Salomo Sachs

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Salomo Sachs (hebr. זקס שְׁלֹמֹה Šəlomoh Sachs) (* 22. Dezember 1772 in Berlin; † 14. Mai 1855 ebenda) war ein deutscher Architekt, Astronom, preußischer Baubeamter, Mathematiker, Zeichenlehrer für Architektur und Maschinen-Zeichnungen, Schriftsteller und Universalgelehrter. Er war im Rang eines Regierungsbauinspektors und mit seinem Vetter Major Meno Burg einer der wenigen Juden im preußischen Staatsdienst.

Ein Münzentwurf mit dem Bildnis von Salomo Sachs

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sachs wurde am 22. Dezember 1772[1] als Sohn des Lotterieeinnehmers und Schutzjuden[2] Joel Jacob Sachs (1738–1820) und seiner zweiten Ehefrau Esther Sachs (ca. 1746–1813)[3] in Berlin geboren.

Am 9. Dezember 1792 erfolgte seine Vereidigung als Eleve beim Oberhofbauamt in Berlin, sein Lehrer und Vorgesetzter im Dienst war der Königliche Oberhofbaurat und Geheime Kriegsrat Friedrich Becherer. Sachs zu diesem denkwürdigen Ereignis (Zitat): „Ich wurde auf Grund meiner Probe-Arbeiten mit dem jetzigen Mit-Director der Königl. Ministral-Bau-Commission, Regierungs- und Baurath Mandel zugleich in Eid und Pflicht genommen. Er, der Christ und ich, der Jude, legten gemeinschaftlich unsern Amtseid in die Hände des Justiziarius des Königl. Ober-Hof-Bau-Amts, Herrn Justiz-Raths Troschel, ab. Zu gleicher Zeit sprachen wir zusammen eine und dieselbe Eidesformel aus, deren Schluß nur verschieden lautete. Da war hinsichtlich meiner von keinem jüdischen Gelehrten, von keinem jüdischen Zeugen, von keinem Händewaschen, Anlegen des Gebetsmantels etc., auch von keiner Synagoge die Rede.“[4] Zu diesem Zeitpunkt regierte Friedrich Wilhelm II. Am 1. Juli 1794 erlangte Sachs das Patent zum Ober-Hof-Bau-Conducteur und am 26. September 1799 zum Ober-Hof-Bau-Inspektor beim Oberhofbauamt. Als Bauinspektor übernahm er die Führung der Baupolizei in seinem Departement und den Vorsitz der Prüfungskommission der Baugewerksmeister.[5] Im Zeitraum 1790 bis 1796 wurde das Grundstück im Bereich Molkenmarkt 1 für die Planung und den Bau der neuen Stadtvogtei vorgesehen. Von Mitgliedern des Oberhofbauamts wurden dazu Projekte entworfen. Salomo Sachs hatte, nicht amtlich aufgefordert, dazu zwei Fassaden komponiert. Es waren die Fassaden des Portals und die Front zur Spreeseite, die von der Behörde sehr wohlwollend aufgenommen wurden, zur Ausführung kamen und für die er seine erste öffentliche Anerkennung erhielt.[6] 1798 entwarf er für die Gesellschaft der Freunde[7] eine Leichenhalle, die aber aus finanziellen Gründen nicht zur Ausführung kam. Von 1799 bis 1806 lehrte er als Zeichenlehrer für Architektur[8] und Lehrer für Maschinenzeichnungen[9] an der am 6. Juli 1799[10] von König Friedrich Wilhelm III. neu gegründeten Bauakademie.

Am 21. September 1802 heiratete er in Berlin Henriette Isser aus Hamburg. Aus der Ehe ging ein Sohn hervor.[11] Der Sohn Albert Sachs (* 29. August 1803 in Berlin, † 11. November 1835 ebenda) wurde Arzt.[12] Vor seiner Promotion am 22. Dezember 1825 zum Doktor der Medizin und Chirurgie studierte er an der Berliner Universität. Im August 1826 bekam er seine Approbation als praktischer Arzt und Operateur und praktizierte in Berlin. Er war Mitglied der Hufelandschen medizinisch chirurgischen Gesellschaft.[13] Privatissime in der Kunst, Augen zu operieren, erteilte er Unterricht und verfasste medizinische Schriften.[14] Er erfand und beschrieb 1827 ein Ophthalmophantom[15] und unterbreitete Vorschläge zur Verbesserung von Instrumenten für Augenoperationen.[16] Dr. Albrecht Sachs verstarb mit 32 Jahren an Tuberkulose.[17]

Ansicht der Neuen Wache von der Straße Unter den Linden Entwurf von Salomo Sachs(1806), adaptiert von Schinkel(1816)
Ehemalige evangelische Kirche von Stuhm – heute Sztum (derzeit als Regionalmuseum genutzt).
Mewe an der Weichsel um die Mitte des 19. Jahrhunderts – mit der evangelischen Kirche in der Mitte (Lithographie).
Marienwerder um die Mitte des 19. Jahrhunderts – mit der evangelischen Kirche auf der re. Seite (Lithographie).
Dreifaltigkeits- und Mariä-Himmelfahrt-Kirche in Kwidzyn (Marienwerder) nach wahrscheinlich Schinkelschen Entwurf, da die Ausführung 1819 mit zwei Türmen geplant war.
Modell 1:100 und im Hinterg. Kirche Birkholz. Der Turm 1829 Entwurf und Bauleitung vom Regierungsbauinspektor Salomo Sachs, Kollege von Karl Friedrich Schinkel.
Die heutige Prenzlauer Allee – vom Berliner Fernsehturm gesehen

Die Bauakademie und das Oberhofbauamt hatte sich in den Wirren der Koalitionskriege mit Napoleon langsam aufgelöst und er verlor seine Anstellung. Von der Regierung bezog er in dieser Zeit von 1806 bis 1816 Wartegeld. 1806 kurz vor dem Ausbruch des französischen Krieges erhielt das Collegium der Bauakademie von oberster Stelle den Auftrag, Pläne für den Umbau der Opern-Brücke[18] mit in der Nähe liegenden Wache und dem Aufbau einer massiven Hunde-Brücke auszuarbeiten und einzureichen. Hier waren die älteren und höherstehenden Beamten des Collegiums gefragt. Salomo Sachs als junger Beamter war so fasziniert von dieser Aufgabe, dass er eigene Zeichnungen, Ideen und Entwürfe ganz in Stille erarbeitete. Er legte sie seinem Lehrer dem Geheimerath Becherer vor, der die Zeichnungen zur Prüfung einreichte. Gegen alle Prachtzeichnungen der Spezialisten gewannen seine Entwürfe der Schloss-Brücke und der Wache den Preis. Durch den Ausbruch des Krieges verzögerten sich die Pläne. Erst nach Kriegsende wurden die Ideen wieder aufgenommen, aber jetzt mit Schinkelschen Entwürfen[19] umgesetzt. Hier bemerkte Sachs, dass besonders die neue Wache seinen Grundentwürfen glich. Ausgenommen der meisterlichen Ausschmückungen des Gebäudes durch Schinkel.[20] Sachs erstellte 1812 den ersten vollständigen „Allgemeinen Straßen und Wohnungs-Anzeiger für die Residenzstadt Berlin“.[21] Es war ein bahnbrechendes Werk auch für zukünftige Adressbücher, selbst im Ausland fand dieses Meisterwerk seine Abnehmer. Der König bestellte 4 Exemplare und die Stadtskanzler Karl August Fürst von Hardenberg orderte 12 Exemplare. Die Polizeireviere orderten auch, da die Kartenpläne und Adressen sehr genau waren. Leider verhinderte der Beginn des zweiten französischen Krieges damit ein gutes finanzielles Auskommen für ihn.[22] So eröffnete sich aber durch das Adresswerk eine andere Möglichkeit, da der Geheimen Staatsrath von Staengemann Vorstand der Finanzpartei sich gerade mit der Organisation der Vermögenssteuer beschäftigte, war die Idee eines fliegenden Catasters geboren. Salomo eröffnete für die Bewältigung dieser Aufgabe ein Büro, um mit dem geringsten Personal die Kontrolle über die Steuerpflichtigen zu erlangen. Berlin wurde dabei in 12 Steuerreviere geteilt, wovon jedem Revier, per Formular, die Informationen über Aufenthaltsveränderungen der Bürger jeden Tag zugingen und stündlich aktualisiert wurden. So entstanden auch die ersten Einwohnermeldeämter und bei jedem Polizeirevier der Residenzstadt Berlins wurden polizeirelevante Teile des fliegenden Catasters aufgestellt und genutzt. Vom Geheimenrath von Staengemann erhielt Sachs den Auftrage Vorschläge zu machen, um dem Staat Einnahmen von einigen Millionen Talern durch eine geeignete Steuer zu erbringen. Sein Vorschlag führte zur noch heute gültigen Kommunalsteuer und wurde damals erstmals als Mieth-Steuer-Abgabe umgesetzt.[23] 1813 muss die Einquartierungsbehörde einer Reorganisation unterzogen werden, da durchziehende Truppen von Mietern und Hauseignern aufgenommen und auch verköstigt werden mussten. Das stellte eine unerträgliche Kriegslast dar und es kamen viele Beschwerden über die rücksichtslose Verteilungspraxis des Staates auf. Salomo hatte die geniale Lösung gefunden mit einem Wertbonsystem (Papiergeld), dass nach Ende des Krieges ausgezahlt werden würde. Jeder der sich innerhalb von 24 Stunden nach Ausquartierung meldete und sein Quartierungs-Billet abgab, bekam diese Bons.[24] So konnte ein gerechtes System installiert werden und mit seinen vielen Mitarbeitern löste Sachs diese Aufgabe zu aller Zufriedenheit. Am 7. April 1816 bat Sachs den König um seine Wiederanstellung. Dieses Gesuch wurde abgelehnt auf Grund der Judenedikte §9 von 1812. Seine zweite Bittschrift vom 24. April 1816 führt aber, über den König der die Ausnahme von der Regel zuließ und durch Verkündung der allerhöchsten Kabinettsorder, vom 29. April 1816, durch Kabinettsrat Albrecht, zum Erfolg.[25] Sachs lebt zu diesem Zeitpunkt in der Markgrafenstraße 49 und ist Nachbar von Abraham Mendelssohn Bartholdy.[26]

1816 bis 1820 arbeitete er als Cameral-Baumeister (Land-Bau-Meister) bei der Königlichen Regierung Marienwerder in Westpreußen. Mit der Grundsteinlegung am 3. Mai 1818[27] bis zur feierlichen Einweihung am 3. August 1823[28] entstand nach Plänen von Schinkel, unter Bauleitung von Sachs, eine evangelische Kirche in Mewe. Er wurde bei weiteren Kirchenbauten in Stuhm und Marienwerder von evangelischen Geistlichen antisemitisch diskriminiert, warum er als Jude hier baue. Er setzte die Schinkelschen Entwürfe trotz aller Widrigkeiten um. Dabei gab es große Schwierigkeiten, da die Bauzeichnungen von Schinkel von Sachs Vorgesetzten, dem Regierungs- und Baurath Balkow(1816[29]–1825 Baurath in Marienwerder), teils nicht verstanden oder fehlinterpretiert wurden. 1819 eröffnete Salomo Sachs eine Baugewerkschule in Marienwerder, die noch 15 Jahre bis 1834 bestand. Er übernahm die Leitung und bot kostenlosen Unterricht an.[30]

1820 bis 1830 wird er wieder, unter seiner Qualifikation, als Cameral-Baumeister, im vierten Baubezirk[31] bei der Königlichen Regierung Potsdam, eingesetzt und ist Mitarbeiter von Karl Friedrich Schinkel. Am 3. Dezember 1824 wurde eine Kunststraße vom Prenzlauer Tor bis Heinersdorf bewilligt.[32] Sachs hatte hier alle Vorarbeit wie Vermessung, Entwurf, Situationsplan und Kostenplanung geleistet. Er brachte die vornehmsten Anlieger zusammen, die ihm finanziell die benötigten Arbeiten ermöglichten. Aus dieser Gruppe bildete sich eine Aktiengesellschaft, die das Vorhaben mit Hilfe der Regierung in die Tat umsetzte. 1825 begann Sachs die Planung für den Neubau des Fasanenmeisterhauses[33] im Tiergarten in seiner verbesserten Lehmbauweise. Den Auftrag gab der königliche Oberjägermeister Friedrich Detlef Graf von Moltke (1750–1825).[34] Nach einem für Sachs vernichtenden Gutachten, ausgestellt von Friedrich Schinkel und Johann Carl Ludwig Schmid,[35] über seine Pisé-Bauten, konnte er sein Werk nicht ausführen. Schinkel bekam vom Oberbaudeputat den Auftrag, das Haus in klassischer Backstein-Bauweise auszuführen.[36] Die Animositäten der Mitglieder der Oberbaudeputation gegen Salomo Sachs nahmen weiter zu. Nachdem Sachs mit seiner Planung zum neuen Wohnhaus des Fasanenjägers vom Oberbaudepartement abgeschmettert wurde, bekam er den Auftrag von Fürst Wittgenstein, seine Zeichnungen und Kostenrechnung, zum Vergleich mit den Schinkelschen Entwürfen, zu übergeben. Nach der Übergabe blieben seine Ausarbeitungen trotz Rückforderungen für immer verschwunden und für seine Auslagen wurde Sachs erst 17 Jahre später entlohnt. Trotz dieser Rückschläge und Unterstellungen arbeitete er weiter an seiner Reputation. 1829 wurde er von den Söhnen von Otto von Voß nach Birkholz bei Bernau beauftragt, einen neuen Kirchturm zu entwerfen und neu zu errichten. Gleichfalls wurden Carl Justus Heckmann für die Dachdeckung und Carl August Mencke für die Turmkreuzvergoldung mit in die Bautätigkeit berufen. 1829–1830 zog sich Sachs immer mehr die Abneigung der königlichen Regierung und seiner Vorgesetzten zu. Er hatte vom Militär, dass von seiner kostensparenden Lehmbauweise überzeugt war, den Auftrag für einen Kavallerie-Pferdestall in Charlottenburg erhalten. Auf Wunsch der Militärführung sollte der Bau sehr schnell erfolgen und unter seiner alleinigen Führung ohne Beteiligung der königlichen Regierung. Hier kam es zu weiteren Spannungen gegenüber seinen Vorgesetzten, da der Entwurf in Ziegelsteinausführung schon vorlag.[37]

Mit der unfreiwilligen Pensionierung 1830 endete die Dienstlaufbahn von Salomo Sachs im preußischen Staatsdienst.

Von da ab widmete er sich seinem literarischen Schaffen, der Wiederherstellung seines Rufes und der Gültigkeit seines verbesserten Pisé-Baus (durch Gutachten). 1845 verfasste Sachs eine Streitschrift „Ueber die Existenz des Luft- und Wasserdruckes“, die gegen Friedrich Johann von Drieberg gerichtet war. 1844 erschienen in Berlin seine astronomische Schriften.[38] – Achsenparallelismus und Sonnensystem, ebenda 1850, die nicht so erfolgreich waren. Hier sind aber seine zwei selbst entwickelten Anschauungsmodelle für den Unterricht zu loben, das „Diagonon“[39] und das „cylinderische Ellipto-Tellurium[40]

Salomo Sachs starb am 14. Mai 1855 in Berlin.[41]

Bauten und Entwürfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1793: Fassadenentwürfe für die Neue Stadtvogtei in Berlin
  • 1798: Entwurf einer Leichen- und Rettungsanstalt (nicht ausgeführt)[42]
  • 1806: Entwürfe für die Neue Wache und die Schlossbrücke in Berlin
  • 1816: Planungen für den Bau des Mausoleums[43] für den verstorbenen preußischen Generalfeldmarschall Wichard Joachim Heinrich von Moellendorff (1724–1816) im Schlosspark von Schloss Gadow in der Westprignitz
  • 1816–1818: Bauleitung der evangelische Kirche in Stuhm (nach Entwurf von Schinkel)
  • 1818–1823: Bauleitung der evangelische Kirche in Mewe (nach Entwurf von Schinkel; im Herbst 1957 abgebrochen)
  • 1819: Bauleitung der evangelischen Kirche in Marienwerder
Sachs stellte fest, dass die Bauzeichnungen von Schinkel abermals falsch verstanden worden waren, und meldete nach Berlin, dass er die Veranschlagung für das Projekt bis zur Klärung auf sich beruhen lassen werde. Da er keine Antwort erhielt, konnte er den Bau nicht ausführen.
  • 1820: Schulhaus in Weißensee (mit Erlaubnis der königlichen Regierung, statt des Fachwerkbaus den Lehmbau anzuwenden)
  • 1822: Militär-Ökonomie-Gebäude auf dem Hof der Kaserne des Kaiser-Alexander-Garde-Grenadier-Regiments in Berlin (400 Fuß lang, in Lehmbauweise)
  • 1823: Zweiter Auftrag des Kriegsministerium zum Bau einer 700 Fuß langen Mauer für die hiesige königlichen Pulverfabrik in kostengünstigen Pisé-Bauweise. Die Kosten und Ausführung für einen Backsteinmauer waren schon durch die Baubehörde eingereicht worden. Das Ministerium entschied sich aber zur vollen Zufriedenheit für die Stampflehm-Mauer.
  • 1824: Planung einer Kunststraße vom Prenzlauer Tor (in Berlin) bis nach Heinersdorf (heutige Prenzlauer Allee; Ausführung durch eine neu gegründete Aktiengesellschaft)
  • 1825: Planung in Pisé-Bauweise für den Neubau des Fasanenmeisterhauses in der königlichen Fasanerie im Tiergarten. Den Auftrag gab der königliche Oberjägermeister Friedrich Detlef Graf von Moltke.(nicht ausgeführt)
  • 1829: Projektierung und Bauleitung bei der Neuerrichtung des Kirchturms in Birkholz
  • 1829–1830: Planung und Ausführung eines Kavallerie-Pferdestalls in Charlottenburg, im Auftrag des hohen Militärs in Pisé-Bauweise.

Erfindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1827 Patentfenster. Das Patent galt für 8 Jahre.[44]
  • 1829 Eine neue Dachkonstruktion – Feuerfest und Wasserdicht[45]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1796 Erste öffentliche Ehrung mit der Akademischen silbernen Preis-Medaille für die Fassadenentwürfe der Neuen Stadtvogtei.
  • 1823 Gratifikation vom Kriegsministerium von 100 Talern für den Bau Militär-Ökonomie-Gebäude auf dem Hof der Kaserne des Kaiser-Alexander-Garde-Grenadier-Regiments in Berlin von 1822.[46]
  • 1824 Gratifikation vom Kriegsministerium von 100 Talern für den Bau der Pisé-Mauer bei der königlichen Pulverfabrik von 1823.[47]
  • 1831 Goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft vom König von Preußen Friedrich Wilhelm III. für – Ueber das Bau-Recht in seinem ganzen Umfang -[48]
  • 1832 Große Goldene Denkmünze vom Kaiser Franz I. von Österreich für das an seine K.K. Privatbibliothek eingesannte Werk von Sachs – Ueber das Bau-Recht in seinem ganzen Umfang – Übergabe der Münze durch Graf Trauttmannsdorf-Weinsberg Königlich Österreichischer Gesandter in Berlin.[49]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Darstellung geometrischer Wahrheiten für Künstler u. s. w. , überhaupt für Nichtmathematiker. Mit 4 KT. : ib. 1806, 8.
  • Auflösung der in Meyer Hirsch Sammlung von Beispielen, Formeln u. Aufgaben aus der Buchstabenrechnung u. Algebra enthaltend Gleichungen und Aufgaben: ib. 1810, 8.; ib. 1821, 8; verbessert: ib. 1829, 8; ib 1839, 8.
  • Supplement zur Auflösungen der Meyer Hirsch’schen Aufgaben u. s. w.: ib. 1811, 8.
  • Gemeinnütziges Rechenbuch im Zusammenhang mit arithmetischen Auflösungen der aus der Algebra entlehnten Aufgaben: ib. 1811, 8.
  • Ideen zur Vertheilung der Einquartierungen in einer großen Stadt, Berlin 1813. 8.
  • Deutschlands bewaffnete Jugend, oder erste Grundzüge zur Errichtung einer Reichswehr. Berlin 1814. 8.[50]
  • Allg. Strassen- u. Wohnungsanzeiger oder Adressbuch für Berlin: ib. 1814, 8. Mit einem Grundriss.
  • Neuster und vollst. Rechnender Haushalter u. Kaufmann: Halle, 1815, 8.
  • Plan von Berlin, nach den neusten Veränderungen: ib. 1816; f.; ib. 1827, f.
  • Neuerfundene Rechenmaschine, die bei allen vorkommenden Rechnungsarten auf eine sehr leichte und sehr einfache Weise multiplizieren und dividirt. Die Form ein Triangels auf Holz geklebt, nebst Erklärung: ib. 1817.
  • Der verbesserte Pisé – Bau; ein Beitrag zur Vervollkommnung des Staatshaushalts, nebst Bemerkung über ein auf Befehl u. s. w. ausgeführtes Militär-Oekonomie-Gebäude von 400 Fuss Länge: ib. 1822, 8.
  • Anleitung zur Erdbau – Kunst (Pisé – Bau); mit Anwendungen auf alle Arten von Stadt- und Landbauten, nebst einer vollständigen Lehre von der Konstruction der Tonnen-, Kappen- und Kreuzgewölben in reinem Lehm u. s. w.: ib. 1825, 8. Mit 4 KT. In Fol.
  • Ueber das Baurecht in seinem ganzen Umfang, oder Grundlage einer vollständigen und zeitgemässen verbesserten Bau – Ordnung. 2 Theil: 1831, 8.Vollständiger Unterricht in der Anfertigung der Baubeschläge: ib. 1827, 8.
  • Sammlung von Bauanschlägen für alle Zweige der bürgerlichen Baukunst. Ein Taschenbuch für Architekten u. s. w.: ib. 1828, 8.
  • Vörschläge zur Verbesserung der Weichseldämme 1829, Salomo Sachs Selbstverlag
  • Beschreibung einer neu erfundenen Dach – Construction, zu städtischen u. ländlichen Gebäuden aller Art anwendbar, welche nicht blos wasserdicht und dauerhaft, sondern auch von Aussen und Innen völlig feuerfest ist und alle Vortheile der Flächen mit Metall gedeckten Dächer gewährt, ohne kostbarer als die gewöhnliche Stroh – Bedachung: ib. 1829, 8.
  • Der wohlfeile Bauherr. Ein Handbuch für Hausbesitzer und alle die es werden wollen, oder vollständige auf Praxis begründete Belehrung über Alles, was bei dem Kauf städtischer und ländlicher Grundstücke u. s. w. wahrzunehmen ist u. s. w.: ib. 1832, 4.
  • Kurzer Abriss der theoretischen u. praktischen Arithmetik. Als Leitfaden für die Lehrer und als Anhalt für Schüler; ib. 1833, 8.
  • Kurzer Abriss der reinen u, prakt. Geometrie u. s. w.: ib. 1833, 8.
  • Allgemeiner Bau-Tarif oder genaue Angaben der Preise aller Bauarbeiten Und Materialien, welche sowohl bei Neubauten als Reparaturen am gewöhnlichsten vorkommen. In Beziehung auf Verf.`s Baurecht etc.: ib. 1833, 4.
  • Elementar-Unterricht in der reinen und angewandten Mathematik, so wie in den damit in Beziehung stehenden Wissenschaften. Schüppel, Berlin 1833. (Digitalisat 3 Lehrbücher in der Digitalen Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern)
  • Kurzer Abriss der angewandten Mathematik ets.: ib. 1835, 8.
  • Die Schieferdeckkunst in ihrem ganzen Umfang, praktisch dargestellt. Mit 12 Kupfertaf.: ib 1836, 8.
  • Anweisung zur Anfertigung einer neuen, völlig feuerfesten uns absolut wasserdichten Dachdeckung für ganze Dächer (Altane), mittels eigens dazu erfundenen Harzplatten u.s.w. ib 1837, 8.
  • Unterhaltende Verstandesübungen aus dem Gebiet der mathematischen Analyse. Schulmänner, Eltern und Erzieher gewidmet. 1. Klasse. Für Kinder von 6 bis 10 Jahre: ib 1836, 12; zweite Klasse. Für Kinder von 10–12 Jahren: ib. 1836, 12; driite Klasse. Für Kinder von 12–14 Jahre; ib. 1836, 12; vierte Klasse. Für Schüler über 14 Jahre: ib. 1836, 12; fünfte Klasse. Für Schüler über 16 Jahre: ib. 1837; 12.
  • Special – Bau – Reglement für die Stadt Berlin. Mit Erläuterungen. Nebst einem Anhang, welcher die im Allg. Landrecht zerstreut befindlichen Bau – Gesetze enthält: 1838, 8.
  • Mein fünfzigjähriges Dienstleben und literarischen Wirken. Ein Beitrag zur thatsächlichen Bedeutung der Frage: Sind die Juden zum Staatsdienst geeignet? Berlin 1842. / als Nachdruck: Hentrich & Hentrich, Berlin 2005, ISBN 3-933471-04-4. (Verlagsanzeige)
  • Das Sonnen-System, oder neue Theorie vom Bau der Welten. Schlesinger, Berlin 1850.
  • Der Glaube meiner Väter: ib 1851, 8.[51]

Neu entwickelte Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Ankunft in Olymp, ein unterhaltendes und belehrendes Spiel: ib. 1815, 8.
  • Der wahre Prophet in allen Verhältnissen des Lebens. Ein neuerfundenes Spiel: ib. 1815, 12; ib. 1827, 12.
  • Ein Tag in Berlin. Ein unterhaltsames Würfelspiel, nebst 41 Ansichten der vornehmsten Gebäude und Statuen dieser Residenz. 2. Aufl. : ib. 1817, f.
  • Moira oder die Reise durch’s Leben. Zur Unterhaltung in den Winterabenden: Berlin, 1817, f.
  • Ein Tag in Potsdam. Ein unterhaltsames Würfelspiel, nebst einer Beschreibung und 51 Ansichten u, s. w.: ib. 1819, 8.[52]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Siegmund Günther: Sachs, Salomo. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 30, Duncker & Humblot, Leipzig 1890, S. 133 f.
  • Verzeichniß derjenigen Kunstwerke, welche von der Königl. Akademie der Künste in den Sälen des Akademie-Gebäudes auf der Neustadt den 22. September und folgende Tage täglich von 11 bis 5 Uhr öffentlich ausgestellt sind. Berlin 1816, S. 53–55.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gelehrtes Berlin: im Jahre …. 1845 (1846) S. 307
  2. Die Schutzjuden Rechte und Pflichten In: juden-in-mecklenburg.
  3. Mein fünfzigjähriges Dienstleben und literarisches Wirken – Ich büße für meinen Glauben – Jüdische Memoiren, Band 3, Hentrich&Henrich, S. 117.
  4. Mein fünfzigjähriges Dienstleben und literarisches Wirken – Ich büße für meinen Glauben – Jüdische Memoiren, Band 3, Hentrich&Henrich, S. 10–11.
  5. Poethen – Schlüter herausgegeben von Rudolf Vierhaus
  6. Mein fünfzigjähriges Dienstleben und literarisches Wirken – Ich büße für meinen Glauben – Jüdische Memoiren, Band 3, Hentrich&Henrich, S. 12.
  7. Handbuch der Berliner Vereine und Gesellschaften 1786–1815 herausgegeben von Uta Motschmann S. 837–848 Gesellschaft der Freunde
  8. Mein fünfzigjähriges Dienstleben und literarisches Wirken – Ich büße für meinen Glauben – Jüdische Memoiren, Band 3, Hentrich&Henrich, S. 8 u. S. 11.
  9. Handbuch über den Königlich Preussischen Hof und … 1806. S.394
  10. Catalogus Professorum-TU Berlin Gründungsdaten unter Königliche Bauakademie
  11. Jüdische Trauungen in Berlin 1759 bis 1813: Mit Ergänzungen für die Jahre 1759–1813. Hrsg. von Jacob Jacobson
  12. Albert Sachs deutsche-digitale-bibliothek
  13. Neuer nekrolog der Deutschen …, Band 13 S. 286
  14. [Dr. Julius Eduard Hitzig's Gelehrtes Berlin; fortgesetzt von Karl Büchner S. 36–37]
  15. Artikel des Alumni-Club der Medizinischen Universität Wien
  16. [Berliner medicinische Central-Zeitung: vom Neuesten und …, Band 5 Verbesserungen für die Konstruktion von Augeninstrumenten zu Lebzeiten von Dr. Albrecht Sachs S. 361–362]
  17. lb Jahrbücher der in- und ausländischen gesammten Medizin, Band 9 von Carl Christian Schmidt,Alexander Goeschen,Paul Julius August Möbius,Hermann Eberhardt Richter,Hugo Dippe S. 378
  18. Deutsch Digitale Bibliothek Opernbrücke
  19. Schinkel – Künstler/Preuße/Brandenburger Haus der Brandenburgisch Preußischen Geschichte Schinkelsche Entwürfe – Neue Wache S. 49–50
  20. Mein fünfzigjähriges Dienstleben und literarisches Wirken – Ich büße für meinen Glauben – Jüdische Memoiren Band3 Hentrich&Henrich. S. 12–15
  21. Zentrale und Landesbibliothek/Digitale Landesbibliothek Allgemeiner Straßen und Wohnungsanzeiger für die Residenzstadt Berlin von Salomo Sachs
  22. Mein fünfzigjähriges Dienstleben und literarisches Wirken – Ich büße für meinen Glauben – Jüdische Memoiren Band3 Hentrich&Henrich. S. 18–22
  23. Mein fünfzigjähriges Dienstleben und literarisches Wirken – Ich büße für meinen Glauben – Jüdische Memoiren Band3 Hentrich&Henrich. S. 22–25
  24. Mein fünfzigjähriges Dienstleben und literarisches Wirken – Ich büße für meinen Glauben – Jüdische Memoiren Band3 Hentrich&Henrich. S. 25–29
  25. Geschichte Der Juden in Berlin, Band 2 von L. Geiger S. 196–197
  26. Der Sohn meines Vaters: Abraham Mendelssohn Bartholdy und die Wege der …von Thomas Lackmann. S. 56
  27. Preußische Provinzial-Blätter, Band 3 S. 439–440
  28. Preußische Provinzial-Blätter, Band 3 S. 436–438
  29. Amtsblatt der Königlichen Churmärkischen Regierung zu Potsdam: 1816, 27/53 Balkows Versetzung nach Marienwerder S. 259
  30. Berlin-Brandenburgische (Hrsg.): Das Kultusministerium auf seinen Wirkungsfeldern Schule, Wissenschaft, Kirchen, Künste und Medizinalwesen – Darstellung. Walter de Gruyter, 2010, ISBN 978-3-05-008903-4, S. 473–474 (Vorschau in der Google-Buchsuche).
  31. Amtsblatt der Regierung in Potsdam: 1820 Die zehn Baubezierke
  32. Auf www.luise-berlin.de Am 03.12.1824 Kunststraße bewilligt
  33. Berlin. Deutsch digitale Bibliothek Entwurf zum Fasaneriemeisterhaus im Tiergarten
  34. Neues preussisches Adels-Lexicon, oder, Genealogische und diplomatische …von Leopold Freiherr von Zedlitz S. 422 (S. 420–424)
  35. archiv.ub.uni-marburg Dissertation zum Erlangung der Doktorwürde von Franz Hermann Kiefer, M.A. Hauptteil S. 188
  36. Mein fünfzigjähriges Dienstleben und literarisches Wirken – Ich büße für meinen Glauben – Jüdische Memoiren Band3 Hentrich&Henrich. S. 66
  37. Mein fünfzigjähriges Dienstleben und literarisches Wirken – Ich büße für meinen Glauben – Jüdische Memoiren Band3 Hentrich&Henrich. S. 71
  38. Deutsch Biographie.de Salomo Sachs
  39. Amtlicher Bericht über die Allgemeine Deutsche Gewerbe-Ausstellung …, Band 3 s.74 1844 Diagnon und andere astronomische Dinge von Salomo Sachs
  40. 1850 Das Sonnen-System, oder neue Theorie vom Bau der Welten von Salomo Sachs das cylinderische Ellipto Tellurium S. V–VIII
  41. Mein fünfzigjähriges Dienstleben und literarisches Wirken – Ich büße für meinen Glauben – Jüdische Memoiren, Band 3, Hentrich&Henrich, S. II und S. 152.
  42. Jewish Space in Central and Eastern Europe: Day-to-Day History herausgegeben von Jurgita Šiaučiūnaitė-Verbickienė,Larisa Lempertienė Entwurf der Leichen- und Rettungsanstalt von Salomo Sachs S. 81
  43. Märkische Allgemeine Beitrag von Kerstin Beck -Grabstätte im Wald wird restauriert-
  44. Amtsblatt für den Regierungsbezirk Köln: 1828
  45. Digitalisiertes Werk von Salomo Sachs – SLUB Dresden
  46. Anleitung zur Erd-Bau-Kunst, (Pisé-Bau): mit Anwendung auf alle Arten von Stadt- und Landbauten …von Salomo Sachs S. 6–7
  47. Anleitung zur Erd-Bau-Kunst, (Pisé-Bau): mit Anwendung auf alle Arten von Stadt- und Landbauten …von Salomo Sachs S.7
  48. Mein fünfzigjähriges Dienstleben und literarisches Wirken – Ich büße für meinen Glauben – Jüdische Memoiren Band3 Hentrich&Henrich. S. 74
  49. Mein fünfzigjähriges Dienstleben und literarisches Wirken – Ich büße für meinen Glauben – Jüdische Memoiren Band3 Hentrich&Henrich. S. 100–101 und S. 111
  50. Gelehrtes Berlin im Jahre 1845 von Wilhelm Koner S. 307
  51. Bibliotheca Judaica: bibliographisches Handbuch der gesammten …, Teil 3 Werke von Salomo Sachs
  52. Deutsche-Digitale-Bibliothek.de Würfelspiel mit Schloss Sanssouci und 51 Teilansichten von Potsdam und Berlin