Saint-Daunès

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Saint-Daunès
Wappen von Saint-Daunès
Saint-Daunès (Frankreich)
Saint-Daunès
Gemeinde Barguelonne-en-Quercy
Region Okzitanien
Département Lot
Arrondissement Cahors
Koordinaten 44° 21′ N, 1° 14′ OKoordinaten: 44° 21′ N, 1° 14′ O
Postleitzahl 46800
Ehemaliger INSEE-Code 46263
Eingemeindung 1. Januar 2019
Status Commune déléguée

Ehemaliges Bürgermeisteramt (Mairie) von Saint-Daunès

Saint-Daunès ist eine Ortschaft und eine Commune déléguée in der französischen Gemeinde Barguelonne-en-Quercy mit 219 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Lot in der Region Okzitanien. Der Ort gehörte zum Arrondissement Cahors und zum Kanton Luzech.

Der Erlass vom 28. September 2018 legte mit Wirkung zum 1. Januar 2019 die Eingliederung von Saint-Daunès als Commune déléguée zusammen mit den früheren Gemeinden Bagat-en-Quercy und Saint-Pantaléon zur Commune nouvelle Barguelonne-en-Quercy fest. Der Verwaltungssitz befindet sich in Saint-Daunès.[1]

Die Einwohner werden Saint-Daunésiens und Saint-Daunésiennes genannt.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Daunès liegt circa 20 km südwestlich von Cahors im Gebiet Quercy Blanc der historischen Provinz Quercy am südwestlichen Rand des Départements.

Umgeben wird Saint-Daunès von zwei Nachbargemeinden und zwei Communes déléguées von Barguelonne-en-Quercy:

Bagat-en-Quercy
(Barguelonne-en-Quercy)
Nachbargemeinden Saint-Pantaléon
(Barguelonne-en-Quercy)
Montcuq-en-Quercy-Blanc Lendou-en-Quercy

Saint-Daunès liegt im Einzugsgebiet des Flusses Garonne am rechten Ufer der Petite Barguelonne, einem Nebenfluss der Barguelonne.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahlreiche Überbleibsel aus der gallorömischen Zeit, darunter von einer Villa konnten dieser Epoche zugeordnet werden.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Beginn der Aufzeichnungen stieg die Einwohnerzahl bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf einen Höchststand von rund 580. In der Folgezeit sank die Größe der Gemeinde bei kurzen Erholungsphasen bis zu den 1990er Jahren auf 200 Einwohner, bevor sie sich auf einem Niveau von rund 220 Einwohnern stabilisierte.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011 2016
Einwohner 266 254 238 234 200 205 225 211 219
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006,[5] INSEE ab 2011[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Saint-Denis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie wurde in den Jahren 1888 bis 1889 als Ersatz für die frühere Kirche aus dem Ende des 12. oder dem Beginn des 13. Jahrhunderts errichtet. Von dem ursprünglichen Bau blieb ein Teil der Seitenwände des Langhauses erhalten. Am Eingang befinden sich beachtenswerte Motive auf den Kapitellen, die möglicherweise Jagdszenen darstellen. Die Glasfenster sind vom Glasmaler Gustave Pierre Dagrant aus Bordeaux signiert und auf das Jahr 1889 datiert. Ein Dachreiter ragt auf dem Dach empor. Er besitzt die Form von Arkaden mit zwei Öffnungen für die Glocken. Die Decke des Kirchenschiffs ist mit einem falschen Kreuzrippengewölbe versehen. Zwei Statuen aus dem 18. Jahrhundert sind seit dem 14. Juni 1982 als Monument historique eingeschrieben. Sie sind aus Holz polychrom bemalt und sind Darstellungen des Ludwig des Heiligen und Jakobus des Älteren. Ebenso sind zwei Ölgemälde aus dem 17. und dem späten 19. Jahrhundert seit dem 20. Oktober 1980 jeweils als Monument historique eingeschrieben. Sie zeigen die Heilige Familie bzw. die Kreuzigungsszene.[4][7][8][9][10][11][12]

Schloss Haumont[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach C. Didon (1996) besitzt der Keller des Schlosses ein Gewölbe, das auf das 16. Jahrhundert datiert werden kann. Das Gebäude erscheint zu einem großen Teil im 17. Jahrhundert neu gebaut worden zu sein, wie an der Jahreszahl „1666“ abgeleitet werden kann, die auf einem bildhauerisch bearbeiteten Stein über dem Eingang des Wohntrakts zu sehen ist. Auf diesem Stein ist außerdem ein nicht identifizierbares Wappen zu erkennen. Die Schlosskapelle ist in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wiederhergestellt worden, wie eine Inschrift über dem Eingang belegt.[13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saint-Daunès – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RECUEIL DES ACTES ADMINISTRATIFS SPÉCIAL N°46-2018-089 (fr, PDF) Département Lot. S. 8–10. 27. Dezember 2018. Abgerufen am 22. April 2019.
  2. Lot (fr) habitants.fr. Abgerufen am 22. April 2019.
  3. Ma commune : Barguelonne-en-Quercy (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 22. April 2019.
  4. a b Saint-Daunès, Au cœur d’une vallée souriante (fr) Tourismusbüro des Quercy Blanc. Abgerufen am 23. April 2019.
  5. Notice Communale Saint-Daunès (fr) EHESS. Abgerufen am 22. April 2019.
  6. Populations légales 2016 Commune de Saint-Daunès (46263) (fr) INSEE. Abgerufen am 22. April 2019.
  7. Saint-Daunès (fr) Gemeindeverband Communauté de communes du Quercy Blanc. Abgerufen am 22. April 2019.
  8. Gilles Séraphin, Maurice Scellès: église paroissiale Saint-Denis (fr) Départementrat Lot. 3. Oktober 2013. Abgerufen am 23. April 2019.
  9. statue : Saint Louis (fr) Französisches Kultusministerium. 10. April 2018. Abgerufen am 22. April 2019.
  10. statue : Saint Jacques de Compostelle (fr) Französisches Kultusministerium. 10. April 2018. Abgerufen am 22. April 2019.
  11. tableau : Crucifixion (fr) Französisches Kultusministerium. 10. April 2018. Abgerufen am 22. April 2019.
  12. tableau : Sainte Famille (fr) Französisches Kultusministerium. 10. April 2018. Abgerufen am 22. April 2019.
  13. Gilles Séraphin, Maurice Scellès: château (fr) Départementrat Lot. 3. Oktober 2013. Abgerufen am 23. April 2019.