Saiblinge

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Saiblinge
Von oben nach unten: Seesaibling (Salvelinus alpinus), Salvelinus colii und Salvelinus grayi.

Von oben nach unten: Seesaibling (Salvelinus alpinus), Salvelinus colii und Salvelinus grayi.

Systematik
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Überkohorte: Clupeocephala
Kohorte: Euteleosteomorpha
Ordnung: Lachsartige (Salmoniformes)
Familie: Lachsfische (Salmonidae)
Gattung: Saiblinge
Wissenschaftlicher Name
Salvelinus
Richardson, 1836

Die Saiblinge (Salvelinus) sind eine Gattung aus der Familie der Lachsfische (Salmonidae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Saibling gehört zur Familie der Lachsfische und weist die für alle Salmoniden typische Fettflosse auf. Der Körperbau ist stromlinienförmig. Die Gattung zeichnet sich durch eine außerordentliche Vielfalt unter den einzelnen Arten aus, welche noch viel größer ist als bei anderen Lachsfischgattungen. Daher ist die Systematik der Saiblinge noch nicht abschließend geklärt.

Lebensraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saiblinge sind auf der ganzen Nordhalbkugel der Erde zu finden. Sie bevorzugen in der Regel kaltes, klares Süßwasser. Nur wenige Arten leben anadrom (zum Laichen vom Salzwasser ins Süßwasser wandernd). Saiblinge sind die Süßwasserfische, die am weitesten in arktische Gewässer vorgedrungen sind.

Seesaiblinge bilden aufgrund ihrer natürlichen Isolation Stämme, die sich durch ihre Farbschläge von See zu See geringfügig unterscheiden.

Wirtschaftliche Bedeutung als Speisefisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saiblinge gelten als hervorragende Speisefische. Aufgrund der hohen Anforderungen an die ökologischen Bedingungen gestaltet sich die fischereiwirtschaftliche Nach-/Aufzucht schwierig. Daher kommt nur eine vergleichsweise geringe Zahl von Saiblingen in den Handel.

In den letzten Jahren erlangte die Saiblingsproduktion auch in der Aquakultur größere Bedeutung. Saiblinge lassen sich ähnlich wie Forellen in Teichen, Becken und Kanälen aufziehen (Teichwirtschaft) und erzielen deutlich höhere Marktpreise als Regenbogenforellen: Der Verkaufserlös für lebende bzw. küchenfertige Saiblinge ist durchschnittlich etwa 20–30 % höher als für Forellen.[1] Die Laichfischhaltung ist allerdings schwieriger, und es gibt höhere Erbrütungs- und Aufzuchtverluste. Dadurch sind auch die Eier und die Setzlinge teurer als bei Forellen.

Wichtigstes europäisches Erzeugerland ist gegenwärtig (Stand 2021) Island.[1]

Liste von Saiblingsarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Untergattung Baione
  • Untergattung Salvelinus

Kreuzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Saiblinge (Salvelinus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Saiblinge und Saiblingskreuzungen in der Forellenteichwirtschaft. Webseite Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Fischerei. Abgerufen am 10. Januar 2021.