Samtgemeinde Sietland

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Samtgemeinde Sietland
Samtgemeinde Sietland
Deutschlandkarte, Position der Samtgemeinde Sietland hervorgehoben

Koordinaten: 53° 44′ N, 8° 55′ O

Basisdaten (Stand 2010)
Bestandszeitraum: 1970–2010
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Fläche: 143,79 km2
Einwohner: 5422 (31. Dez. 2010)
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km2
Verbandsgliederung: 4 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Hauptstraße 40
21775 Ihlienworth
Website: www.sietland.de (Memento vom 14. August 2006 im Internet Archive)
Samtgemeindebürgermeister: Maik Schwanemann (parteilos)
Lage der Samtgemeinde Sietland im Landkreis Cuxhaven
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen

In der Samtgemeinde Sietland hatten sich in den Jahren 1970 bis 1972 vier Gemeinden zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zusammengeschlossen. Sie war Teil des niedersächsischen Landkreises Cuxhaven.

Zum 1. Januar 2011 sind die bisherigen Samtgemeinden Sietland und Hadeln zu der neuen Samtgemeinde Land Hadeln zusammengeschlossen worden.[1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Samtgemeinde Sietland umfasste im Wesentlichen das Gebiet der Süßwassermarschen und Moore zwischen der Seemarsch um Otterndorf („Hadelner Hochland“) im Norden, und den Moorrandseen bei Bad Bederkesa (Dahlemer-, Halemer und Bederkesaer See) im Süden. Im Osten wurde die Grenze der Samtgemeinde weitgehend durch den Hadelner Kanal gebildet.

Die schwierige Entwässerung des Gebietes erfolgt über die Emmelke, die Alte Aue und die Gösche, die sich bei Ihlienworth zur Medem vereinigen, sowie eine große Anzahl von landschaftsgestaltenden Wettern, Vorflutern und Gräben. Ohne den 1853 gebauten Hadelner Kanal und das Schöpfwerk Otterndorf würde es aber, wegen der topographischen Lage von teilweise bis zu zwei Meter unter Meeresspiegel, zu regelmäßigen Überschwemmungen kommen. Nur im Westen der Samtgemeinde, in der Wannaer Geest und im Ahlen, findet sich etwas erhöhter und sandiger Untergrund. In dem Dreieck zwischen Wanna, Ihlienworth und Steinau erstreckt sich das größtenteils kultivierte Ahlenmoor.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter wurde das Hadelner Sietland (von niederdeutsch: siet = „niedrig“) unter dem Namen „Fünf Kirchspiele“ zusammengefasst. (Bis ins 14. Jahrhundert existierte, neben den Kirchen in Wanna, Ihlienworth, Steinau und Odisheim auch eine Kapelle in Süderleda.) Zusammen mit dem Hadler Hochland („Sieben Kirchspiele“) und den Einwohnern der Stadt Otterndorf, bildete das Sietland einen der drei „Stände“ der Hadler Selbstverwaltung (sh. Warningsacker). Von 1388 bis etwa 1484 unterstand das Sietland jedoch der bremischen Vogtei Bederkesa. An die Stelle des Kirchspiels Süderleda war zu dieser Zeit Wester-Ihlienworth (neben Oster-Ihlienworth) als fünftes Kirchspiel getreten, dass durch die mittelalterliche Hollerkolonisation an Bevölkerung gewonnen hatte. Danach kamen die Fünf Kirchspiele wieder an das Land Hadeln.

Zur Geschichte der Region vor 1866 siehe auch: Geschichte von Hadeln und Wursten.

Für die Zeit danach siehe auch: Geschichte des Landkreises Cuxhaven.

Einwohnerentwicklung

Jahr 1987 1992 1997 2002 2007 2008 2009 2010
Einwohner 5736 5756 5864 5767 5606 5496 5449 5422

(jeweils zum 31. Dezember)[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Samtgemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Samtgemeinde Sietland bestand aus den Gemeinden:

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Samtgemeinde Sietland
Blasonierung: „In Silber über grünem Dreiberg eine rote Hagalsrune, begleitet rechts von einem grünen Seerosenblatt und links von einem grünen Pfeilkrautblatt; im grünen Schildfuß eine silberne Urne.“[3]
Wappenbegründung: Hagalsrune und Dreiberg repräsentieren das Wappen der Mitgliedsgemeinde Ihlienworth, Seerosenblatt bzw. Pfeilkrautblatt das Wappen der Mitgliedsgemeinde Steinau bzw. Odisheim, während die Urne für das Wappen der Mitgliedsgemeinde Wanna steht.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grundzentrumsfunktion i. S. der regionalen Raumordnung nahm der Ort Ihlienworth wahr, wo auch der Sitz der Samtgemeindeverwaltung war.

Im sogenannten Cuxland war die Samtgemeinde Sietland wirtschaftlich stark auf den Tourismus ausgerichtet, wobei der Wassertourismus auf der Medem von besonderer Bedeutung war. Das Sietländer Kahnfest und der Holzmarkt sind alljährliche Feste.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Samtgemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die mit der Samtgemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helmut Salzinger (1935–1993), Schriftsteller, Herausgeber und Kleinverleger, starb in Odisheim

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angelgewässer

  • Hadelner Kanal
    Aal, Barsch, Brasse, Hecht, Rotfeder, Rotauge, Weißfisch und Zander
  • Medem
    Aal, Barsch, Brasse, Hecht, Karpfen, Rotfeder, Rotauge, Weißfisch und Zander
  • Wettern
    Aal, Brasse, Hecht, Rotfeder, Rotauge, Weißfisch
  • Straßdeich
    Aal, Barsch, Brasse, Hecht, Forelle, Karpfen, Rotfeder, Rotauge, Schlei, Weißfisch und Zander
  • Emmelke
    Aal, Barsch, Brasse, Hecht, Forelle, Karpfen, Rotfeder, Rotauge, Schlei, Weißfisch und Zander
  • Radkanal
    Aal, Barsch, Brasse, Hecht, Karpfen, Rotfeder, Rotauge, Schlei, Weißfisch und Zander
  • Gösche
    Aal, Barsch, Brasse, Hecht, Karpfen, Rotfeder, Rotauge, Schlei, Weißfisch und Zander

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Samtgemeinde Sietland – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Verordnung über den Zusammenschluss der Samtgemeinden Hadeln und Sietland. Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 10/2010. Hannover 7. April 2010, S. 162 (Digitalisat (Memento vom 21. März 2016 im Internet Archive) [PDF; 141 kB; abgerufen am 19. September 2019] S. 2).
  2. Bevölkerungszahlen. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Internetseite Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN). Archiviert vom Original am 20. April 2019; abgerufen am 16. Juli 2019.
  3. Rudolf Lembcke: Kreis Land Hadeln. Geschichte und Gegenwart. Hrsg.: Kreis Land Hadeln. Buchdruckerei Günter Hottendorff, Otterndorf 1976, S. 6 (Wappenteil).