Sachsen-Anhalt-Pokal

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Der Landespokal Sachsen-Anhalt ist ein jährlich vom Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) ausgetragener Verbandspokal. Spielberechtigt sind alle beim FSA gemeldeten Amateurmannschaften, die am regulären Spielbetrieb teilnehmen. Der Pokalsieger erhält die Berechtigung, in der ersten Runde des DFB-Pokals zu starten. Die Pokalendspiele fanden bis 1997 an wechselnden Austragungsorten statt. Ab 1998 wurden die Endspiele im Paul-Greifzu-Stadion in Dessau ausgetragen. Eine Vereinbarung zwischen der Stadt Dessau und dem FSA sah vor, dass zehn Endspiele in Dessau ausgetragen werden sollten. Nach acht Endspielen in Dessau wurde 2006 die Serie unterbrochen und das Finale in Schönebeck (Elbe), aufgrund der zentralen Lage zwischen den Finalteilnehmern Staßfurt und Magdeburg, ausgetragen. In den folgenden drei Jahren fanden die Pokalendspiele in Magdeburg in der MDCC-Arena statt. Dem geschuldet waren u.a. die brisanten Endspiele 2008 und 2009 zwischen dem Halleschen FC und dem 1. FC Magdeburg. Das Stadion in Magdeburg war zu diesem Zeitpunkt das einzige moderne Stadion im Bundesland, welches die Sicherheitsanforderungen erfüllte. Nach einem Endspiel in Sangerhausen, fanden 2011 und 2012 die Finals wieder in Dessau statt. Das Endspiel 2013 wurde wiederum in der Magdeburger MDCC-Arena ausgetragen. Seit 2014 findet das Finale im Erdgas Sportpark in Halle (Saale) statt. Die jeweiligen Pokalbegegnungen werden in nur einem Spiel entschieden, wobei sich die beiden antretenden Vereine und der Landesverband die Zuschauereinnahmen teilen. Der Sieger wird ggf. nach Verlängerung und Elfmeterschießen ermittelt. Der Pokal existiert seit dem Jahr 1991. Rekordpokalsieger ist der 1. FC Magdeburg mit elf Titeln, wobei zwei Siege von der zweiten Mannschaft des Vereins errungen wurden.

FSA- und Krombacher-Pokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Gründung des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt 1991 wird der Pokal ausgespielt. Dabei wurde der Modus mehrfach verändert. Bis zur Saison 1993/94 wurden zunächst in normalen Pokalwettbewerben die beiden Bezirkspokalsieger aus den Bezirken Magdeburg und Halle ermittelt, die anschließend im Endspiel um den Landespokal den Pokalsieger des Landes Sachsen-Anhalt ermittelten.

Ab der Saison 1994/95 wurde der Landespokal als einheitlicher Wettbewerb ausgetragen, wobei alle Mannschaften auf Landesebene (d. h. bis zur Landesklasse - 7. Liga) sowie die Kreispokalsieger startberechtigt waren. Die Folge war, dass teilweise über 160 Mannschaften am Wettbewerb teilnahmen und 8 Pokalrunden nötig waren, um den Sieger zu ermitteln.

Um die Anzahl der Spiele zu verringern, erfolgte zur Saison 2000/01 eine erneute Reform, wodurch nur noch alle Mannschaften aus der Regionalliga, Oberliga, Verbandsliga, die fünf erstplatzierten der drei Landesligen sowie die 24 Sieger der Kreispokalwettbewerbe startberechtigt waren.

Von 2005/06 bis 2009/10 hieß der Landespokal Sachsen-Anhalt ODDSET-Pokal. Von 2010/11 bis 2012/13 wurde der Wettbewerb als Krombacher Pokal des FSA betitelt. Seit der Saison 2013/14 trägt er den Namen FSA-Pokal.

Aktuell nehmen alle Mannschaften aus der 3. Liga, Regionalliga, Oberliga, Verbandsliga, Landesliga sowie die 14 Kreispokalsieger am Wettbewerb teil. Zweite Mannschaften dürfen nicht am Landespokal teilnehmen.

Endspielergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Pokalsieger Finalist Ergebnis Finalort Stadion Zuschauer
01.06.1991 Wernigeröder SV Rot-Weiß SV Merseburg 99 3:2 n.V. Bernburg (Saale) Sportplatz Askania (Krumbholzallee) 800
30.05.1992 FSV Lok/Altmark Stendal FC Anhalt Dessau 2:0 Gommern Sportforum Gommern 950
05.06.1993 1. FC Magdeburg Hallescher FC 3:2 Hettstedt Sportpark am Walzwerkhölzchen 1.100
18.05.1994 Hallescher FC 1.FC Magdeburg 4:3 Thale Sportpark an der Neinstedter Straße 300
10.05.1995 FSV Lok/Altmark Stendal FC Anhalt Dessau 4:1 Schönebeck (Elbe) Sportforum an der Barbarastraße 800
15.06.1996 FSV Lok/Altmark Stendal VfL Halle 1896 3:0 Gommern Sportforum Gommern 1.055
04.06.1997 VfL Halle 1896 Schönebecker SV 1861 4:2 n.V. Köthen (Anhalt) Stadion Rüsternbreite 2.000
30.05.1998 1. FC Magdeburg FSV Lok/Altmark Stendal 4:1 Dessau Paul-Greifzu-Stadion 3.500
02.06.1999 VfL Halle 1896 FC Anhalt Dessau 2:1 Dessau Paul-Greifzu-Stadion 2.116
01.06.2000 1. FC Magdeburg II VfL Halle 1896 3:2 Dessau Paul-Greifzu-Stadion 700
22.05.2001 1. FC Magdeburg VfB IMO Merseburg 3:0 Dessau Paul-Greifzu-Stadion 1.586
31.05.2002 Hallescher FC FC Grün-Weiß Wolfen 3:1 Dessau Paul-Greifzu-Stadion 2.483
27.05.2003 1. FC Magdeburg 1. FC Lok Stendal 2:0 Dessau Paul-Greifzu-Stadion 2.138
18.05.2004 TSV Völpke SV Dessau 05 3:2 Dessau Paul-Greifzu-Stadion 2.300
24.05.2005 MSV 90 Preussen VfB Sangerhausen 0:0 n.V., 4:2 i.E. Dessau Paul-Greifzu-Stadion 1.200
15.04.2006 1. FC Magdeburg SV 09 Staßfurt 1:0 Schönebeck (Elbe) Sportforum an der Barbarastraße 4.500
09.06.2007 1. FC Magdeburg II MSV 90 Preussen 3:0 Magdeburg Stadion Magdeburg 2.529
14.05.2008 Hallescher FC 1. FC Magdeburg 0:0 n.V., 4:3 i.E. Magdeburg Stadion Magdeburg 13.988
27.05.2009 1. FC Magdeburg Hallescher FC 1:0 Magdeburg Stadion Magdeburg 12.988
16.05.2010 Hallescher FC VfB Germania Halberstadt 3:2 Sangerhausen Friesenstadion 3.450
17.05.2011 Hallescher FC FC Grün-Weiß Piesteritz 2:0 Dessau Paul-Greifzu-Stadion 3.950
23.05.2012 Hallescher FC Haldensleber SC 4:0 Dessau Paul-Greifzu-Stadion 2.700
31.05.2013 1. FC Magdeburg VfB Germania Halberstadt 3:1 n.V. Magdeburg MDCC-Arena 13.000
14.05.2014 1. FC Magdeburg Hallescher FC 3:0 n.V. Halle (Saale) Erdgas Sportpark 11.987
13.05.2015 Hallescher FC VfL Halle 1896 6:0 Halle (Saale) Erdgas Sportpark 12.855
18.05.2016 Hallescher FC 1. FC Magdeburg 2:1 Halle (Saale) Erdgas Sportpark 13.297
25.05.2017 1. FC Magdeburg VfB Germania Halberstadt 1:0 Magdeburg MDCC-Arena 7.134

Rekordgewinner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Verein Anzahl
1 1. FC Magdeburg 1 11
2 Hallescher FC 8
3 1. FC Lok Stendal 3
4 VfL Halle 1896 2
5 Wernigeröder SV Rot-Weiß 1
TSV Völpke 1
MSV 90 Preussen 1
1 Zwei Titel wurden von der zweiten Mannschaft des 1. FC Magdeburg gewonnen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]