Saint-Béron

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Saint-Béron
Saint-Béron (Frankreich)
Saint-Béron
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Savoie
Arrondissement Chambéry
Kanton Le Pont-de-Beauvoisin
Gemeindeverband Val Guiers
Koordinaten 45° 30′ N, 5° 44′ OKoordinaten: 45° 30′ N, 5° 44′ O
Höhe 254–573 m
Fläche 8,66 km2
Einwohner 1.645 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 190 Einw./km2
Postleitzahl 73520
INSEE-Code
Website saint-beron.org

Saint-Béron am Anfang des 20. Jahrhunderts

Saint-Béron ist eine französische Gemeinde mit 1645 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Sie gehört administrativ zum Kanton Le Pont-de-Beauvoisin im Arrondissement Chambéry und ist Mitglied im Gemeindeverband Val Guiers.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Béron liegt am Westrand des Départements auf 322 m, etwa 16 km südwestlich der Präfektur Chambéry, 75 km ostsüdöstlich der Stadt Lyon und 35 km nördlich der Stadt Grenoble (Luftlinie). Nachbargemeinden von Saint-Béron sind Domessin und La Bridoire im Norden, Attignat-Oncin und Saint-Franc im Osten, Miribel-les-Échelles (Berührungspunkt) und Voissant im Süden sowie Saint-Albin-de-Vaulserre im Westen.

Topographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fläche des 8,66 km2 großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Avant-Pays savoyard, des von sanften Erhebungen geprägten savoyischen Vorlandes zwischen dem Grenzfluss Guiers und dem Südende der Hauptantiklinalen des Jura. Am Südostrand der Gemeinde verläuft eine hier etwa 300 m aufragende Geländestufe, die das Avant-Pays savoyard vom Kalksteinmassiv der Chartreuse trennt und auf der die Gemeinde mit 573 m ihre höchste Erhebung hat. Die Geländestufe ist Teil der östlichsten Bergkette der Chartreuse und ist mehrfach von senkrecht aufragenden Felswänden durchsetzt. Am Südzipfel der Gemeinde durchstößt der Guiers diese Bergkette in der Schlucht Gorges de Chailles und bildet danach die Westgrenze der Gemeinde. Zwischen der Bergkette und dem Guiers besteht das Gemeindegebiet aus sanften Hügeln und wird größtenteils landwirtschaftlich genutzt. Waldstücke machen etwa 19 % der Fläche aus.[1]

Zu Saint-Béron gehören neben dem eigentlichen Ortskern auch mehrere, über das Gemeindegebiet verstreute Weilersiedlungen und Gehöfte, darunter Les Bonnes auf 292 m am Ufer des Guiers.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Überlandstraßenbahn durch die Gorges de Chailles

Der Ort Saint-Béron wurde im Hochmittelalter in den Jahren 1142 und 1146 erstmals als Pfarrei und Priorat urkundlich erwähnt (Ecclesia de Sancto Benigno und Prioratus Sancti Benigni). Der Name bezieht sich auf Benignus von Dijon als Patrozinium. Seit etwa derselben Zeit und über mehrere Jahrhunderte hinweg wurde gleichzeitig die Variante „Beron“ benutzt (Prioratus Sancti Beronis 1180).[2]

Mit der Eröffnung des Bahnhofs an der Bahnstrecke Saint-André-le-Gaz–Chambéry im Jahr 1884 erhielt Saint-Béron Anschluss an das regionale Eisenbahnnetz. Von 1895 bis 1936 war Saint-Béron außerdem Endpunkt einer Überlandstraßenbahn, die durch die Gorges de Chailles über Saint-Laurent-du-Pont nach Voiron führte.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Château de Saint-Béron

Das Château de Saint-Béron aus dem Jahr 1866 ist als monument historique eingeschrieben.[3] Es steht in unmittelbarer Nähe zum Ortskern von Saint-Béron.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 1.167
1968 1.176
1975 1.060
1982 1.164
1990 1.198
1999 1.220
2006 1.407
2011 1.571

Mit 1645 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014)[4] gehört Saint-Béron zu den kleineren Gemeinden des Département Savoie. Nachdem die Einwohnerzahl im 19. und 20. Jahrhundert nur geringfügig um die Marke von 1000 schwankte, setzte Mitte der 1990er Jahre eine deutliche Bevölkerungszunahme ein.[5] Die Ortsbewohner von Saint-Béron heißen auf Französisch Saint-Béronnois(es).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Béron war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf, auch heute noch betreiben einige Höfe Viehzucht und den Anbau von Feldfrüchten bei leichtem Rückgang in der Nutzfläche. Daneben gibt es heute verschiedene Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Mittlerweile hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung und der benachbarten Départements ihrer Arbeit nachgehen.[6]

Die Ortschaft liegt an der Departementsstraße D1006 und ehemaligen Nationalstraße N6, die von Le Pont-de-Beauvoisin durch die Gorges de Chailles nach Chambéry führt. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit den Nachbargemeinden im Département Isère und mit La Bridoire. Die regionale Autobahn A43 (Lyon–Chambéry) ist über einen Anschluss in 14 km Entfernung bei Belmont-Tramonet erreichbar. Im Ort befindet sich ein Bahnhof an der wenig befahrenen Bahnstrecke Saint-André-le-Gaz–Chambéry. Als Flughäfen in der Region kommen Lyon-St-Exupéry (Entfernung 69 km) und Chambéry-Savoie (27 km) in Frage.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Saint-Béron befindet sich eine Grundschule (école primaire).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saint-Béron – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daten 2006 von CORINE Land Cover, abrufbar z.B. unter www.statistiques.developpement-durable.gouv.fr.
  2. A. Gros: Dictionnaire étymologique des noms de lieu de la Savoie. Belley, Imprimerie Aimé Chaduc, 1937, S. 415 (französisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Château de Saint-Béron in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  4. Französisches Statistikinstitut (www.insee.fr)
  5. Saint-Béron – notice communale. In: cassini.ehess.fr. Abgerufen am 26. April 2015 (französisch, ab 1968 Einwohnerzahlen von INSEE).
  6. Dossier complet zu Saint-Béron. In: INSEE. Abgerufen am 26. April 2015 (französisch).