Sagittalebene

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Dieser Artikel behandelt die Sagittalebene in der Anatomie, für jene in der Optik siehe Sagittalebene (Optik)
Körperebenen:
grün Transversalebene
rot Sagittalebene
blau Frontalebene

Als Sagittalebene (von lateinisch sagitta „Pfeil“) wird in der Anatomie eine sich vom Kopf zum Becken und vom Rücken zum Bauch erstreckende Ebene bezeichnet. Beim senkrechten Blick auf eine Sagittalebene sieht man eine seitliche Ansicht des Körpers. Das dazugehörige Adjektiv heißt sagittal und entspricht der Bedeutung „von vorne nach hinten verlaufend“.

Mikrotomschnitt eines Vogels in der Sagittalebene, bzw. Medianebene

Im Bild stellt die rote Fläche die Sagittalebene durch die Körpermitte dar. Dieser Spezialfall heißt Medianebene. Die Linie, auf der sie die Oberfläche des Körpers berührt, wird auch als Medianlinie bezeichnet. Diese Ebene teilt den Körper genau in eine rechte und eine linke Hälfte. Unter anderem in der Akustik beim menschlichen Hören hat die Medianebene eine Bedeutung (→ Blauertsche Bänder).

Mögliche Bewegungen innerhalb einer Sagittalebene können nach vorn oder hinten und nach oben oder unten erfolgen.

In der Radiologie und besonders der tomographischen Bildgebung spielen Sagittalschnitte, also entweder in einer Sagittalebene aufgenommene oder darin rekonstruierte Bilddaten, eine wichtige Rolle. Aus der tomographischen Untersuchung in dieser Ebene ergeben sich die sagittalen Schichtungen, mit denen man den untersuchten Patienten „scheibchenweise“ von der einen zur anderen Seite seines Körpers betrachtet.[1] Sagittalschnitte werden z. B. angewandt bei der Ultraschallmessung der Nackentransparenz im Rahmen der Pränataldiagnostik oder zur Darstellung der Wirbelsäule mit der Magnetresonanz- oder Computertomographie.

MRT-Schnittbild aus einer sagittalen Schichtung der menschlichen Lendenwirbelsäule

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Karl Zilles, Bernhard Tillmann: Anatomie. Springer 2010, ISBN 3-5406-9483-8, S.3