Saint-Rémy-de-Provence

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Saint-Rémy-de-Provence
Wappen von Saint-Rémy-de-Provence
Saint-Rémy-de-Provence (Frankreich)
Saint-Rémy-de-Provence
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Bouches-du-Rhône
Arrondissement Arles
Kanton Salon-de-Provence-1
Gemeindeverband Vallée des Baux-Alpilles
Koordinaten 43° 47′ N, 4° 50′ OKoordinaten: 43° 47′ N, 4° 50′ O
Höhe 7–392 m
Fläche 89,09 km2
Einwohner 9.612 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 108 Einw./km2
Postleitzahl 13210
INSEE-Code
Website www.mairie-saintremydeprovence.fr

Rathausplatz in Saint-Rémy

Saint-Rémy-de-Provence ist eine französische Gemeinde mit 9612 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Bouches-du-Rhône in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Sie gehört zum Arrondissement Arles und ist Hauptort des gleichnamigen Kantons.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die südfranzösische Stadt liegt an der Bergkette der Alpilles, etwa zehn Kilometer nördlich von Les Baux-de-Provence zwischen Avignon (20 km nördlich), Cavaillon (19 km östlich), Arles (25 km südwestlich) und Tarascon (13 km westlich). Das Gemeindegebiet gehört zum Regionalen Naturpark Alpilles.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den am 8. Juli 1641 geschlossenen Vertrag von Péronne, der jede französische Einmischung in Regierung oder Justiz Monacos untersagt, wurde Saint Remy der Familie Grimaldi übergeben, um dem Fürsten von Monaco dafür zu danken, dass er die Spanier aus der Region vertrieben hatte. Als Ausgleich für daraufhin in Spanien konfiszierte Gebiete erhielten die Grimaldi vier Lehen in Frankreich, darunter auch Saint Remy und Les Baux.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2016
Einwohner 7582 8044 7923 8402 9340 9806 10.203 9612
Quellen: Cassini und INSEE

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappenbeschreibung: In Gold vier rote Pfähle unter blauem Schildhaupt, darin drei balkenweis gestellte goldene Lilien.

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1997 besteht eine Gemeindepartnerschaft mit der italienischen Gemeinde Bientina in der Toskana.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nostradamus (1503–1566), Apotheker und Arzt, wurde in Saint-Rémy-de-Provence geboren.
  • Vincent van Gogh (1853–1890), holländischer Maler, wurde in den Jahren 1889/90 in der Psychiatrischen Klinik des örtlichen Klosters Saint-Paul-de-Mausole behandelt. In diesem Zeitraum entstanden eine Reihe von Gemälden, darunter die berühmte Sternennacht. Weitere Gemälde wie etwa Der Irrenhausgarten in Saint-Rémy stellen das Sanatorium dar, in dem Vincent van Gogh lebte.
  • Marie Mauron (1896–1986), französische Autorin und Verfasserin zahlreicher Romane und Schriften über das kulturelle Erbe der Provence, lebte und arbeitete in ihrem Mas d’Angirany in Saint-Rémy-de-Provence.
  • Alice Miller (1923–2010), schweizerische Autorin und Kindheitsforscherin, verbrachte ihre letzten Lebensjahre in Saint-Rémy-de-Provence.
  • Marco Richterich (1929–1997), schweizerischer Kunstmaler, lebte und arbeitete ab 1952 in Saint-Rémy.
  • Pierre Bergé (1930–2017), französischer Unternehmer und Mäzen, lebte und starb in Saint-Rémy.
  • Caroline von Hannover (* 1957), Prinzessin von Monaco, lebt mit ihren Kindern in Saint-Rémy.
Triumphbogen der zerstörten römischen Stadt Glanum mit danebenstehendem Juliermausoleum
Nostradamusbrunnen
Sternennacht von Vincent van Gogh, gemalt 1889 in Saint-Rémy

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saint-Rémy-de-Provence – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. La France et Monaco. Hinweis des Außenministeriums von Frankreich, abgerufen am 25. November 2012 (französisch).