Samson und Delilah (1949)

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Filmdaten
Deutscher Titel Samson und Delilah
Originaltitel Samson and Delilah
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1949
Länge 131 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Cecil B. DeMille
Drehbuch Fredric M. Frank
Jesse L. Lasky, Jr.
Vladimir Jabotinsky (Vorlage)
Harold Lamb (Vorlage)
Produktion Cecil B. DeMille
Musik Victor Young
Kamera George Barnes
Schnitt Anne Bauchens
Besetzung

Die Bibelverfilmung Samson und Delilah ist ein US-amerikanischer Monumentalfilm von Cecil B. DeMille aus dem Jahr 1949.

Handlung[Bearbeiten]

Der Richter Samson wurde von Gott auserwählt, die Israeliten von den Philistern zu befreien, einem kriegerischen Volk, welches das Land Kanaan besetzt hält. Er tötet mit bloßen Händen einen jungen Löwen. Er verlobt sich mit der Philisterin Semadar und gibt den Hochzeitsgästen ein Rätsel auf. Semadar verrät Prinz Athur die Lösung des Rätsels, sie wird im Tumult von Landsleuten ermordet und Samson rebelliert gegen die Philistäer und fügt ihnen große Verluste zu.

Semadars jüngere Schwester, Delilah (Delila), von Samson bereits einmal zurück gewiesen, wird die Geliebte des Sarans von Gaza. Dann kommt es zu einer Affäre zwischen ihr und Samson, er verrät ihr das Geheimnis seiner Stärke. Samson wird von den Philistern gefangengenommen und geblendet. Zum Schluss zerstört er den Tempel und tötet damit nicht nur sich und Delilah, sondern auch tausende von Philistäern und den Hofstaat, der ihn zum Sklaven gemacht hatte.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Drehbuch basierte neben dem Text aus dem Alten Testament auch auf dem Roman Richter und Narr, den Zeev Jabotinsky 1926 unter dem Pseudonym Altalena veröffentlicht hatte. Wie bei allen Monumentalfilmen dieser Zeit wurde auch hier das biblische Israel in einem Studio rekonstruiert, welches in Los Angeles stand. Großartige Bauten und farbenprächtige Kostüme vermitteln Hollywood-Flair, jedoch weniger Authentizität.

Victor Mature und Hedy Lamarr waren nicht erste Wahl beim Casting. Zunächst sollte Burt Lancaster Samson verkörpern; Cecil B. DeMille empfand ihn jedoch als zu jung. Henry Wilcoxon wurde gefragt, er fand sich jedoch selbst zu alt. Als Delilah sollte ursprünglich Betty Hutton vor der Kamera stehen.

Die deutsche Erstaufführung war am 2. November 1951.[1]

Kritiken[Bearbeiten]

„Zwischen glühender Liebe und abgrundtiefem Haß vollzieht sich ihr Schicksal im Kontext jüdischer Historie bis zum berühmtesten Katastrophenspektakel der Filmgeschichte, dem Einsturz des Philisterpalastes (…) Kolossalfilmregisseur DeMille (…) präsentiert Action, Spannung und die prächtigste historische Modenschau in diesem Klassiker. (Wertung: 3 von 4 möglichen Sternen – sehr gut)“

Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz: Lexikon „Filme im Fernsehen“, 1990 [2]

„Verfilmung (…) im amerikanischen Schaustil, d. h., man sieht einen modernen Liebesroman in fremdartigem Milieu.“

6000 Filme, 1963 [3]

„(…) ein naives Kostümspektakel mit guten Massenszenen, das das ursprüngliche Thema auf eine tragisch endende Liebesaffäre reduziert. Als filmhistorisches Dokument von einigem Interesse.“

Lexikon des internationalen Films [4]

„(…) Ich mag keine Filme, in denen die Titten der Männer größer sind als die der Frauen.“

Groucho Marx auf Cecil B. DeMille Frage, ob ihm der Film gefiel[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1951 wurde Samson und Delilah mit einem Golden Globe in der Kategorie „Beste Kamera“ geehrt. Im gleichen Jahr wurde der Film für fünf Oscars nominiert, von denen er letztlich zwei Auszeichnungen gewann.

Nominierung:

  • Beste Kamera
  • Beste Spezialeffekte
  • Beste Musik

Auszeichnung:

  • Beste Ausstattung
  • Bestes Kostümdesign

Literatur[Bearbeiten]

  • Altalena: Richter und Narr. Roman. Meyer & Jessen, München 1928, 382 S.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Lexikon des internationalen Films“ (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997
  2. Adolf Heinzlmeier, Berndt Schulz: Lexikon „Filme im Fernsehen“ (Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 699
  3. 6000 Filme. Kritische Notizen aus den Kinojahren 1945 bis 1958. Handbuch V der katholischen Filmkritik, 3. Auflage, Verlag Haus Altenberg, Düsseldorf 1963, S. 368
  4. „Lexikon des internationalen Films“ (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997
  5. http://www.imdb.com/title/tt0041838/trivia