Saint-Maur-des-Fossés

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Saint-Maur-des-Fossés
Wappen von Saint-Maur-des-Fossés
Saint-Maur-des-Fossés (Frankreich)
Saint-Maur-des-Fossés
Staat Frankreich
Region Île-de-France
Département (Nr.) Val-de-Marne (94)
Arrondissement Nogent-sur-Marne
Kanton Saint-Maur-des-Fossés-1, Saint-Maur-des-Fossés-2
Gemeindeverband Métropole du Grand Paris und
Paris Est Marne et Bois
Koordinaten 48° 48′ N, 2° 30′ OKoordinaten: 48° 48′ N, 2° 30′ O
Höhe 32–53 m
Fläche 11,23 km²
Einwohner 75.298 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 6.705 Einw./km²
Postleitzahl 94100, 94210
INSEE-Code
Website https://www.saint-maur.com/

Kirche Saint-Nicolas

Saint-Maur-des-Fossés ist eine französische Stadt im Département Val-de-Marne der Region Île-de-France mit 75.298 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018). Die Einwohner werden Saint-Mauriens genannt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Maur-des-Fossés liegt südöstlich von Paris an der Marne und wird fast vollständig von einer Schleife dieses Flusses eingefasst.

Die Stadt ist in acht Bezirke eingeteilt:

  • le Vieux Saint-Maur
  • Saint-Maur – Créteil
  • le Parc Saint-Maur
  • Adamville
  • Champignol
  • La Varenne Saint-Hilaire
  • Les Mûriers
  • La Pie
Die acht Stadtquartiere von Saint-Maur

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkunde König Heinrichs I. vom 12. Juli 1058 (?) für das Kloster Saint-Maur-des-Fossés. Paris, Archives Nationales, Nr. 101

Saint-Maur entstand um ein 639 gegründetes Kloster, das zunächst den Namen Saint-Pierre du Fossé trug. Die erste bisher entdeckte urkundliche Erwähnung findet sich in einer Schenkungsurkunde König Pippins für das nahe Kloster St. Denis.[1] 771 bestätigte König Karl dem Kloster seine Immunität[2] und 816 gewährte Kaiser Ludwig der Fromme dem Kloster Immunität und Königsschutz.[3] 868 erhielt die Abtei Reliquien des Heiligen Maurus. Im Vertrag von Meerssen 870 gehörte Fossé(s) zu den Klöstern, die dem neuen Reich Karls des Kahlen zugeteilt wurden.[4] Ein angebliches Wunder im 12. Jahrhundert und eine damit aufkommende Wallfahrt veranlasste die Mönche, dem Kloster den Namen zu geben, den die Stadt noch heute trägt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Monuments historiques in Saint-Maur-des-Fossés

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Maur ist durch die folgenden Stationen der Linie RER A an das Nahverkehrsnetz im Großraum Paris angeschlossen:

  • Saint-Maur Créteil
  • Le parc de Saint-Maur
  • Champigny
  • La Varenne Chennevières

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Saint-Maur existieren einige kleinere Unternehmen, besonders im Süden der Stadt. Die wichtigsten Unternehmen, die sich in Saint-Maur angesiedelt haben, sind: RATP (Verkehr), Essilor (Augenoptik) und Septodont (Dentale Produktinnovation).

Finanzielle Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Maur ist eine der höchstverschuldeten Städte in Frankreich. Die Schulden betrugen im Jahr 2010 ca. 248,25 Millionen Euro. Diese bestehen zu 89 % aus strukturierten Anleihen. Aus den aufgenommenen Krediten resultieren hohe Zinsen, die die Stadt aufbringen muss.

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus Saint-Maur-des-Fossés

Saint-Maur-des-Fossés ist die französische Partnerstadt von:[5]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigsten Sportvereine in Saint-Maur sind:

In Saint-Maur gibt es noch viele weitere Vereine, besonders im Bereich des Kampfsportes. Außerdem gibt es zahlreiche Angebote in den Bereichen Gymnastik, Schwimmen, Pferdesport etc. Darüber hinaus verfügt Saint-Maur über einen Skate-Park.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Val-de-Marne. 2. Auflage. Flohic Editions, Charenton-le-Pont 1994, ISBN 2-908958-94-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Saint-Maur-des-Fossés – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Regesta Imperii I., 110
  2. Regesta Imperii I., 140
  3. Regesta Imperii I., 617
  4. Regesta Imperii 1480
  5. Website der Stadt – Découvrez Saint-Maur, abgerufen am 9. Juni 2020