Samaniego (Álava)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Samaniego
Ortsansicht
Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Samaniego
Samaniego (Álava) (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: BaskenlandBaskenland Baskenland
Provinz: Álava
Comarca: Cuadrilla de Laguardia-Rioja Alavesa
Koordinaten 42° 34′ N, 2° 41′ WKoordinaten: 42° 34′ N, 2° 41′ W
Höhe: 572 msnm
Fläche: 10,64 km²
Einwohner: 323 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 30,36 Einw./km²
Postleitzahl: 01307
Gemeindenummer (INE): 01052 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Samaniego

Samaniego ist ein Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 323 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) in der Provinz Álava in der Autonomen Gemeinschaft Baskenland im Norden Spaniens. Der Ort gehört zur Weinbauregion Rioja.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Samaniego liegt auf einem Hügel in einer Höhe von etwa 570 Metern ü. d. M. im Südosten der Provinz Álava nahe der Grenze zur Autonomen Gemeinschaft La Rioja. Nächstgelegene größere Stadt ist das etwa 26 Kilometer (Fahrtstrecke) südlich gelegene Logroño; die sehenswerte Kleinstadt Laguardia, zu der Samaniego bis ins 17. Jahrhundert gehörte, befindet sich etwa zehn Kilometer östlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1991 2001 2011
Einwohner 349 279 240 271 308 334

Im 19. Jahrhundert hatte die Gemeinde meist deutlich über 500 Einwohner. Die Reblauskrise im Weinbau und die Mechanisierung der Landwirtschaft führten danach zu einem Absinken der Einwohnerzahlen bis auf die Tiefstwerte in den 1980er Jahren.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In frühen Jahrhunderten lebten die Bewohner hauptsächlich von den landwirtschaftlichen Erzeugnissen der näheren Umgebung, zu denen auch der Wein gehörte. Die zunehmende Bedeutung des Weinbaus und des Weintourismus in der Rioja wirkt sich in den letzten Jahrzehnten auch wieder positiv auf die Beschäftigung aus.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kelten, Römer, Westgoten und Mauren haben – trotz der Nähe zum Ebro-Tal – keine archäologisch verwertbaren Spuren auf dem Gemeindegebiet hinterlassen. Wahrscheinlich entstand der Ort erst im Zuge der Rückeroberung (reconquista) und Wiederbesiedlung (repoblación) der von den Mauren besetzten Gebiete im 10. und 11. Jahrhundert. Im Jahr 1461 wird die zwischen Kastilien und Navarra umstrittene Region von Heinrich IV. von Kastilien erobert und im Jahr 1512 durch die Truppen Ferdinands von Aragón endgültig der spanischen Krone angegliedert. Im Jahr 1668 gewährte der spanische König Karl II. dem Ort die Eigenständigkeit.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feldsteinhütte
  • Die Pfarrkirche (Iglesia de Nuestra Señora de la Asuncion) ist ein – wegen der hochgelegenen Fenster – wehrhaft wirkender Bau des 15. Jahrhunderts. Das einschiffige Innere birgt einen spätbarocken Altarretabel im Stil des Churriguerismus.
  • Mehrere wappengeschmückte und mit Balkonen ausgestattete Stadtpaläste (palacios) zeugen vom Wohlstand einiger Ortsbewohner im 17. und 18. Jahrhundert.

außerhalb

  • Am Ortseingang steht die äußerst schmucklos und spartanisch wirkende Ermita de la Virgen del Valle; sie wurde im Jahr 1691 vollendet. Das Innere birgt drei Altarretabel.
  • Die Ermita del Cristo aus dem 18. Jahrhundert ist ein äußerlich ähnlich karger Bau mit einem kleinen Glockengiebel (espadaña) über dem schmucklosen Südportal.
  • Einige wenige erhaltene Feldsteinhütten in den Weinfeldern erinnern an die Notwendigkeit, die Trauben in früheren Zeiten kurz vor der Lese zu bewachen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Samaniego – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).