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Sampdoria Genua

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Sampdoria Genua
Logo von Sampdoria Genua
Basisdaten
Name Unione Calcio Sampdoria S.p.A.
Sitz Genua, Italien
Gründung 12. August 1946
Farben blau-weiß
Präsident Matteo Manfredi
Website sampdoria.it
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Angelo Gregucci
Spielstätte Stadio Luigi Ferraris
Plätze 34.901
Liga Serie B
2024/25 17. Platz
Heim
Auswärts
Ausweich

Die Unione Calcio Sampdoria, kurz U.C. Sampdoria oder Sampdoria, im deutschsprachigen Raum bekannt als Sampdoria Genua, ist ein italienischer Fußballverein aus der ligurischen Hauptstadt Genua. Weitere Bezeichnungen sind La Samp, Il Doria und I Blucerchiati.

Sampdoria Genua ist vierfacher Italienischer Pokalsieger, einmaliger Italienischer Meister und Italienischer Supercupsieger.

Heimspielstätte ist das 36.599 Zuschauer fassende Stadio Luigi Ferraris. Dieses teilt sich der Klub mit dem Stadtrivalen CFC Genua.

Die Mannschaft der U.C. Sampdoria um 1946
Stadio Luigi Ferraris, seit 1946 Heimstätte von Sampdoria Genua

Gegründet wurde die Unione Calcio Sampdoria am 12. August 1946. Der Verein entstand durch die Fusion von SG Sampierdarenese und SG Andrea Doria, aus deren Namen sich auch der Vereinsname Sampdoria ableitet. Seitdem spielte die Sampdoria die meiste Zeit in der Serie A, große Erfolge blieben allerdings lange Zeit aus. Bis in die 1980er war der vierte Tabellenplatz aus der Saison 1960/61 der größte Erfolg der Genuesen.

Dieser wurde in der Saison 1984/85 eingestellt. Außerdem gewann die Sampdoria in jener Spielzeit ihren ersten Titel: Gegen die AC Mailand holten sich die Blucerchiati den italienischen Pokal. Bis 1994 wurden drei weitere Titel in diesem Wettbewerb gefeiert. Dank dieser Erfolge qualifizierte man sich regelmäßig für den Europapokal der Pokalsieger, wo die Sampdoria ebenso für Aufsehen sorgte. 1989 erreichten die Genuesen zum ersten Mal das Finale dieses Wettbewerbs, in dem man sich im Wankdorfstadion in Bern dem FC Barcelona mit 0:2 geschlagen geben musste. Schon im Jahr darauf stand die Sampdoria erneut im Finale und dieses Mal wurde der Wettbewerb auch gewonnen: Im Göteborger Ullevi-Stadion wurde der RSC Anderlecht mit 2:0 besiegt. Gianluca Vialli erzielte dabei für die Sampdoria beide Treffer in der Verlängerung.

Den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feierten die Blucerchiati aber in der folgenden Saison (1990/91), als sie sich vor der AC Mailand die italienische Meisterschaft sicherten. Dadurch qualifizierte sich der Verein für den Europapokal der Landesmeister 1991/92, wo die Sampdoria sich in ihrer Gruppe gegen Roter Stern Belgrad, dem RSC Anderlecht und Panathinaikos Athen durchsetzte und das Finale erreichte. Dort traf man wie schon drei Jahre zuvor auf den FC Barcelona. Aber auch im Wembley-Stadion behielten die Katalanen die Oberhand: Das Spiel ging mit 0:1 aus Sicht der Blucerchiati nach der Verlängerung verloren.

Architekt dieser erfolgreichen Mannschaft war der jugoslawische Trainer Vujadin Boškov, der die Sampdoria von 1986 bis 1992 betreute. Schlüsselspieler dieser Zeit waren unter anderem Torhüter Gianluca Pagliuca, Verteidiger Pietro Vierchowod, Mittelfeldspieler Attilio Lombardo und die Stürmer Gianluca Vialli und Roberto Mancini.

Nach 1994 gelang es der Sampdoria nicht mehr, an vergangene Erfolge anzuknüpfen. Zwar wurde bis zur Spielzeit 1997/98 immer ein einstelliger Tabellenplatz erreicht, doch in der Saison 1998/99 stiegen die Genuesen als Tabellensechzehnter in die Serie B ab. Erst in der Saison 2003/04 spielten die Blucerchiati wieder erstklassig.

Den größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte feierte die Sampdoria in der Spielzeit 2009/10, als die Mannschaft, angeführt von Kapitän Angelo Palombo und den beiden Stürmern Giampaolo Pazzini und Antonio Cassano, den vierten Tabellenplatz erreichte und sich damit die Teilnahme für die Play-offs der Champions League 2010/11 sicherte. In der letzten Qualifikationsrunde scheiterte man knapp an Werder Bremen: nach einer auswärtigen 1:3-Hinspielniederlage führte Genua im eigenen Stadion im Rückspiel bis zur Nachspielzeit mit 3:0, um dann ein Gegentor von Markus Rosenberg zu bekommen und so in die Verlängerung zu gehen. Sampdoria Genua gewann nach 120 Minuten mit 3:2, scheiterte jedoch aufgrund eines Gesamtspielstandes von 5:4. In der darauffolgenden Gruppenphase der Europa League schied die Mannschaft als Gruppendritter hinter der PSV Eindhoven und Metalist Charkiw sowie vor VSC Debrecen aus. Die nächste Enttäuschung folgte wenig später, denn zum Ende der Saison 2010/11 stieg die Sampdoria als Tabellenachtzehnter erneut in die Serie B ab.

Die Rückkehr in die höchste italienische Spielklasse ließ nicht lange auf sich warten. Als Tabellensechster erreichte Genua in der Saison 2011/12 die Aufstiegs-Play-offs, deren Sieger in die Serie A aufstieg. Im Halbfinale setzte man sich mit 3:2 im Gesamtergebnis gegen die US Sassuolo durch, in den Finalspielen wurde die AS Varese 3:2 und 1:0 besiegt. Am 21. Januar 2013 verstarb der amtierende Vereinspräsident Riccardo Garrone nach langer schwerer Krankheit.[1] Am Ende der Saison 2024/25 konnte der erste Abstieg des Vereins in die Drittklassigkeit nur knapp verhindert werden, als die US Salernitana im Play-out bezwungen wurde.

Vereinsfarben und -wappen

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Tifosi von Sampdoria in der Curva Sud des Stadio Luigi Ferraris (2019)

Das Vereinslogo zeigt die Silhouette eines Pfeife rauchenden Seemanns namens Baciccia (Baptist).

Eine absolute Eigenheit und ein Charakteristikum im italienischen Profifußball stellen die Vereinsfarben der Sampdoria dar. Blucerchiato würde man im Deutschen etwa mit blauumrahmt oder blauumringt übersetzen. Der Großteil des Samp-Heimtrikots und -Klubemblems besteht aus einem kräftigen Blauton, der einen kleinen Ring aus den Farben weiß, rot-schwarz und nochmals weiß umschließt. Die Sampdoria-Spieler und -Fans bezeichnet man somit auch als Blucerchiati, als Blauumrahmte.

Daten und Fakten

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NationalTitelSaison
Italienische Meisterschaft 1 1990/91
Italienischer Pokal 4 1984/85, 1987/88, 1988/89, 1993/94
Italienischer Supercup 1 1991
InternationalTitelSaison
Europapokal der Pokalsieger 1 1989/90

Erfolge der Jugendmannschaften

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Individuelle Erfolge

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Italiens Fußballer des Jahres (5)

Torschützenkönig

Serie A (3)

Europapokal der Pokalsieger (1)

Aktueller Kader der Saison 2025/26

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Stand: 21. Februar 2026[2]

Nr. Position Name
1 ItalienItalien TW Simone Ghidotti
2 ItalienItalien AB Mattia Viti (Leihe von OGC Nizza)
4 FrankreichFrankreich MF Jordan Ferri
5 ItalienItalien AB Alessandro Riccio
7 ItalienItalien MF Manuel Cicconi (Leihe von Carrarese Calcio)
8 ItalienItalien MF Matteo Ricci
9 ItalienItalien ST Massimo Coda
10 ItalienItalien ST Luigi Cherubini (Leihe von AS Rom)
11 Slowenien ST Tjaš Begić (Leihe von Parma Calcio 1913)
13 DeutschlandDeutschland AB Matteo Palma (Leihe von Udinese Calcio)
16 Schottland MF Liam Henderson
17 Bosnien und Herzegowina AB Dennis Hadžikadunić (Leihe von FK Rostow)
18 ItalienItalien AB Lorenzo Venuti
20 ItalienItalien MF Simone Pafundi (Leihe von Udinese Calcio)
21 ItalienItalien AB Simone Giordano
Nr. Position Name
23 ItalienItalien AB Fabio Depaoli
25 ItalienItalien AB Alex Ferrari
28 DanemarkDänemark MF Oliver Abildgaard
29 ItalienItalien AB Alessandro Di Pardo
30 ItalienItalien TW Nicola Ravaglia
33 ItalienItalien MF Francesco Conti
34 ItalienItalien MF Tommaso Casalino
39 ItalienItalien AB Lorenzo Malanca
50 ItalienItalien TW Tommaso Martinelli (Leihe von AC Florenz)
72 Tschechien MF Antonín Barák (Leihe von AC Florenz)
77 ItalienItalien ST Nicholas Pierini (Leihe von US Sassuolo)
92 ItalienItalien ST Edoardo Soleri (Leihe von Spezia Calcio)
94 ItalienItalien MF Salvatore Esposito (Leihe von Spezia Calcio)
98 Belgien TW Gaëtan Coucke
99 ItalienItalien ST Matteo Brunori (Leihe von FC Palermo)

Ehemalige Spieler

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Roberto Mancini
Gianluca Vialli

Stand: Saisonende 2020/21; Fettgedruckte Spieler sind noch aktiv. Angegeben sind alle Pflichtspiele und -tore.

Einsätze
1  Roberto Mancini1982–1997 566
2  Pietro Vierchowod1983–1995 493
3  Angelo Palombo2002–2017 459
4  Moreno Mannini1984–1999 417
5  Gaudenzio Bernasconi1954–1965 362
6  Luca Pellegrini1980–1991 362
7  Guido Vincenzi1958–1969 360
8  Giancarlo Salvi1963–1964
1965–1976
327
9  Gianluca Vialli1984–1992 321
10  Attilio Lombardo1989–1995 306
Tore
1  Roberto Mancini1982–1997 173
2  Gianluca Vialli1984–1992 141
3  Francesco Flachi1999–2007 111
4  Fabio Quagliarella2006–2007
2016–
100
5  Adriano Bassetto1946–1953 93
6  Giuseppe Baldini1946–1950 73
7  Vincenzo Montella1996–1999 66
8  Giancarlo Salvi1963–1964
1965–1976
55
9  Attilio Lombardo1989–1995 54
10 Italien  Eddie Firmani1955–1958 53

Trainerhistorie

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Cheftrainer
AmtszeitName
1946–1947 Giuseppe Galluzzi
1947–1950 Andrea Stigliano
1950–1951 Giuseppe Galluzzi
 Gipo Poggi und  Alfredo Foni
1951–1952 Alfredo Foni
1952–1953 Gipo Poggi
 Ivo Fiorentini
1953–1954 Paolo Tabanelli
1954–1955 Paolo Tabanelli
 Lajos Czeizler
1955–1956 Lajos Czeizler
1956–1957 Lajos Czeizler
 Pietro Rava
 Ugo Amoretti
 Bill Dodgin sr.
1957–1958 Bill Dodgin sr.
 Adolfo Baloncieri
1958–1961 Eraldo Monzeglio
1961–1962 Eraldo Monzeglio
 Roberto Lerici
1962–1963 Roberto Lerici
 Ernst Ocwirk
1963–1964 Ernst Ocwirk
1964–1965 Ernst Ocwirk
 Giuseppe Baldini
Cheftrainer
AmtszeitName
1965–1966 Giuseppe Baldini
 Fulvio Bernardini
1966–1968 Fulvio Bernardini
1971–1973 Heriberto Herrera
1973–1974 Guido Vincenzi
1974–1975 Giulio Corsini
1975–1977 Eugenio Bersellini
1977–1978 Giorgio Canali
1979–1980 Lamberto Giorgis
 Lauro Toneatto
1980–1981 Enzo Riccomini
1981–1982 Enzo Riccomini
 Renzo Ulivieri
1982–1984 Renzo Ulivieri
1984–1986 Eugenio Bersellini
1986–1992 Vujadin Boškov
1992–1997 Sven-Göran Eriksson
1997–1998 César Luis Menotti
 Vujadin Boškov
1998–1999 Luciano Spalletti
 David Platt und  Giorgio Veneri
 Luciano Spalletti
1999–2000 Gian Piero Ventura
2000–2001 Luigi Cagni
Cheftrainer
AmtszeitName
2001–2002 Luigi Cagni
 Gianfranco Bellotto
2002–2007 Walter Novellino
2007–2009 Walter Mazzarri
2009–2010 Luigi Delneri
2010–2011 Domenico Di Carlo
 Alberto Cavasin
2011–2012 Gianluca Atzori
 Giuseppe Iachini
2012 Ciro Ferrara
2012–2013 Delio Rossi
2013–2015 Siniša Mihajlović
2015 Walter Zenga
2015–2016 Vincenzo Montella
2016–2019 Marco Giampaolo
2019 Eusebio Di Francesco
2019–2021 Claudio Ranieri
2021–2022 Roberto D’Aversa
2022 Marco Giampaolo
2022–2023 Dejan Stanković
2023–2024 Andrea Pirlo
2024 Andrea Sottil

Mannschaft der Frauen

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Die Frauenfußballabteilung besteht seit dem Jahr 2020 und spielte durch die Übernahme der Lizenz von Florentia San Gimignano SSD zwischen 2021 und 2025 in der Serie A.

  • Marco Ansaldo, Renzo Parodi: Una storia blucerchiata. L’epopea della Sampdoria dagli inizi ai nostri giorni Sportmedia, 2017, ISBN 978-88-87588-45-3.
  • Roberto Bordi, Vittorio Masi: Quanto sei sampdoriano da zero a cento? Il quiz della lanterna Sportmedia, 2017, ISBN 978-88-87588-43-9.
  • Marco Ansaldo, Renzo Parodi: Il bacio al pallone. Lo spirito vincente di Mancini e Vialli dallo scudetto della Sampdoria alla Nazionale Il Canneto Editore, 2021, ISBN 979-12-80239-14-3.
  • Gianluca Vialli, Roberto Mancini: La bella stagione Arnoldo Mondadori Editore, 2021, ISBN 978-88-04-73864-0.
  • Marco Benvenuto: Vinto, visto, vissuto. Lo scudetto della Samp nei racconti di chi c'era Galata S.r.l., 2022, ISBN 978-88-95369-69-3.
Commons: Sampdoria Genua – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. SE N'È ANDATO UN SAMPDORIANO. CIAO E GRAZIE, PRESIDENTE (Memento vom 24. Januar 2013 im Internet Archive) (italienisch), abgerufen am 22. Januar 2013
  2. Sampdoria Genua - Vereinsprofil. Abgerufen am 21. Februar 2026.