Saint-Clément (Meurthe-et-Moselle)

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Saint-Clément
Wappen von Saint-Clément
Saint-Clément (Frankreich)
Saint-Clément
Region Grand Est
Département Meurthe-et-Moselle
Arrondissement Lunéville
Kanton Baccarat
Gemeindeverband Territoire de Lunéville à Baccarat
Koordinaten 48° 32′ N, 6° 36′ OKoordinaten: 48° 32′ N, 6° 36′ O
Höhe 234–324 m
Fläche 16,47 km2
Einwohner 863 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 52 Einw./km2
Postleitzahl 54950
INSEE-Code

Kirche St. Clemens

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Saint-Clément ist eine französische Gemeinde mit 863 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Grand Est. Sie gehört zum Arrondissement Lunéville und zum Gemeindeverband Territoire de Lunéville à Baccarat.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Saint-Clément liegt an der Meurthe, etwa zehn Kilometer südöstlich von Lunéville im Süden des Départements Meurthe-et-Moselle.

Das 16,47 km² große Gemeindegebiet ist zum einen durch das breite Meurthetal gekennzeichnet, das intensiv landwirtschaftlich genutzt wird. Den zweiten großen Naturraum bildet der Forêt de Mondon, der Teil eines ca. 30 km² großen, zusammenhängenden Waldgebietes ist. Das Waldgebiet liegt durchschnittlich 50 Meter über dem Meurthetal und trennt es vom Tal der Vezouze.

Nachbargemeinden von Saint-Clément sind: Laronxe, Moncel-lès-Lunéville, Thiébauménil und Bénaménil im Norden, Buriville im Osten, Chenevières und Flin im Südosten, Vathiménil im Süden sowie Fraimbois im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich hieß das Dorf Sériménil das aus wenigen Häusern und einer Kirche bestand. Nach dem Fund einer Quelle, die dem Heiligen Clemens, einem Märtyrer aus dem 1. Jahrhundert, gewidmet wurde, benannte man den Ort nach dem Heiligen um. Im Mittelalter fiel der Ort nach Ausbruch der Pest für mehrere Jahre wüst. Teile der danach neu errichteten Kirche in Saint-Clément aus dem 12. Jahrhundert sind noch heute erhalten.

1757 wurden in Saint-Clément Tonvorkommen entdeckt. Wie in der benachbarten Stadt Lunéville (Lünstadt) bereits ein Jahr zuvor, wurde 1758 von Jacques Kammer auch in Saint-Clément eine Steingutfabrik errichtet, die durch ihre Fayencen berühmt wurde und noch heute in Betrieb ist.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2016
Einwohner 757 806 779 897 876 833 876 863

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Teil der Einwohner von Saint-Clément lebt von der Landwirtschaft (insbesondere Getreideanbau, Tierhaltung), von kleinen Handwerksbetrieben oder arbeitet in der ansässigen Steingut-Manufaktur. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist der Standort des 53. Fernmelderegimentes (53e Régiment de Transmissions) im nahegelegenen Militärcamp Lasalle, hier arbeiten auch Zivilbeschäftigte aus Saint-Clément und Umgebung.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Saint-Clément führte bis zur Fertigstellung der Ortsumgehung Anfang 2009 die teilweise autobahnähnlich ausgebaute Nationalstraße 59 von Lunéville über Saint-Dié-des-Vosges ins elsässische Sélestat. Eine weitere Straße verbindet Saint-Clément mit der Gemeinde Thiébauménil am Fluss Vezouze. Der Bahnhof Saint-Clément-Laronxe liegt an der Bahnlinie Nancy–Saint-Dié-des-Vosges, die von TER Lorraine betrieben wird.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte der Gemeinde (Memento vom 5. September 2013 im Internet Archive) (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]