Salim Javaid

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Salim Javaid (2018)

Salim Javaid (* 1991 in Sokolov) ist ein tschechischer Saxophonist (Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon) der Neuen Improvisationsmusik, der Neuen Musik und des Free Jazz.

Javaid stammt aus einer tschechisch-pakistanischen Familie und wuchs in Soest auf. Während seiner Grundschulzeit lernte er Blockflöte, bevor er zum Altsaxophon als Hauptinstrument wechselte. Während seiner Jugend spielte er in verschiedenen Kontexten vom klassischen Saxophonensemble über Rock 'n' Roll Bands hin zu Big Bands, Jazzbands und experimentellen Ensembles im Bereich des Free Jazz mit Einflüssen aus Rock und Metal.

Javaid absolvierte sein Bachelor-[1] und Masterstudium in Jazz-Saxophon an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Roger Hanschel und Frank Gratkowski ab und begann im Anschluss daran, klassisches Saxophon bei Sebastian Pottmeier ebendort, sowie im Master Instrumentalausbildung Neue Musik bei Barbara Maurer an der Folkwang Universität der Künste in Essen zu studieren. Zusätzlich erhielt er während seines Studiums an der Kölner Musikhochschule Unterricht in zeitgenössischer Kammermusik bei Paulo Alvares und David Smeyers sowie Kompositionsunterricht Siegfried Koepf.

Er war Mitglied des Landesjugend-Jazzorchesters NRW[2], gewann 2015 den Europäischen Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis,[3] 2017 den International Jazz Competition Getxo und 2018 den Biberacher Jazzpreis[4]. Er spielte bereits mit Carl Ludwig Hübsch, Frank Gratkowski, Hayden Chisholm, Marlies Debacker, Philip Zoubek, Etienne Nillesen, Sofia Jernberg, Sebastian Gramss, Matthias Schubert, Wolter Wierbos, Niels Klein, und vielen weiteren.

Javaids Schaffen erstreckt sich vom Interpretieren von Werken Neuer Musik, über das freie Improvisieren bis hin zu Free Jazz. In seinen Improvisationen nutzt Javaid eine breit gefächerte Klangpalette die sich unter anderem aus Extended technique, Jazz- und klassischer Saxophontechnik/Spielhaltung sowie Klängen des präparierten Saxophons zusammensetzt.

Er konzertiert Solo, in ad hoc Besetzungen und ist des Weiteren festes Mitglied des Trio Abstrakt, Multiple Joy(ce) Orchestra, des Art Blau Ensemble, des Trios "Debacker/Hübsch/Javaid" sowie des Free-Jazz Quartetts UCHRONIA. Konzertreisen führten ihn bereits nach England, China, Tschechien, Polen, die Niederlande, Belgien, Frankreich, Spanien und Österreich.

Er ist Mitglied von "IMPAKT, dem jungen Kölner Kollektiv für aktuelle Musik"[5] und außerdem Kurator der "Plattform Nicht Dokumentierbarer Ereignisse"[6] – einer seit über 15 Jahren von Carl Ludwig Hübsch geführten Konzertreihe für experimentelle Musik in Köln im Atelier der Künstler Ulrike Geitel und Ulrich Dürrenfeld.

Sein Schaffen erstreckt sich vom Interpretieren von Werken Neuer Musik, über das freie Improvisieren bis hin zu Free Jazz. In seinen Improvisationen nutzt Javaid eine breit gefächerte Klangpalette die sich unter anderem aus Extended technique, Jazz- und klassischer Saxophontechnik/Spielhaltung sowie Klängen des präparierten Saxophons zusammensetzt.

Diskographische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Daniel Sebastian Scholz Big Band: DDSSBB (Quadratisch Rekords, 2015)
  • Phantom Architect (Tiefton, 2016, mit Jo Beyer, Axel Zajac)
  • Malstrom + Florian Weber (Tiefton, 2017, mit Jo Beyer, Axel Zajac)
  • MALSTROM LIVE AT INTERNATIONAL GETXO JAZZ FESTIVAL (2017)
  • UCHRONIA (IMPAKT release, 2017, mit Marlies Debacker, Dominik Mahnig und Stefan Schönegg)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salim Javaid (im Konzert mit Sofia Jernberg und Philippe Micol im Atelier Dürrenfeld/Geitel Köln 2018)
Commons: Salim Javaid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.loftkoeln.de. Abgerufen am 10. März 2019.
  2. Drei Soester grooven beim JJO-Jubiläum mit. 6. Mai 2015, abgerufen am 10. März 2019.
  3. Metal-Jazz-Trio gewinnt den Nachwuchspreis der Jazzwoche
  4. Bernd Guido Weber: Mitreißender Nu Jazz und zarte Balladen. Abgerufen am 10. März 2019.
  5. IMPAKT – Improvisation & aktuelle Musik Köln. Abgerufen am 10. März 2019 (deutsch).
  6. Platform. Abgerufen am 10. März 2019.