Saint-Max

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Saint-Max
Wappen von Saint-Max
Saint-Max (Frankreich)
Saint-Max
Region Lothringen
Département Meurthe-et-Moselle
Arrondissement Nancy
Kanton Saint-Max
Gemeindeverband Grand Nancy.
Koordinaten 48° 42′ N, 6° 12′ O48.7011111111116.2066666666667202Koordinaten: 48° 42′ N, 6° 12′ O
Höhe 193–342 m
Fläche 1,85 km²
Einwohner 9.707 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 5.247 Einw./km²
Postleitzahl 54130
INSEE-Code
Website http://www.saint-max.fr/

Schloss und Brücke Pont d'Essey über die Meurthe

Saint-Max ist eine französische Gemeinde mit 9707 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Lothringen. Die Stadt hat eine Fläche von 185 Hektar und ist Hauptort des gleichnamigen Kantons.

Geografie[Bearbeiten]

Saint-Max liegt in Höhe des 48. Breitengrads am östlichen, Nancy gegenüberliegenden Ufer der Meurthe. Es erstreckt sich bis zu den Südhängen des Plateau de Sainte-Geneviève und des Plateau de Malzéville in einer Höhenlage zwischen 193 und 342 Meter. Über zwei Brücken ist der Ort mit Nancy verbunden. Weitere umliegende Gemeinden sind (im Uhrzeigersinn) Malzéville, Dommartemont, Essey-lès-Nancy und Tomblaine.

Die den Ort durchziehenden Wasserläufe sind unterirdisch kanalisiert.

Name[Bearbeiten]

Saint-Max wurde erstmals 1263 unter dem Namen Saint-Mard erwähnt. "Mard" ist eine Verfremdung des Namens Médard (lateinisch: Medardus) eines heiliggesprochenen Bischofs, der im 5. und 6. Jahrhundert in Nordfrankreich lebte.

Der aktuelle Name ist erstmals 1772 belegt. Dazwischen existierten die Bezeichnungen Saint-Marc (15. Jahrhundert), Sainct-May, Sainct-Marc, Sainct-Mach und Saint-Maix (16. Jahrhundert) sowie Saint-Mâ (17. Jahrhundert). Während der Französischen Revolution wurde der Namensteil "Saint" (deutsch: "Sankt") unterdrückt und der Ort zu Mâ-la-Montagne bzw. Mex-la-Montagne.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort entstand im Umfeld eines kleinen, wahrscheinlich befestigten, religiösen Gebäudes. Dessen erhaltener Turm ist der Kirchturm der heutigen Kirche Saint-Médard.[1] Aus dem Jahr 1263, in der Regierungszeit des Herzogs Friedrich III. von Oberlothringen, stammt seine erste schriftliche Erwähnung.

Im 16. Jahrhundert war der Ort wegen seines Weins bekannt. 1870 wird er noch als kleines Dorf beschrieben, dessen Häuser vorwiegend um die Kirche gruppiert waren. Lediglich an der Brücke nach Essey existierten ein paar weitere Gebäude.

Der Vertrag von Frankfurt, der 1871 Teile von Lothringen dem Deutschen Reich zuschlug, führte zu einem Bevölkerungszustrom in dessen französisch gebliebenes Gebiet. Vom starken Wachstum von Nancy profitierten die umgliegenden Gemeinden, aus den Dörfern wurden Vorstädte. 1866 zählte Saint-Max noch 430 Einwohner, deren Zahl wuchs bis 1911 auf annähernd 3000 an.[1] Die Ansiedlung von Industriebetrieben in den unteren Quartieren von Nancy, entlang der Bahnstrecke Paris–Strasbourg und des Canal de la Marne au Rhin, beeinflussten die Bevölkerungsentwicklung ebenfalls.

Um die Kirche Saint-Livier aus dem Jahr 1883 und die neugeschaffene Hauptstraße Rue Carnot entstand ein Viertel, das zum neuen Zentrum des Orts wurde.[1] 1881 erreichte die Pferdebahn aus Nancy die Gemeindegrenze an der Brücke Pont d'Essey über die Meurthe. 1903 wurde eine Strecke der elektrischen Straßenbahn entlang der Av. Carnot in Richtung Essey genehmigt, die vermutlich vor 1908 in Betrieb ging. Am 2. Dezember 1958 wurde diese Linie als letzte der Straßenbahn Nancy eingestellt, 1983 wurde stattdessen eine Oberleitungsbuslinie eingerichtet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Auch während der Weltkriege und in der Zwischenkriegszeit wuchs die Bevölkerung stetig. Nach dem Zweiten Weltkrieg förderten die Regierungen den Bau von Wohnhäusern, dadurch entstanden neue Straßen und Viertel. Nahezu das gesamte Gemeindegebiet ist mittlerweile bebaut. 1968 war mit 12489 Einwohnern das Bevölkerungsmaximum erreicht, seitdem ging die Einwohnerzahl wieder zurück.

Jahr 1793 1861 1881 1901 1921 1936 1946 1954 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2010
Einwohner 200 380 1427 2058 3427 4996 5380 6660 8521 12489 12463 11656 11075 10939 10050 9930

Verkehr[Bearbeiten]

Avenue Carnot mit TVR-Trolleybus am Beginn der Spurführung

Hauptachse ist die von Nancy nach Essey-lès-Nancy führende Avenue Carnot bzw. Départementsstraße 2074. Sie beginnt an der Brücke über die Meurthe und führt geradlinig in nordöstlicher Richtung nach Essey. Auf ihrer ganzen Länge verkehren Oberleitungsbusse der Linie 1 des Tramway de Nancy, vom Einfädelungsbereich der Spurführung am westlichen Ortsrand abgesehen vom Fahrer gelenkt im Straßenraum. Die Linie hat in der Gemeinde drei Haltestellen.

Parallel zum Fluss verläuft am westlichen Ortsrand mit der Rue Alexandre 1er die Départementsstraße 32A, nördlich der Avenue Carnot die Départementsstraße 33A. Der nächste Bahnhof ist der etwa drei Kilometer entfernte Bahnhof Nancy, der mit dem Tramway umsteigefrei zu erreichen ist.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Website der Stadt Saint-Max (französisch), abgerufen am 24. November 2013