Sachsen Funkpaket

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Sachsen Funkpaket
Logo
Allgemeine Informationen
Empfang analog terrestrisch über UKW, Livestream
Sendegebiet Sachsen
Geschäftsführer Tino Utassy
Programmchef Andrea Krüger
Sendestart 9. Mai 1993
Rechtsform privatrechtlich
Homepage www.BCS-Sachsen.de
Liste der Hörfunksender

Unter dem Namen Sachsen Funkpaket treten sechs sächsische lokale Hörfunkveranstalter auf. Es besteht aktuell aus den Radiosendern Radio Dresden, Radio Leipzig, Radio Leipzig 2, Radio Chemnitz, Radio Lausitz, Radio Zwickau, Radio Erzgebirge und Radio Erzgebirge 2. Alle Sender innerhalb des Tarifzusammenschlusses bewerben ihr Programm mit dem Claim „Die beste Musik!“. Alle Programme unterliegen der Aufsicht durch die Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) und werden von der Broadcast Sachsen GmbH & Co. KG produziert.

Allgemeine Informationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die für die Großstädte und Ballungsräume Sachsens eingerichteten Sender strahlen ein 24-Stunden-Vollprogramm aus. Das Programm wird den Hörerwünschen und -bedürfnissen sowie den Ergebnissen der Marktforschung entsprechend angepasst. Als Schwerpunkt übertragen alle Sender das Adult Contemporary Musikformat, da als Zielgruppe besonders die 25- bis 49-jährigen Hörer von Interesse sind. Programmeckpunkte sind Nachrichten immer zur vollen Stunde, Schlagzeilen und Kurzmeldungen immer zur halben Stunde, sowie lokale und regionale Berichterstattung der entsprechenden Region. Außerdem organisieren die Sender Aktionen, Events und Unterhaltungsveranstaltungen sowie Sendungen für ihre Hörer.

Das Mantelprogramm für die sächsischen Stadtsender wird in Dresden zusammengestellt. Auseinandergeschaltet werden die Programme lediglich zu den Lokalnachrichten, immer zehn Minuten vor der vollen Stunde bzw. zur halben Stunde. Außerdem produziert jeder Lokalsender werktags von 13:50 bis 18:50 Uhr seine eigene Nachmittagssendung.

Ehemaliges Logo des Sachsen Funkpaketes

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sachsen Funkpaket wurde ursprünglich von der Sächsischen Lokalrundfunk Dienstleistungsprogramm GmbH & Co. Studiobetriebs KG (SLP) produziert, danach wurde die Mediengesellschaft Telefonbuchverlag Sachsen GmbH (MTS) Großgesellschafterin. Mittlerweile wird das Sachsen Funkpaket durch die Broadcast Sachsen GmbH & Co. KG (BCS) produziert, die auch Hitradio RTL betreibt.

Im Mai 1993 starteten die ersten vier Stadtradios ihr 24-Stunden-Lokalradioprogramm in Sachsen. Ergänzt wurden Radio Dresden, Radio Leipzig, Radio Chemnitz und Radio Lausitz im Dezember 1994 durch Radio Zwickau und im Oktober 2005 von Radio Erzgebirge. In den Anfangsjahren hatten alle Sender jeweils eine eigene Geschäftsführung.

Im Mai 1996 ging die Samstagabend-Radioshow Maxi-Mal zum ersten Mal mit dem neuen Moderator DJ Happy Vibes und der Kunstfigur ABM-Kraft Horst on air. Die Sendung, die zuvor bereits aus dem Vorgängerformat 5 für Sachsen entstanden war, wurde zur erfolgreichsten Abendsendung im sächsischen Privatradio.

In den Folgejahren wurde Tino Utassy schrittweise Geschäftsführer der Lokalsender. Unter seiner Führung startete 1993 Radio Chemnitz sowie 1994 Radio Zwickau. 1998 übernahm er die Leitung von Radio Leipzig und schließlich 1999 die Geschäftsführung von Radio Dresden und dem Netzwerk. Seit 2002, als Tino Utassy die Geschäftsleitung von Radio Lausitz übernahm, bilden die Sender nun eine endgültige Einheit.

Im Sommer 1999 senkte die SLP den Wort- und erhöhte den Musikanteil. Dabei wurde die Musik der 1970er Jahre aus dem Programm genommen. Außerdem wurden in die Sendernamen die Frequenzen aufgenommen und ein neues Logo präsentiert. Im Herbst 1999 ging Freitag-Nacht das erste Mal on air. Bis 2008 strahlte jeder Lokalsender seine eigene Sendung live aus einer Diskothek in der Region aus. Ab 2008 wurde auch diese Sendung zentralisiert und für alle Stationen des Mantelprogrammes gleich gesendet. Moderator ist seit dem Lutz Escher, der die Sendung mit mitentwickelt und konzeptioniert hat und seit Sendestart auf RAdio Chemnitz moderiert hatte.

Januar 2000 ging die SLP mit einer neuen Morningshow Falko und die Morgenmädels auf Sendung. Die bisherigen lokalen Morgenshows entfielen. 2002 übergab Falko Maiwald seine Morgenmädels und die Morgenshow an Nachfolger André Hardt. Seitdem heißt die Show André und die Morgenmädels.

Seit dem 1. Januar 2005 wird Sachsen Funkpaket von der neu gegründeten Broadcast Sachsen GmbH & Co. KG produziert, zu der seitdem auch Hitradio RTL gehört. Im Juli 2007 erhielten die Sender ihre ursprünglichen Namen wieder. Die Frequenz im Namen entfiel mit Blick auf das digitale Zeitalter.

Am 20. Oktober 2016 wurde Maxi-Mal überraschend abgesetzt. Offiziell wurden rückläufige Einschaltquoten als Absetzungsgrund genannt, was jedoch die Medienanalyse MA 2017/I eindeutig widerlegte.[1]

Funkhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Produziert werden alle Programme seit Oktober 1998 im Ammonhof beim World Trade Center in Dresden. Seit Sendestart hatte das Sachsen Funkpaket sein Hauptfunkhaus in der Mohorner Straße, bevor der Sender im Oktober 1998 direkt ins Stadtzentrum von Dresden zog. Weitere Lokalfunkhäuser gibt es in Leipzig, Chemnitz, Zwickau, Bautzen und Annaberg-Buchholz. Dort werden lediglich die Lokalnachrichten, sowie die lokalen Nachmittagssendungen produziert.

Im Mai 2005 wurde das Hauptfunkhaus in Dresden umfassend modernisiert. Es entstanden vier neue Sendestudios. In den Jahren 2008 bis 2013 wurden auch die Studios in Leipzig, Chemnitz, Zwickau, Bautzen und Annaberg-Buchholz erneuert.

Programmdirektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Uwe Schneider (Januar 1999 bis Dezember 2009)
  • Matthias Montag (Mai 2010 bis April 2013)
  • Karin Müller (Januar 2014 bis März 2014)
  • Andrea Krüger (seit Mai 2010)

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Montag bis Donnerstag
Sendezeit Sendungsname Moderatoren
0450 Uhr - 0950 Uhr André und die Morgenmädels André Hardt und Kristin Hardt
0950 Uhr - 1350 Uhr Bei der Arbeit Falko Maiwald oder Marcel Wentzke
1350 Uhr - 1850 Uhr Am Nachmittag lokale Moderation
1850 Uhr - 2250 Uhr Am Abend Stephan Bodinus oder Mirjam Köfer
Freitag
Sendezeit Sendungsname Moderatoren
0450 Uhr - 0950 Uhr André und die Morgenmädels André Hardt und Kristin Hardt
0950 Uhr - 1350 Uhr Bei der Arbeit Falko Maiwald oder Marcel Wentzke
1350 Uhr - 1850 Uhr Am Nachmittag lokale Moderation
1850 Uhr - 1950 Uhr Charts Mark Mathew
1950 Uhr - 2350 Uhr Freitag-Nacht Lutz Escher
Samstag
Sendezeit Sendungsname Moderatoren
0650 Uhr - 1150 Uhr André und die Morgenmädels André Hardt und Kristin Hardt
1150 Uhr - 1750 Uhr Am Wochenende verschiedene Moderatoren
1750 Uhr - 0250 Uhr Samstag-Nacht Programm ohne Moderation
Sonntag
Sendezeit Sendungsname Moderatoren
0650 Uhr - 0850 Uhr Weekend-Feeling Matthias Zilch
0850 Uhr - 1250 Uhr Reiseexpress Matthias Zilch
1250 Uhr - 1750 Uhr Am Wochenende verschiedene Moderatoren
1750 Uhr - 2250 Uhr In the Mix Stephan Bodinus

Mitarbeiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moderatoren

  • Raik Bartnik
  • Karsten Kolliski
  • Michael Langner
  • Roman Knoblauch
  • Stephan Bodinus
  • Mark Mathew
  • Lutz Escher
  • Mirjam Köfer
  • Matthias Zilch

Redaktionsleitung

  • Andreas Szabo

Sportredaktion

  • Jens Umbreit
  • Konrad Augustin

Stationvoice

  • Christian Blecken (seit 02/2015)
  • Christin Pols (seit 08/1999)
  • Karsten Klaue † (05/2010 - 01/2015)
  • Bodo Venten (08/1999 - 04/2010)

Empfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Programm wird auf folgenden sechs Hauptfrequenzen über UKW ausgestrahlt.

Region Hauptfrequenz
Radio Dresden 103,5 MHz
Radio Leipzig 91,3 MHz
Radio Chemnitz 102,1 MHz
Radio Lausitz 107,6 MHz
Radio Zwickau 96,2 MHz
Radio Erzgebirge 107,2 MHz

Radio Leipzig 2 und Radio Erzgebirge 2 können jeweils im Großraum Leipzig und im Raum Freiberg über DAB+ empfangen werden. Alle Programme werden als Livestream weltweit im Internet übertragen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ARD-Werbung SALES & SERVICES GmbH: Einschaltquote Maxi-Mal MA 2017 / 1. In: MA 2017 / 1. ARD-Werbung SALES & SERVICES GmbH, 8. März 2017, abgerufen am 8. März 2017 (deu).