Samoa Joe

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Nuufolau Joel Seanoa Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
Joe bei WWE Live im Jahr 2017.

Joe bei WWE Live im Jahr 2017.

Daten
Ringname Joe Seanoa
King Joe
Samoa Joe
Namenszusätze The Destroyer
The Samoan Submission Machine
Organisation WWE
Körpergröße 183 cm
Kampfgewicht 127 kg
Geburt 17. März 1979
Orange County, Kalifornien
Wohnsitz Huntington Beach, Kalifornien
Angekündigt aus American Samoa
The Isle of Samoa
Huntington Beach
Trainiert von Cincinnati Red
Johnny Hemp
John Delayo
Finishing Move Coquina Clutch
CCS Enzuigiri
Chimera-Plex
Island Driver
Debüt September 1999

Nuufolau Joel (Joe) Seanoa (* 17. März 1979 in Orange County, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Wrestler. Er ist besser bekannt unter seinem Ringnamen Samoa Joe. Er steht zurzeit bei World Wrestling Entertainment (WWE) unter Vertrag, wo er bei Raw auftritt. Seanoa ist ein ehemaliger TNA World Heavyweight Champion, sowie ein TNA Grand Slam Champion.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seanoas Familie gründete in den Vereinigten Staaten eine polynesische Tanztruppe namens Tiare Productions. Seinen ersten Bühnenauftritt hatte er bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Sommerspiele 1984 im Alter von 5 Jahren. Er war in seiner Jugend hauptsächlich im Judo und im Football aktiv.

Wrestling-Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge und Einsätze bei kleineren Wrestling-Ligen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 1999 begann er als erster Absolvent des mittlerweile aufgelösten West Coast Dojo der UIWA seine Wrestling-Karriere. Er trainierte unter der Leitung von Cincinnati Red. Nur kurze Zeit nach seinem Debüt unterzeichnete Seanoa einen Vertrag bei Ultimate Pro Wrestling (UPW), einer damaligen Farmliga von World Wrestling Entertainment (WWE). Dort durfte Joe die UPW Heavyweight Championship gewinnen. Nach seiner Zeit in dieser Liga trat er zwischen 2001 und 2002 für Pro Wrestling ZERO-ONE in Japan und zwischen 2003 und 2007 für Pro Wrestling Guerrilla im Süden Kaliforniens an. Zudem bestritt er Matches u. a. bei Independent Wrestling Association Mid-South (IWA-MS) zwischen 2004 und 2006.

Ring of Honor Wrestling (2002–2007)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seanoa debütierte im Oktober 2002 bei Ring of Honor (ROH) während der Veranstaltung Glory By Honor, startete jedoch mit einer Niederlage gegen Low Ki.[1] Seanoa beeindruckte die Fans sofort mit seinem intensiven Stil, der z. B. durch ungewöhnlich hart durchgezogene Schläge eher zu einem MMA-Kämpfer als zu einem Wrestler passte.

Nach wenigen Monaten in der Promotion wurde er ROH World Championship, indem er Xavier am 22. März 2003 in Philadelphia bei Night of the Champions besiegte. Er behielt den Titel für 21 Monate, bevor er ihn am 26. Dezember 2004 bei Final Battle 2004 an Austin Aries verlor. Kurz nach dem Verlust des Titels gewann er die ROH Pure Championship von Jay Lethal. Im August 2005 musste er sie wiederum an Nigel McGuiness abgeben.

Anfang 2007 verließ er Ring of Honor, kehrte jedoch für ein Match gegen Tyler Black bei Rising Above am 22. November 2008 zurück.[2]

Total Nonstop Action Wrestling (2005–2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. Juni 2005 debütierte Seanoa bei Total Nonstop Action Wrestling (TNA) bei dem Pay-Per-View Slammiversary. Bei Turning Point am 11. Dezember 2005 besiegte Seanoa AJ Styles und gewann dessen TNA X Division Championship. Bei Destination X 2006 kam es zu einem Ultimate X Match zwischen Seanoa, Christopher Daniels und Styles. Seanoa verlor seinen Titel, da Daniels Styles pinnte. Eine Woche vor Lockdown am 23. April 2006 gewann Seanoa erneut die X-Division-Championship in einem Match gegen Daniels, verlor diese jedoch zwei Monate später an Senshi, nachdem dieser in einem Three-Way Match Sonjay Dutt gepinnt hatte.

Der dritte Titelgewinn folgte am 19. Juni 2007, als er den bisherigen Champion Jay Lethal sowie Chris Sabin besiegte. Am 15. Juli 2007 bei Victory Road gewann Seanoa zudem noch die TNA World Tag Team Championship von Team 3D in einem Match, an dem auch der World Heavyweight Champion Kurt Angle beteiligt war. Aufgrund der spezifischen Match-Bestimmungen hielt er nun alleine die Tag Team-Titel. Beide Titel verlor er am 12. August desselben Jahres bei Hard Justice in einem Match gegen Kurt Angle, bei dem alle Titel von TNA auf dem Spiel standen, die von Seanoa und Angle gehalten wurden.

Am 13. April 2008, bei der Großveranstaltung Lockdown, gewann Seanoa die TNA World Heavyweight Championship von Kurt Angle. Diese verlor er am 12. Oktober 2008 bei Bound for Glory an Sting. Am 16. August 2009 bei Hard Justice gewann er zum vierten Mal die TNA X Division Championship von Homicide. Diesen Titel verlor er am 8. Oktober 2009 bei TNA iMPACT! an Amazing Red.

Bei Against All Odds am 12. Februar 2012 gewann Seanoa zusammen mit Magnus die TNA World Tag Team Championship von Crimson & Matt Morgan. Den Titel verloren sie am 13. Mai 2012 bei Sacrifice an Christopher Daniels und Kazarian. Am 27. September 2012 besiegte er bei Impact Wrestling Mr. Anderson und gewann damit die vakante TNA Television Championship. Diesen Titel verlor er am 6. Dezember 2012 an Devon.

Am 17. Februar 2015 gab Seanoa bekannt, dass er TNA wegen der ausgebliebenen Verlängerung seines Vertrages verlassen werde.[3]

Rückkehr zu Ring of Honor Wrestling (2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 2015 kehrte Seanoa für kurze Zeit zu Ring of Honor zurück und forderte ROH World Championship Jay Briscoe heraus. Das Match am 27. März 2015 durfte er jedoch nicht gewinnen.[4]

World Wrestling Entertainment (seit 2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NXT Champion (2015–2017)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NXT Champion Joe im Jahr 2016.

Am 20. Mai 2015 gab Seanoa als Samoa Joe sein WWE-Debüt, als er beim NXT-Event TakeOver: Unstoppable in das NXT Championship Match zwischen Kevin Owens und Sami Zayn eingriff. Sein Debüt-Match erfolgte in der NXT-Sendung vom 10. Juni 2015, als er Scott Dawson besiegen durfte.

Bei NXT TakeOver: Respect am 9. Oktober 2015 gewann Joe mit Finn Bálor das erste Dusty-Rhodes-Tag-Team-Classic-Turnier.

Am 21. April 2016, bei einer NXT-Houseshow, durfte Samoa Joe erstmals die NXT Championship gewinnen, indem er Finn Bálor besiegte. Er verlor diesen Titel am 20. August 2016 bei NXT TakeOver: Brooklyn an Shinsuke Nakamura. Am 19. November 2016 bei NXT TakeOver: Toronto konnte er die NXT Championship jedoch von diesem zurückerlangen, wodurch er der erste Wrestler wurde, der die NXT Championship mehr als einmal gewinnen durfte.[5] Am 3. Dezember 2016 verlor er den Titel in einer Houseshow in Japan wieder an Nakamura.[6]

Verschiedenen Fehden (2017–2018)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. Januar 2017 debütierte Samoa Joe im Hauptroster der WWE, als er bei RAW Seth Rollins attackierte.[7] Sein erstes Match im Hauptroster bestritt er bei RAW am 6. Februar 2017, hier durfte er Roman Reigns besiegen.[8] Am 25. Dezember 2017 konnte er bei RAW, in einem Titelmatch um die Intercontinental Championship, erneut gegen Reigns gewinnen. Da dies ein Sieg per Disqualification war, wechselte der Titel aber nicht.[9]

Fehde mit AJ Styles und United States Champion (2018–2019)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2018 wechselte Samoa Joe durch den Superstar Shake-Up zu SmackDown Live. Bei WWE SummerSlam am 19. August 2018 gewann er ein Match um die WWE Championship gegen AJ Styles. Den Titel erhielt er jedoch nicht, da dieser Sieg wiederum durch Disqualifikation erfolgte.[10] Seinen ersten Titel im Main Roster der WWE gewann er schließlich in der SmackDown Live-Sendung vom 5. März 2019, als er die United States Championship von R-Truth gewinnen durfte. In diesem Fatal Four Way-Match pinnte er Andrade, der neben Joe und Rey Mysterio die US Championship Open Challenge von R-Truth angenommen hatte.[11]

Im Rahmen des Superstar Shake-Ups 2019 wechselte Joe am 22. April 2019 als WWE United States Champion von SmackDown zu Raw. Der Titel wechselte somit auch in diese Sendung. Die erste Titelverteidigung als United States Champion bei Raw hatte Joe gegen Rey Mysterio bei Money in the Bank, dieses Match verlor Joe und somit endete die Titelregentschaft nach 75 Tagen. Bei der Raw-Ausgabe erhielt Joe den Titel von Mysterio zurück, der ihn aufgrund einer Verletzung abgab. Diese Regentschaft hielt 20 Tage und verlor den Titel schlussendlich an Ricochet.

Am 14. Juli 2019 trat Joe um den WWE Championship gegen Kofi Kingston, dieses Match verlor er jedoch.

Titel und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ballpark Brawl
    • Natural Heavyweight Championship (1×)
  • German Wrestling Association
    • GWA Heavyweight Championship (1×)
  • Ultimate Pro Wrestling
    • UPW Heavyweight Championship (1×)
    • UPW No Hold Barred Championship (2×)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Past Results. 27. Februar 2007, abgerufen am 7. März 2019.
  2. WWE News, RAW Results, Smackdown Results. In: Wrestling News and Results, WWE News, TNA News, ROH News. Abgerufen am 7. März 2019 (amerikanisches Englisch).
  3. Meldung auf Wrestling Observer Figure Four Online, abgerufen am 20. Februar 2015
  4. Mark Wilder/Richard G.: 3/27 ROH Supercard of Honor report. Abgerufen am 7. März 2019 (englisch).
  5. WWE NXT „Takeover: Toronto“ Ergebnisse & Bericht aus Toronto, Kanada vom 19.11.2016 (inkl. Videos & kompletter Pre-Show) wrestling-infos.de. Abgerufen am 20. November 2016
  6. NXT Houseshow Ergebnisse aus Osaka, Japan. wrestling-infos.de, 3. Dezember 2016, abgerufen am 3. Dezember 2016.
  7. WWE Monday Night Raw Ergebnisse aus Laredo, Texas. 30. Januar 2017, abgerufen am 7. Februar 2017.
  8. WWE Monday Night Raw Ergebnisse aus Portland, Oregon. 6. Februar 2017, abgerufen am 7. Februar 2017.
  9. Tommy Messano: Roman Reigns loses temper, loses to Samoa Joe by DQ on Raw. 25. Dezember 2017, abgerufen am 7. März 2019.
  10. Mike Chiari: AJ Styles Retains WWE Title at SummerSlam 2018 After Wild DQ Loss to Samoa Joe. Abgerufen am 7. März 2019 (englisch).
  11. Samoa Joe captures United States Championship on WWE SmackDown Live. givemesport.com, abgerufen am 6. März 2019.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Samoa Joe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien