Saint-Connan

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Saint-Connan
Sant-Konan
Saint-Connan (Frankreich)
Saint-Connan
Region Bretagne
Département Côtes-d’Armor
Arrondissement Guingamp
Kanton Rostrenen
Gemeindeverband Kreiz-Breizh
Koordinaten 48° 25′ N, 3° 4′ WKoordinaten: 48° 25′ N, 3° 4′ W
Höhe 154–282 m
Fläche 13,54 km2
Einwohner 300 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 22 Einw./km2
Postleitzahl 22480
INSEE-Code

Saint-Connan (bretonisch: Sant-Konan) ist eine französische Gemeinde mit 300 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Côtes-d’Armor in der Bretagne. Sie gehört zum Arrondissement Guingamp und ist Mitglied des Kommunalverbandes Kreiz-Breizh.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Saint-Connan liegt etwa 20 Kilometer südlich von Guingamp und etwa 30 Kilometer südwestlich von Saint-Brieuc. Durch den Westen des Gemeindegebiets fließt der Trieux, der im Ortsteil L’Étang Neuf einen gleichnamigen Stauweiher speist.

Neben L’Étang Neuf und dem Dorf Saint-Connan, das am Étang de Saint-Connan liegt und nach dem Heiligen Connan benannt wurde, gehören zur Gemeinde auch die Ortsteile Galbouan-d’en-Haut, Coat-ar-Belléquès und Coldabry sowie zahlreiche Weiler und Einzelhöfe.

Die Landschaft um Saint-Connan ist durch Acker- und Grünlandflächen geprägt, die durch die für die Umgebung typischen Hecken voneinander getrennt sind. Abgesehen von den Hängen an steilen Flussabschnitten ist das Gebiet waldarm; lediglich im Westen hat die Gemeinde einen kleinen Anteil am etwa 150 ha umfassenden Bois de Coat Mallouen.

Nachbargemeinden von Saint-Connan sind Senven-Léhart im Norden, Saint-Gildas im Osten, Le Vieux-Bourg im Südosten, Saint-Gilles-Pligeaux im Süden sowie Kerpert im Südwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Saint-Connan entstand im frühen 12. Jahrhundert zur Zeit der Gründung der Abtei Coat Mallouen. Das Gemeindegebiet von Saint-Connan gehörte lange zu Saint-Gilles-Pligeaux, erst während der Französischen Revolution wurde eine eigenständige Gemeinde geschaffen - 1793 unter dem Namen Roc Conan, ab 1801 Saint-Connan.

Die Pfarrkirche Saint-Corentin stammt aus dem 17. Jahrhundert, der neugotische Turm wurde im späten 19. Jahrhundert umgebaut.

Im Juli 1944 war die Umgebung von Saint-Connan Schauplatz von Kämpfen der Maquis gegen die deutschen Besatzer. Die Partisanen der Résistance nahmen später an der Befreiung von Guingamp und Paimpol teil.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 530 469 400 400 331 317 301
Pfarrkirche St. Corentin

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Saint-Connan

  • Pfarrkirche Saint-Corentin in Saint-Connan (benannt nach dem Heiligen Corentin, bretonisch: Sant-Kaourintin, dem ersten Bischof von Quimper)
  • Menhir nahe dem Ortsteil Coldabry
  • Kapelle Saint-Bernard im Ortsteil L’Étang Neuf
  • Kapelle Sainte-Barbe im Ortsteil L’Étang Neuf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptwirtschaftszweig der Gemeinde ist nach wie vor die Landwirtschaft, insbesondere die Geflügelhaltung und die Milchproduktion.

Durch das Gemeindegebiet führt die Fernstraße von Guingamp über Corlay und Mûr-de-Bretagne nach Pontivy (D 767).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes des Côtes-d’Armor. Flohic Editions, Band 2, Paris 1998, ISBN 2-84234-017-5, S. 1256–1257.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saint-Connan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien