Sainte-Eulalie-d’Olt

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Sainte-Eulalie-d’Olt
Sainte-Eulalie-d’Olt (Frankreich)
Sainte-Eulalie-d’Olt
Region Midi-Pyrénées
Département Aveyron
Arrondissement Rodez
Kanton Saint-Geniez-d’Olt
Gemeindeverband Pays d’Olt et d’Aubrac.
Koordinaten 44° 28′ N, 2° 57′ O44.4652777777782.9461111111111465Koordinaten: 44° 28′ N, 2° 57′ O
Höhe 440–876 m
Fläche 17,48 km²
Einwohner 369 (1. Jan. 2012)
Bevölkerungsdichte 21 Einw./km²
Postleitzahl 12130
INSEE-Code

Sainte-Eulalie-d’Olt am Lot

Sainte-Eulalie-d’Olt ist eine französische Gemeinde des Départements Aveyron in der Region Midi-Pyrénées. Administrativ ist sie dem Kanton Saint-Geniez-d’Olt und dem Arrondissement Rodez zugeteilt.

Das Dorf ist als eines der Plus beaux villages de France (Schönste Dörfer Frankreichs) klassifiziert.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Der Ort mit 369 Einwohnern (Stand 1. Januar 2012) liegt im Zentralmassiv am Fuße des Monts d’Aubrac im Tal des Lot 32 Kilometer nordöstlich von Rodez sowie 120 Kilometer nord-nordwestlich von Montpellier und wird von der Département-Straße D988 bedient.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ab dem 11. und 12. Jahrhundert konzentrisch um eine Burg gewachsene mittelalterliche Stadt wird im Jahre 1383 als Sancta Eulalia Rippe Oltis erwähnt[2]. Eulalia von Mérida, die in Frankreich seit dem 9. Jahrhundert in der so genannten Eulalia-Sequenz besungen wird, ist somit die Schutzheilige des Ortes[3]. Olt (genauer Òlt) ist die okzitanische Bezeichnung für den Fluss Lot und Rippe ist vermutlich mit „Ufer“ zu übersetzen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2009
Einwohner 414 385 359 310 325 355

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

„Lauzedach“
  • Die Burg Château de Sainte-Eulalie-d’Olt ist in der heutigen Form aus dem 15. Jahrhundert und seit 1976 ein französisches Kulturdenkmal[6].
  • Die Mühle aus dem Jahre 1676 ist die einzige erhalten gebliebene Vertikalmühle im Département Aveyron. Sie wurde für die Gewinnung von Walnussöl und später zur Herstellung von Tanninpulver zum Gerben von Leder eingesetzt[7]. Die Anlage wurde von der Familie Alexendre aufgekauft und dann restauriert. Heute kann man mit ihr Korn zu Mehl mahlen[4].
  • Zahlreiche herrschaftliche Häuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die mit „Lauzedächern“ (Dächer mit Schieferplättchen) überdeckt sind.[4]
  • Das Ufer der Lot, der vor Ort ziemlich „wild“ ist.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sainte-Eulalie-d’Olt auf Les plus Beaux Villages de France (französisch)
  2. Ernest Nègre: Toponymie générale de la France, Bd. 3, S. 1642. Librairie Droz, Genève, 1998.
  3. Roger Berger und Annette Brasseur: Les séquences de Sainte Eulalie, S. 37. Librairie Droz, Genève, 2004.
  4. a b c d Dominique Auzias: Le Petit Futé Aveyron, S. 222. Petit Futé, Ligugé, 2011.
  5. Eintrag Nr. PA00094149 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  6. Eintrag Nr. PA00094148 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  7. Jean-Pierre Henri Azéma: Moulins du cuir et de la peau – Moulins à tan et à chamoiser en France, XIIe-XXe siècle. Éditions Créer, 2004.