Salindres

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Salindres
Wappen von Salindres
Salindres (Frankreich)
Salindres
Region Okzitanien
Département Gard
Arrondissement Alès
Kanton Alès-2
Gemeindeverband Alès Agglomération
Koordinaten 44° 10′ N, 4° 9′ OKoordinaten: 44° 10′ N, 4° 9′ O
Höhe 148–241 m
Fläche 11,53 km2
Einwohner 3.406 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 295 Einw./km2
Postleitzahl 30340
INSEE-Code
Website http://www.ville-salindres.fr/

Rathaus von Salindres

Salindres ist eine französische Gemeinde im Département Gard in der Region Okzitanien. Sie gehört zum Arrondissement Alès und ist Teil des Kantons Alès-2.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Fluss Avène in den Cevennen. Umgeben wird Salindres von den Nachbargemeinden Rousson im Norden, Servas im Osten und Südosten, Mons im Süden sowie Saint-Privat-des-Vieux im Westen und Südwesten.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat 3406 Einwohner (Stand: 1. Januar 2016).

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1911[1] 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011
Einwohner 2800 3.889 3.845 3.666 3.459 3.213 3.055 3.056 3.145

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arbeitersiedlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1912 wurde die Gesellschaft Société française des maisons et constructions moulées gegründet[2], um aus einem Stück gegossene Beton-Fertighäuser zu errichten. Sie verwendete dabei einen Flüssigbeton, den Thomas Alva Edison für diesen Zweck entwickelt hatte. Aufgrund der hohen Kosten für die Gussformen rentierte sich das nur, wenn mindestens 50 Häuser zugleich errichtet wurden.[3] In Salindres, wo eine Arbeitersiedlung für ein Aluminiumwerk errichtet werden sollte, bot sich erstmals die Gelegenheit dazu. Hier wurde 1912–1914 ein geschlossenes Viertel (heute: Quatier des maisons moulées) mit 56 einzelnen Häusern gegossen.[4] Dabei wurden vier verschiedene Typen verwendet, überwiegend kostengünstige, zweigeschossige Doppelhäuser mit je vier oder fünf Wohnungen. Die 18 eingeschossigen Häuser enthalten dagegen je eine größere Wohnung mit fünf Zimmern.[5] Es handelt sich um die Häuser in dem Straßengitter Rue Jean-Baptiste Dumas, Rue Adrien Badin, Rue Sainte Claire Deville und Rue Pasteur mit den querenden Straßen Rue du 19 Mars 1962, Rue de Verdun und Rue de la Marne.[6] Hier entstand die weltweit erste geschlossene Siedlung aus gegossenen Betonhäusern.

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Saint-André
  • Bécamel-Turm, errichtet 1143 durch den Templerorden

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der rumänischen Gemeinde Lipova besteht seit 1990 eine Partnerschaft.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ferdinand Werner: Der lange Weg zum neuen Bauen. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2016. ISBN 978-3-88462-372-5
    • Band 1: Beton: 43 Männer erfinden die Zukunft.
    • Band 2: Zement und Kunststein. Der Siegeszug der Phantasie.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Salindres – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Werner, S. 246.
  2. Werner, S. 243.
  3. Werner, S. 246.
  4. Werner, S. 246.
  5. Werner, S. 248 und Anm. 751.
  6. Werner, S. 246.