielte.[20][24] Sein erstes Century auf heimischen Boden gelang bei der folgenden Tour Englands in Indien 1992/93. Bei seinen 165 Runs im ersten Test gelangen ihm 25 Boundaries.[20] Später im Jahr gelang ihm sowohl ein Test-Century in Sri Lanka als auch ein halbes Jahr später gegen Sri Lanka daheim. Beim C. A. B. Jubilee Tournament 1993/94 gelang ihm im November eine seiner seltenen wichtigen Beiträge als Bowler. Im Halbfinale gegen Südafrika wurde er im letzten Over eingesetzt, als die Südafrikaner noch sechs Runs benötigten. Tendulkar gelang es, dass nur drei Runs zuzulassen.[20] Der erste Century seiner ODI-Karriere fand beim Singer World Series 1994 statt. Zuvor war er auf der Tour in Neuseeland im März 1994 erstmals als Eröffnungsbatsman im ODI eingesetzt worden, eine Position, die er über Jahre hinweg dominierte.[20] Bei der einzigen heimischen Tour in der Saison 1994/95 gegen die West Indies gelangen ihm zwei Centuries, eines davon beim zweiten Test in Nagpur mit 179 Runs. Das folgende Jahr stand für die indische Nationalmannschaft und somit auch für Tendulkar ganz im Zeichen der Vorbereitung für den im eigenen Land ausgetragenen Cricket World Cup 1996. Im November 1995 unterzeichnete er einen Sponsoring-Vertrag mit dem Telekommunikationsunternehmen WorldTel über 7,5 Millionen US-Dollar, was ihm zum bestverdienenden Cricketspieler weltweit machte.[20][24] Der World Cup verlief für Indien und Tendulkar zunächst gut. Er erzielte in der Vorrunde zwei Centuries und zwei Fifties und nachdem man Pakistan im Viertelfinale schlug, stand das Halbfinale gegen Sri Lanka an. Dort gelang Tendulkar in der Antwort auf Sri Lankas 251 Runs ein guter Start, als er 65 Runs bei 88 Bällen erzielt hatte. Dann jedoch wendete sich das Spiel als Tendulkar vom sri-lankischen Wicket-Keeper Romesh Kaluwitharana gestumped wurde. Einer nach dem anderen der indischen batsman schied aus und beim Stand von 120 bei 8 Wickets kam es zu Zuschauer-Ausschreitungen im Eden Gardens und das Spiel wurde für Sri Lanka gewertet.[28] Tendulkar wurde mit 523 erzielten Runs bester Batsman des Turniers.[24] Die folgende Tour in England war für Tendulkar abermals mit zwei Test-Centuries bereichert, einer davon mit 177 Runs in Nottingham.

Beförderung zum Kapitän[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch seine Erfolge wurde Tendulkar zum Beginn der Saison 1996/97 zum Kapitän der Mannschaft befördert und war zunächst auch sehr erfolgreich. Siege bei heimischen Touren gegen Australien und Südafrika verbreiteten großen Optimismus, aber als es zu den nächsten Auswärtstouren ging verschwand dieser schnell. In Südafrika im Winter 1996/97 verlor sein Team zwei der drei Tests und wurde einmal für 100 und einmal für 66 Runs ausgeworfen.[24] Sachin gelang sowohl bei den ODIs als auch in der Test-Serie ein Century, blieb aber ansonsten glanzlos. Ein persönlicher Tiefpunkt war die anschließende Tour in den West Indies. Nach zwei Remis in den ersten beiden Tests benötigte Indien im zweiten Innings 120 Runs zum Sieg am letzten Tag. Trotz seines Optimismus, die er Tags zuvor noch beim Abendessen mit einer Bedienung an den Tag legte, als er sie aufforderte schon mal den Champagner kalt zu stellen, scheiterte das indische Team an der Aufgabe und erzielte nur 81 Runs, vier davon von Tendulkar.[29] Diese und andere Niederlagen nagten stark an Tendulkar. Später schrieb er "It was hurting me badly and it took me a long time to come to terms with these failures. I even contemplated moving away from the sport completely, as it seemed nothing was going my way." (deutsch: Es hat mir sehr weh getan und eine lange Zeit gebraucht mit diesen Niederlagen umzugehen. Ich habe sogar überlegt mich vom Sport zurückzuziehen da nichts für mich zu laufen schien.)[29] Nach der Tour Sri Lankas in Indien 1997/98 wurde er von seinem Amt entlassen.[24] Er hatte in dieser und der Tour in Sri Lanka zuvor drei Centuries erzielt konnte aber ansonsten nicht überzeugen. Sein Vorgänger als Kapitän Mohammad Azharuddin wurden die Worte zugeschrieben "Nahin jeetega! Chote ki naseeb main jeet nahin hai!" (deutsch: Er wird nicht gewinnen. Es ist im Schicksal für 'den Kleinen' nicht vorgesehen).[30] Am Ende der Saison 1997 wurde er zu einem der Wisden Cricketers of the Year gewählt.[31] Gelöst vom Druck der Kapitänswürde, verbesserte sich auch seine Leistung als Batsman wieder. Bei der folgenden Tour gegen Australien hatte er mit 155 Runs in Chennai und 177 Runs in Bangalore zwei wichtige Centuries zum Gewinn der Serie beigetragen. Im Sommer und Herbst des Jahres 1998 erzielte er neun Centuries in den zahlreichen Turnieren an denen Indien teilnahm, schied aber beim ICC KnockOut 1998 im Halbfinale aus. Berühmt wurde sein Einsatz im Coca-Cola Cup 1997/98 gegen Australien, der auch als "Desert Storm" bekannt ist. Nach einem Sandsturm in Sharja, die das indische Innings verkürzt hatte, erzielte er 146 Runs und führte so Indien ins Finale. Dort traf man erneut auf Australien und Tendulkar sorgte mit 134 Runs dafür, dass Indien das Turnier gewann.[32] Im Januar 1999 kam Pakistan für eine Test-Serie nach Indien und Tendulkar erzielte trotz Rückenverletzung 136 Runs, die jedoch nicht zum Sieg reichten.[20] Der Cricket World Cup 1999 in Europa wurde für Tendulkar durch den Tod seines Vaters überschattet.[33] Er reiste vor dem wichtigen Spiel gegen Simbabwe zurück zu seiner Familie, war jedoch drei Tage später wieder auf dem Platz. Er meldete sich zurück mit 140 Runs gegen Kenia zurück und hielt Indien somit im Turnier. Jedoch schied das Team dann in der Super 6 Runde aus und verpasste so das Halbfinale. Nachdem der World Cup enttäuschend verlaufen war, wurde Tendulkar vom indischen Auswahlkomitee ein zweites mal als Kapitän eingesetzt. Dieser wollte zunächst nicht, da er sich mental für die Aufgabe nicht gerüstet sah, wurde aber überzeugt.[34][35] Aber auch dieser zweite Versuch das indische Team offiziell zu führen scheiterte. Zwar gewann man gegen Neuseeland daheim, wo bei einem Test Tendulkar 217 Runs erzielte, doch schon bei der ersten Auswärtstour gab es in Australien eine 3–0 Niederlage. Er war der einzige Spieler der indischen Mannschaft der Überzeugen konnte und wurde trotz der Niederlage zum Spieler der Serie ernannt. Nachdem bei der folgenden Test-Serie in Südafrika ebenfalls eine glatte Niederlage erzielt wurde, machte er seine vorherige Ankündigung wahr und trat endgültig als Kapitän zurück.[36] Sein Nachfolger war Sourav Ganguly.

Kern einer goldenen Generation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter neuer Führung begann Indien zu neuen Erfolgen zu kommen. Der Sommer 2000 war durch den ICC KnockOut 2000 geprägt indem Indien erst im Finale gegen Neuseeland scheiterte und er selbst mit 171 Runs insgesamt viertbester Batsman war.[37] Im Winter gelangen Tendulkar gegen Simbabwe im zweiten Test der Serie 201 not out.[38] Bei der Tour gegen Australien 2000/01 gelangen ihm im zweiten Test 3 Wickets, die maßgeblich den Sieg Indiens beeinflussten,[39] genauso wie seine 126 Runs im dritten Test.[40] In der ODI-Serie erzielte er als erster Spieler überhaupt seinen 10.000 ODI-Run seiner Karriere.[20] Im Sommer spielte Tendulkar mit Indien zwei Mehr-Nationenturniere in denen er solide Leistungen ablieferte. Bei der Tour Indiens in Südafrika 2001/02 kam es zum Eklat als der Match Referee Mike Denness Tendulkar auf Grund von ballmanipulationen verhörte[41] und mit einer Spielsperre von einem Test belegte.[42] Nach weiteren Strafen gegen die indischen Spieler weigerte sich der indische Verband den Referee weiter zu akzeptieren.[43] Die indische Presse verurteilte die Strafen als rassistisch Motiviert[44] und der Weltverband ICC weigerte sich Dennes vom letzten Test abzuziehen.[45] Daraufhin erklärten die nationalen Verbände, dass sie den Test ohne den Referee als inoffiziellen Test durchführen werden, indem sie Dennes den Zugang zum Stadion verweigerten.[46] Mit 193 Runs während der Serie war Tendulkar der beste Batsman seiner Mannschaft. Letztendlich wurde er von den Vorwürfen der Ballmanipulation vom Weltverband freigesprochen.[47] Bei der Tour in den West Indies erzielte er seinen 29. Test-Century, und glich damit den Rekord von Don Bradman, mit dem er häufig verglichen wurde, aus.[48] Im Sommer bei der Tour in England wurde er beim dritten Test mit 193 Runs im ersten Innings dann alleiniger Rekordhalter.[49] In der ICC Champions Trophy 2002 blieb Tendulkar beim Finaleinzug Indiens blass. Bei der Tour daheim gegen die West Indies war er dann in den Tests wiederum bester Batsman seiner Mannschaft. Nach einem klaren Sieg gegen Neuseeland stand nun der Cricket World Cup 2003 an. Hier gelang es dem indischen Team vor allem durch die Leistung von Tendulkar bis ins Finale einzuziehen, wo sie gegen Australien verloren. Tendulkar erzielte dabei 669 Runs bei einem Average von 66,90. Auch wurde er zum besten Spieler des Turniers gewählt.[50] Im Herbst 2003 tat sich Tendulkar schwer und auch zu Beginn der Tour in Australien. Erst im letzten Test gelangen ihm dort 241 Runs und ein Ende dieser schwierigen Phase.[24] Bei der Tour in Pakistan 2003/04 gelangen ihm mit 124 Runs und Virender Sehwag mit 309 Runs der erste Sieg Indiens in einem test in Pakistan und letztendlich auch der erste Seriengewinn.[24][51] Seine höchste Run-Zahl in einem Test-Innings erreichte er bei der Tour Indiens in Bangladesch in der Saison 2004/05 als er im ersten Test 248 not out erzielte. In der Folgezeit wurden die Leistungen Tendulkars wieder schwächer. Er erlitt zum Ende der Saison 2004/05 einen Tennisarm und fürchtete nach einer Operation in 2005 seine Karriere beenden zu müssen.[52][53] Es sollte bis 2007 dauern, dass er wieder zu alter Stärke zurückfand.[54] Im Dezember 2006 spielte er beim ersten Twenty20 der indischen Mannschaft gegen Südafrika, was bis zum Karriere-Ende sein einziges gespieltes internationales Twenty20 war.[55] Beim Cricket World Cup 2007 wurde für Indien und Tendulkar zum Debakel, als man schon in der Vorrunde hinter Sri Lanka und Bangladesch zurückfiel und ausschied.[56] Zur Konstanz fand er wieder bei der Tour Indiens in Bangladesch in 2007 zurück. Ihm gelangen zwei Test-Centuries. Bei der folgenden ODI-Serie in England war er wieder bester Batsman seiner Mannschaft auch wenn ihm ein Century verwehrt blieb. Bei der Tour gegen Australien in der Saison 2007/08 gelangen ihm mit 154 not out und 153 zwei Centuries.

Tendulkars Batting-Statistiken

Die letzten Jahre seiner Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab der ersten Saison im Jahr 2008 war er auch in der Indian Premier League für die Mumbai Indians aktiv.[57] Der Sommer 2008 mit der Tour in Sri Lanka führte nur zu schwachen Ergebnissen für Tendulkar, während er gegen Australien, England und in Neuseeland in der Saison 2008/09 wieder jeweils ein Century erzielte, wobei gegen Neuseeland auch ein weiterer im Eintagesspiel hinzukam. Die Ergebnisse führten dazu, dass Indien den Spitzenplatz der ICC Test Championship erreichte.[24] Gegen Australien im November 2009 erzielte er bei ei der Jagd auf 350 Runs der Australier im fünften ODI 175 Runs bevor er ausschied. Sei Team, dass noch 19 Runs in 3 Overn benötigte scheiterte dennoch.[20][58] Im zweiten ODI bei der Tour gegen Südafrika im Februar 2010 gelang ihm als erster männlicher Cricketspieler mit 200 not out die 200-Run-Marke in einem Innings zu erzielen.[20][59] In Sri Lanka im Sommer mit 203 Runs und im Herbst gegen Australien mit 214 gelangen ihm noch einmal zwei beeindruckende Double-Centuries. Seinen 51. und letzten Test-Century erzielte er in Südafrika zum Jahreswechsel 2010/11.[24] Der folgende Cricket World Cup 2011 war die letzte Chance für Tendulkar den Titel zu gewinnen. Gegen England und Südafrika gelangen ihm jeweils ein Century auch wenn beide Spiele nicht gewonnen werden konnten.[24] Im Viertelfinale erzielte er seinen 18.000 ODI-Run.[60] und auch im Halbfinale gegen Pakistan trug er maßgeblich zum Sieg bei. Nur im Finale schied er schon früh aus, doch sein Team war stark genug dennoch den Titel zu erobern.[24] Das nächste Ziel war für Tendulkar sein 100. internationalen Century zu erzielen. Daran scheiterte er mehrfach in den Touren im Sommer und Winter und erst ein Jahr nach dem World Cup gelang es ihm beim Asia Cup 2012 gegen Bangladesch. Seine Form nahm weiter ab und zum Ende 2012 verkündete er vom ODI-Cricket zurückzutreten.[61] Er spielte noch einmal eine Test-Serie gegen England und Australien, entscheid dann jedoch im Oktober 2013, dass die kommende Tour der West Indies seine letzte sein soll.[62] Das letzte Spiel der Tour zog erhebliche Aufmerksamkeit auf sich, und es wurde allgemein ein letztes Century für Tendulkar erwartet. Jedoch fiel sein Wicket in seinem 200. Test nach 74 Runs.[63]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 erhielt Sachin Tendulkar die höchste staatliche indische Auszeichnung für Sportler, den Rajiv Gandhi Khel Ratna. 2008 wurde er mit dem Padma Vibhushan ausgezeichnet. 2012 wurde er nach einer Nominierung durch die Staatspräsidentin Pratibha Patil Mitglied der Rajya Sabha, des Oberhauses des indischen Parlaments.[64][65] 2014 erhielt er den Bharat Ratna.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sachin Tendulkar ist mit einer Ärztin verheiratet und hat zwei Kinder.[65]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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  2. Sachin Tendulkar: Bio, Facts. Celebrity Bio, Facts. Abgerufen am 30. Mai 2017.
  3. a b Sachin Tendulkar: Humble master (englisch) Independent. 25. Juni 2009. Abgerufen am 29. Juli 2017.
  4. My mother started 'Sachin-Sachin' chant, recalls Tendulkar (englisch) Deccan Chronicle. 10. Mai 2017. Abgerufen am 29. Juli 2017.
  5. Sachin Tendulkar: career in numbers (englisch) The Telegraph. 16. November 2013. Abgerufen am 29. Juli 2017.
  6. a b c d Harsha Bhogle: Is Sachin Tendulkar the greatest schoolboy cricketer ever? (englisch) Cricinfo. 12. November 2009. Abgerufen am 29. Juli 2017.
  7. Gulu Ezekiel: Schoolboy Prodigy (englisch) Hindustan Times. Archiviert vom Original am 25. Oktober 2012. Abgerufen am 29. Juli 2017.
  8. Rahul Bhatia: A tale of two terrors (englisch) Cricinfo. 21. August 2004. Abgerufen am 29. Juli 2017.
  9. 664 and all that! (englisch) Mid-day.com. 24. Februar 2013. Abgerufen am 29. Juli 2017.
  10. Teenagers eclipse Tendulkar-Kambli record (englisch) Cricinfo. 16. November 2006. Abgerufen am 29. Juli 2017.
  11. Lawrence Booth: Strange innovations (englisch) Cricinfo. 12. April 2007. Abgerufen am 29. Juli 2017.
  12. Ntini Naik: Sachin Tendulkar: From ball boy to champ (englisch) Times of India. 1. April 2011. Abgerufen am 29. Juli 2017.
  13. Sachin Tendulkar greatest batsman to have played cricket: Dennis Lillee (englisch) Times of India. 26. Juni 2012. Abgerufen am 29. Juli 2017.
  14. Ranji Trophy West Zone League, 1988/89 (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 29. Juli 2017.
  15. Bharath Seervi: Shaw, second-youngest centurion for Mumbai after Tendulkar (englisch) Cricinfo. 5. Januar 2017. Abgerufen am 29. Juli 2017.
  16. 200 facts about Sachin Tendulkar ahead of his 200th Test (englisch) Deccan Chronicle. 10. Januar 2016. Abgerufen am 29. Juli 2017.
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  18. 1st Test, India tour of Pakistan at Karachi, Nov 15-Nov 19 1989 (englisch) Cricinfo. 29. Januar 2013. Abgerufen am 29. Juli 2017.
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  20. a b c d e f g h i j India / Players / Sachin Tendulkar (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 29. Juli 2017.
  21. Paul Bolton: England v India: opponents recall Sachin Tendulkar's first international century at Old Trafford in 1990 (englisch) The Telegraph. 20. Juli 2011. Abgerufen am 29. Juli 2017.
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  25. Tendulkar cherishes memories of 1992 World Cup (englisch) Times of India. 3. August 2013. Abgerufen am 30. Juli 2017.
  26. Do you remember when Yorkshire last won the county championship? (englisch) Observer. 2. September 2001. Abgerufen am 30. Juli 2017.
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  40. 3rd Test, Australia tour of India at Chennai, Mar 18-Mar 22 (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 30. Juli 2017.
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