Saint-Côme-du-Mont

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Saint-Côme-du-Mont
Saint-Côme-du-Mont (Frankreich)
Saint-Côme-du-Mont
Gemeinde Carentan-les-Marais
Region Normandie
Département Manche
Arrondissement Saint-Lô
Koordinaten 49° 20′ N, 1° 16′ WKoordinaten: 49° 20′ N, 1° 16′ W
Postleitzahl 50500
ehemaliger INSEE-Code 50458
Eingemeindung 1. Januar 2016
Status commune déléguée

Kirche Saint-Côme-et-Saint-Damien

Saint-Côme-du-Mont ist eine ehemalige französische Gemeinde mit zuletzt 532 Einwohnern (Stand 2013) im Département Manche in der Region Normandie. Sie gehörte zum Arrondissement Saint-Lô und zum Kanton Carentan.

Mit Wirkung vom 1. Januar 2016 wurden die früheren Gemeinden Angoville-au-Plain, Carentan, Houesville und Saint-Côme-du-Mont zur Commune nouvelle Carentan-les-Marais zusammengelegt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Côme-du-Mont liegt im Regionalen Naturpark Marais du Cotentin et du Bessin, 3 Kilometer nördlich von Carentan, 11,2 Kilometer südwestlich von Utah Beach und 28 Kilometer nordwestlich von Saint-Lô an der N13 und der D913. Die Douve, die Sèves und die Jourdan fließen durch das Gebiet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Morgen des 8. Juni 1944, während des Zweiten Weltkriegs, versuchte das 506. Fallschirmjägerregiment der 101. US-Luftlandedivision den deutschen Kolonnen den Rückzug abzuschneiden und griff Saint-Côme-du-Mont an. Ein deutsches Fallschirmjägerregiment leistete erbitterten Widerstand. Die deutschen Truppen sprengten die Brücken, die über die Douve führten, und verließen den Ort. Nachmittags gegen 4 Uhr konnten die amerikanischen Truppen den Ort einnehmen.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das sogenannte Dead Man’s Corner-Museum (Ecke des Toten) erinnert an die schweren Kämpfe an der Kreuzung in Saint-Côme-du-Mont, bei der viele Soldaten ihr Leben ließen,[1] und zeigt authentische Ausrüstungen der Fallschirmjägereinheiten.[2]

Das Manoir de Rampan ist ein Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert. Die Stallungen stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Das Haus wurde 1995 teilweise in das Zusatzverzeichnis der Monuments historiques (historische Denkmale) eingetragen.

Die romanische Kirche Saint-Côme-et-Saint-Damien wurde nach 1944 restauriert und ist mitsamt dem sie umgebenden Friedhofe seit 1946 als Monument historique klassifiziert.[3] In der Kirche befinden sich drei Objekte, die als Monument historique klassifiziert wurden: ein Kelchvelum aus dem 18. Jahrhundert, ein Bas-Relief aus dem 12. Jahrhundert, das einen Fuchs und einen Storch darstellt, und ein achteckiges Taufbecken, das ebenfalls auf das 12. Jahrhundert datiert wird.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saint-Côme-du-Mont – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Saint-Côme-du-Mont auf Normandie44lamemoire.com (englisch) Abgerufen am 18. November 2009
  2. Dead Man’s Corner Museum (französisch) abgerufen am 18. November 2009
  3. Saint-Côme-du-Mont in der Base Mérimée (französisch) Abgerufen am 18. November 2009
  4. Saint-Côme-du-Mont in der Base Palissy (französisch) Abgerufen am 18. November 2009