Saint-Ulrich

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Saint-Ulrich
Wappen von Saint-Ulrich
Saint-Ulrich (Frankreich)
Saint-Ulrich
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Altkirch
Kanton Hirsingue
Gemeindeverband Vallée de la Largue.
Koordinaten 47° 36′ N, 7° 7′ O47.5955555555567.1194444444444339Koordinaten: 47° 36′ N, 7° 7′ O
Höhe 322–390 m
Fläche 3,85 km²
Einwohner 307 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 80 Einw./km²
Postleitzahl 68210
INSEE-Code
Website http://www.saint-ulrich.fr/

Rathaus- und Schulgebäude

Saint-Ulrich ist eine französische Gemeinde mit 307 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Kanton Hirsingue und zum Kommunalverband Vallée de la Largue.

Geografie[Bearbeiten]

Saint-Ulrich liegt im Sundgau, 3 Kilometer östlich der Grenze zum Département Territoire de Belfort, im Tal der Largue, 21 Kilometer südöstlich von Belfort, etwa 10 Kilometer nordwestlich des Kantonshauptorts Hirsingue und 5 Kilometer südlich von Dannemarie. Das Gemeindegebiet grenzt an das Gebiet der Nachbargemeinden Altenach im Norden, Suarce im Südwesten, Mertzen und Strueth im Süden, Fulleren im Osten und Ballersdorf im Nordosten.[1] Auf dem Gemeindegebiet befinden sich mehrere Teiche.

Wappen[Bearbeiten]

Das Gemeindewappen zeigt auf rotem Grund eine silberne bischöfliche Mitra, die mit Gold verziert ist. Sie liegt diagonal (en bande) auf einem goldenen Krummstab, der an der anderen Ecke (en barre) diagonal ausgerichtet ist. Das Wappen ehrt Ulrich von Augsburg (890-973), den Schutzpatron der Priorei Saint-Ulrich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 218 219 219 222 262 279 306

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche Saint-Ulrich

Die Priorei Saint-Ulrich wurde 1100 von einem Graf von Pfirt für die Kanoniker des Augustinerordens gegründet. Sie wurde während des Deutschen Bauernkriegs (1524-1526) zerstört und verlassen. Die Kirche der Priorei wurde zur Pfarrkirche umfunktioniert. Erhalten geblieben ist der gotische Chor, der aus dem 14. Jahrhundert stammt. Die seitlichen Altäre der Kirche sind im Stil des Barock gehalten. Südlich der Kirche steht das ehemalige Wohngebäude des Priors aus dem 15. oder 16. Jahrhundert. Es wurde in einen Bauernhof umfunktioniert. Seit 1802 gehört Saint-Ulrich zur Pfarrei Mertzen, die früher einmal zur Priorei Saint-Ulrich gehört hatte.[2]

Die alte Eiche im Ortskern wurde 1792 gepflanzt und gilt als „Freiheitsbaum“.

Die Kappala ist eine kleine Kapelle, die Maria geweiht ist. Sie steht an der Grenze zu Mertzen. Sie wurde von einem Einwohner Saint-Ulrichs errichtet, der 1812 während des Russlandfeldzugs in Gefangenschaft geraten war. Er erbaute sie als Dank für seine Rückkehr.

Der Buhlberg ist ein Hügelgrab, das wie ein Kegel geformt ist.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wichtige Erwerbszweige in Saint-Ulrich sind Ackerbau, Aquakultur und die Zucht von Hausrindern.[3]

In St. Ulrich geboren[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saint-Ulrich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Saint-Ulrich auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 8. Februar 2010
  2. Saint-Ulrich in der Base Mérimée (französisch) Abgerufen am 8. Februar 2010
  3. http://www.quid.fr/communes.html?mode=detail&id=805&req=Saint-U&style=fiche Saint-Ulrich auf quid.fr (französisch) Abgerufen am 8. Februar 2010, seit dem 25. März 2010 nicht mehr abrufbar.