Saint-Marc-la-Lande

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Saint-Marc-la-Lande
Saint-Marc-la-Lande (Frankreich)
Saint-Marc-la-Lande
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Deux-Sèvres
Arrondissement Parthenay
Kanton La Gâtine
Gemeindeverband Val de Gâtine
Koordinaten 46° 31′ N, 0° 23′ WKoordinaten: 46° 31′ N, 0° 23′ W
Höhe 120–217 m
Fläche 10,22 km2
Einwohner 358 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 35 Einw./km2
Postleitzahl 79310
INSEE-Code
Website Saint-Marc-la-Lande

Saint-Marc-la-Lande – Kollegiatkirche

Saint-Marc-la-Lande ist ein Ort und eine westfranzösische Gemeinde mit 358 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Deux-Sèvres in der Region Nouvelle-Aquitaine.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Saint-Marc-la-Lande liegt in einer Höhe von 170 m ü. d. M. unweit des Flüsschens Autise, welches die nördliche Gemeindegrenze bildet, etwa 67 km westlich von Poitiers. Der Hauptort des Arrondissements, Parthenay, befindet sich etwa 20 km in nordöstlicher Richtung entfernt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2013
Einwohner 348 519 553 390 316 356

Der Bevölkerungsrückgang im 20. Jahrhundert ist im Wesentlichen auf den Verlust an Arbeitsplätzen infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft zurückzuführen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Saint-Marc-la-Lande diente lange Zeit dem Antoniter-Hospital und den ausschließlich landwirtschaftlich orientierten Weilern (hameaux) und Einzelgehöften in der Umgebung als kleines Handwerks-, Handels- und Dienstleistungszentrum.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nachweisliche Geschichte des Ortes beginnt mit der Ankunft von Mönchen des Antoniter-Ordens um das Jahr 1260, die sich der Armen- und Krankenpflege (siehe auch Antoniusfeuer) widmeten und hier, an einer Nebenstrecke des Jakobswegs, ein (Pilger-)Hospital erbauten. Um das Jahr 1500 entstand die spätgotische Kollegiatkirche und im 17. Jahrhundert der mehrgeschossige Neubau der Commanderie.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hauptattraktion des Ortes ist die dem Evangelisten Markus geweihte Kollegiatkirche; sie entstammt der Zeit um 1500 und ist vom Stil der Spätgotik geprägt. Die Fassade wird seitlich von zwei reichgegliederten Strebepfeilern mit leeren Figurennischen stabilisiert, wobei der linke deutlich stärker dimensioniert ist und gleichzeitig als Treppenaufgang dient. Die Mitte wird von einem großen Blendbogen bestimmt, in welchem sich die zweigeteilte Portalzone und die jeweils darüber angeordneten und nochmals unterteilten Fenster befinden. Die ihres figürlichen Schmuckes beraubten Archivolten enden nach außen in einem stickereiartig wirkenden Lambrequinbogen. In den Zwickeln oberhalb des Bogens befinden sich zwei Wappen; vor dem Giebelfeld mit einem kleinen Triskele-Fenster verläuft ein Laufgang. Der Kirchenbau ist bereits seit dem Jahr 1889 als Monument historique klassifiziert.[1]
  • Unmittelbar neben der Kirche steht das dreigeschossige und – mit Ausnahme des Portals – vollkommen schmucklose ehemalige Hospital- und Verwaltungsgebäude (Commanderie) des Antoniter-Ordens, das im Jahr 1929 als Monument historique eingestuft wurde.[2] Es dient heute als Kultur- und Begegnungszentrum.
  • Hinter dem Hospital befinden sich ein Obstbaumgarten mit über 100 Apfel- und Birnensorten und eine separate Anlage mit Medizinalpflanzen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saint-Marc-la-Lande – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Église, Saint-Marc-la-Lande in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. Ancienne Commanderie de Saint-Antoine, Saint-Marc-la-Lande in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)