Sambéra

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Landgemeinde Sambéra
Landgemeinde Sambéra (Niger)
Landgemeinde Sambéra
Landgemeinde Sambéra
Koordinaten 12° 24′ N, 3° 3′ O12.4008333333333.0525Koordinaten: 12° 24′ N, 3° 3′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Dosso
Departement Dosso
Einwohner 50.820 (2012)

Sambéra ist eine Landgemeinde im Departement Dosso in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Sambéra liegt am Fluss Niger in der Großlandschaft Sudan und grenzt im Südwesten an der Nachbarstaat Benin. Die Nachbargemeinden in Niger sind Falmey im Nordwesten, Gollé im Norden, Yélou im Osten und Tanda im Südosten. Das Gemeindegebiet ist in 58 administrative Dörfer, 37 traditionelle Dörfer, sechs Weiler und elf Lager gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist Sambéra, bestehend aus den administrativen Dörfern Sambéra Alfa und Sambéra Zeno.[2]

Die Forêt classée de Koulou ist ein 2060 Hektar großes unter Naturschutz stehendes Waldgebiet im Gemeindegebiet von Sambéra. Die Unterschutzstellung erfolgte 1948.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Sambéra wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Zarma gegründet, die das Gebiet zwischen der Stadt Dosso und dem Fluss Niger besiedelten.[4] Der Name Sambéra kommt vom Zarma-Wort sambérou, das einen Baum bezeichnet.[5] Die französische Kolonialverwaltung gründete 1920 einen Kanton Sambéra, der jedoch 1940 aufgelöst und dem Kanton Dosso angeschlossen wurde.[6] Die Landgemeinde Sambéra entstand als Verwaltungseinheit bei einer landesweiten Verwaltungsreform 2002. Dabei wurde der Kanton Dosso aufgelöst und dessen Territorium auf elf Gemeinden aufgeteilt. 2009 versuchten Überschwemmungen materielle Schäden, von denen rund 1300 Einwohner unmittelbar betroffen waren.[7]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Sambéra 36.746 Einwohner.[8] Bei der Volkszählung 2012 betrug die Einwohnerzahl 50.820.[9] Die Bevölkerung besteht überwiegend aus Zarma.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ackerbau und Viehzucht sind die wirtschaftlichen Eckpfeiler der Gemeinde. Sie sind durch häufige Dürren und Überschwemmungen bedroht.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 8. November 2010.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Données disponibles pour chaque forêt classée. Website der Direction de l’Environnement, Ministère de l’Hydraulique, de l’Environnement et de la Lutte Contre la Désertification, abgerufen am 25. Februar 2012.
  4. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 89.
  5. a b Organisations paysannes de Sambéra Zeno: un partenariat dynamique vers un développement durable. Website von Lux-Development S. A., abgerufen am 18. Januar 2012.
  6. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 242.
  7. Situation des besoins des populations victimes d’inondations (2009). Website des Centre d’Information et de Communication, veröffentlicht am 22. September 2009, abgerufen am 31. März 2012.
  8. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 53.
  9. Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 21. April 2014 (PDF-Datei, französisch).