Salz (Unterfranken)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 50° 19′ N, 10° 13′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Rhön-Grabfeld | |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Bad Neustadt an der Saale | |
| Höhe: | 234 m ü. NHN | |
| Fläche: | 8,65 km² | |
| Einwohner: | 2278 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 263 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 97616 | |
| Vorwahl: | 09771 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NES, KÖN, MET | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 73 161 | |
| Gemeindegliederung: | 1 Gemeindeteil | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Goethestr. 1 97616 Bad Neustadt a.d.Saale | |
| Website: | salz.de | |
| Erster Bürgermeister: | Martin Schmitt (CSU/Unabh. Bürgerliste) | |
| Lage der Gemeinde Salz im Landkreis Rhön-Grabfeld | ||
Salz ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld. Die Gemeinde ist seit 1978 Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Neustadt an der Saale.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Salz liegt in der Region Main-Rhön. Durch den Ort führt der Fränkische Marienweg.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Außer dem Pfarrdorf Salz gibt es keine weiteren Gemeindeteile.[2][3]
Es gibt auf dem Gemeindegebiet nur die Gemarkung Salz.[4] Sie hat eine Fläche von 8,647 km² und ist in 2180 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3966,58 m² haben.[5][6]
Geschichte
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Bis zur Gemeindegründung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Salz war fränkisches Königsgut und Sitz einer von fünf Königspfalzen aus der Karolingerzeit, die im Jahre 790 von Karl dem Großen besucht wurde.[7] Es wurde erstmals 752 als „salce“ in einer Schenkungsurkunde von König Pippin erwähnt.[8] Salz kam im Jahr 1000 mit dem Salzgau zum Bistum Würzburg. Das Amt des Hochstifts Würzburg gehörte ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Es wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns und 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem im Jahr 1814 endgültig an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Zeitraum 1987 bis 2020 stieg die Einwohnerzahl von 1696 auf 2309 um 613 Einwohner bzw. um 36,1 %.
| Jahr | 1840 | 1871 | 1900 | 1925 | 1939 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 1991 | 1995 | 2000 | 2005 | 2011 | 2015 | 2020 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner[9] | 549 | 579 | 544 | 580 | 720 | 985 | 1059 | 1242 | 1696 | 1738 | 1812 | 2184 | 2262 | 2273 | 2349 | 2309 |
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat hatte nach den Kommunalwahlen 2014 und 2020 jeweils vierzehn Mitglieder, alle über die Liste CSU/UBL gewählt.[10]
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erster Bürgermeister ist Martin Schmitt (CSU/Unabhängige Bürgerliste). Dieser wurde im Jahr 2014 Nachfolger von Bernhard Müller (CSU/Unabhängige Bürgerliste).
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „In Silber über einem schmalen blauen Wellenbalken eine rote Krone, unten ein schwarzer Zickzackbalken.“[11] | |
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Wappenführung seit 1973. |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Baudenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit alter Dorflinde
Bodendenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Museen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Elsbett-Museum[12]
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gab im Jahr 2020 nach der amtlichen Statistik 1179 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 964. Im verarbeitenden Gewerbe gab es sechs, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2016 14 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 860 ha, davon waren 779 ha Ackerfläche und 81 ha Dauergrünfläche.
Einen Kilometer östlich von Salz liegt der Flugplatz Bad Neustadt/Saale-Grasberg, ein Sonderlandeplatz für Luftfahrzeuge aller Art bis 2000 kg (5700 kg) Höchstabfluggewicht.
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2021):
- zwei Kindertageseinrichtungen mit insgesamt 200 genehmigten Plätzen und 176 betreuten Kindern, davon 28 unter drei Jahren
- eine Volksschule mit zehn Lehrern, acht Klassen und 180 Schülern
Söhne und Töchter der Stadt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Paul Bocklet (1928–2009), Prälat, Leiter des Kommissariats der Deutschen Bischöfe
- Ludwig Elsbett (1913–2003), Erfinder des Elsbett-Motors
- Karl Straub (1873–1949), Rhönvater
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Peter Schneider, Der Schultheiß von Salz, ein Spiel aus dem 13. Jahrhundert, Würzburg 1927.
- Heinz Gauly, Salz, Geschichte der Pfarrei und der Kirche Mariae Himmelfahrt, Bad Neustadt/Creußen 2009.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
- ↑ Gemeinde Salz in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 12. April 2021.
- ↑ Gemeinde Salz, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 7. Dezember 2021.
- ↑ Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. In: ldbv.bayern.de. Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 17. April 2025, abgerufen am 14. März 2026.
- ↑ Gemarkung Salz (090103). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 14. März 2026.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. März 2026.
- ↑ Sensation bei Bad Neustadt: Archäologen finden neue Königspfalz. 25. August 2021, abgerufen am 26. August 2021.
- ↑ Heinrich Wagner: Die Zehnschenkung Pippins für Würzburg (751/2). In: 1250 Jahre Bistum Würzburg. Würzburg 1992, S. 35–38.
- ↑ Kommunalstatistik Salz 2021. Bayerisches Landesamt für Statistik, 31. Januar 2022, S. 6, abgerufen am 10. Januar 2023.
- ↑ Ergebnisse der Gemeinderatswahlen. In: Bayerisches Landesamt für Statistik. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 2. April 2024.
- ↑ Wappen von Salz in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
- ↑ Offizielle Website des Elsbett-Museums

