Salz (Unterfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Salz (Unterfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Salz hervorgehoben

Koordinaten: 50° 19′ N, 10° 13′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Rhön-Grabfeld
Verwaltungs­gemeinschaft: Bad Neustadt an der Saale
Höhe: 234 m ü. NHN
Fläche: 8,65 km2
Einwohner: 2309 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 267 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97616
Vorwahl: 09771
Kfz-Kennzeichen: NES, KÖN, MET
Gemeindeschlüssel: 09 6 73 161
Gemeindegliederung: 1 Gemeindeteil
Adresse der Verbandsverwaltung: Goethestr. 1
97616 Bad Neustadt a.d.Saale
Website: www.salz.de
Erster Bürgermeister: Martin Schmitt (CSU/Unabh. Bürgerliste)
Lage der Gemeinde Salz im Landkreis Rhön-Grabfeld
FladungenHausen (Rhön)Bundorfer ForstBurgwallbacher ForstForst Schmalwasser-NordForst Schmalwasser-SüdMellrichstadter ForstSteinacher Forst rechts der SaaleSulzfelder ForstWeiglerWillmarsNordheim vor der RhönSondheim vor der RhönStockheim (Unterfranken)MellrichstadtMellrichstadtOstheim vor der RhönOberelsbachBischofsheim in der RhönBischofsheim in der RhönSandbergSchönau an der BrendHohenrothNiederlauerBurglauerStrahlungenSalz (Unterfranken)BastheimOberstreuUnslebenWollbach (Unterfranken)Bad Neustadt an der SaaleHeustreuHendungenHollstadtRödelmaierWülfershausen an der SaaleHöchheimSaal an der SaaleAubstadtHerbstadtTrappstadtGroßeibstadtGroßbardorfSulzfeld (im Grabfeld)Bad Königshofen im GrabfeldBad Königshofen im GrabfeldSulzdorf an der LederheckeThüringenLandkreis HaßbergeLandkreis SchweinfurtHessenLandkreis Bad KissingenKarte
Über dieses Bild

Salz ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld. Die Gemeinde ist seit 1978 Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Neustadt an der Saale.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salz liegt in der Region Main-Rhön. Durch den Ort führt der Fränkische Marienweg.

Es gibt nur die Gemarkung und den Gemeindeteil Salz.[2][3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salz war fränkisches Königsgut und Sitz einer von fünf Königspfalzen aus der Karolingerzeit, die im Jahre 790 von Karl dem Großen besucht wurde[4]. Es wurde erstmals 741/42 als „salce“ in einer Schenkungsurkunde erwähnt und kam im Jahr 1000 samt dem ganzen Salzgau zum Bistum Würzburg. Das Amt des Hochstiftes Würzburg gehörte ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Es wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 1242 Einwohner
  • 1987: 1696 Einwohner
  • 1991: 1738 Einwohner
  • 1995: 1812 Einwohner
  • 2000: 2184 Einwohner
  • 2005: 2262 Einwohner
  • 2010: 2338 Einwohner
  • 2015: 2349 Einwohner

Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 1694 auf 2332 um 638 Einwohner bzw. um 37,7 %. Quelle: BayLfStat

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hatte nach den Kommunalwahlen 2014 und 2020 jeweils vierzehn Mitglieder, alle über die Liste CSU/UBL gewählt.[5][6]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Martin Schmitt (CSU/Unabhängige Bürgerliste). Dieser wurde im Jahr 2014 Nachfolger von Bernhard Müller (CSU/Unabhängige Bürgerliste).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DEU Salz (Unterfranken) COA.svg
Blasonierung: „In Silber über einem schmalen blauen Wellenbalken eine rote Krone, unten ein schwarzer Zickzackbalken.“[7]

Wappenführung seit 1973.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elsbett-Museum[8]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 382 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 654. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 20 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 655 ha, davon waren 603 ha Ackerfläche und 52 ha Dauergrünfläche.

Einen Kilometer östlich von Salz liegt der Flugplatz Bad Neustadt/Saale-Grasberg, ein Sonderlandeplatz für Luftfahrzeuge aller Art bis 2000 kg (5700 kg) Höchstabfluggewicht.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2018):

  • zwei Kindertageseinrichtungen mit zusammen 200 Plätzen und 178 betreuten Kindern, davon 33 unter drei Jahren
  • eine Volksschulen mit acht Lehrern, acht Klassen und 167 Schülern

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Salz (Unterfranken) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Salz in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 12. April 2021.
  3. Gemeinde Salz, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 7. Dezember 2021.
  4. Sensation bei Bad Neustadt: Archäologen finden neue Königspfalz. 25. August 2021, abgerufen am 26. August 2021.
  5. Der Gemeinderat von Salz. In: Salz.Rhoen-Saale.net. Abgerufen am 28. April 2019.
  6. Wahl des Gemeinderats - Kommunalwahlen 2020 in der Gemeinde Salz - Gesamtergebnis. Abgerufen am 28. Dezember 2020.
  7. Eintrag zum Wappen von Salz (Unterfranken) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  8. Offizielle Website des Elsbett-Museums