Samtgemeinde Fredenbeck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Samtgemeinde Fredenbeck
Samtgemeinde Fredenbeck
Deutschlandkarte, Position der Samtgemeinde Fredenbeck hervorgehoben
Koordinaten: 53° 31′ N, 9° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Stade
Fläche: 144 km2
Einwohner: 12.704 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km2
Verbandsschlüssel: 03 3 59 5402
Verbandsgliederung: 3 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Schwingestraße 1
21717 Fredenbeck
Webpräsenz: www.fredenbeck.de
Samtgemeinde-
bürgermeister
:
Ralf Handelsmann (parteilos)
Lage der Samtgemeinde Fredenbeck im Landkreis Stade
Balje Krummendeich Freiburg/Elbe Oederquart Wischhafen Drochtersen Großenwörden Engelschoff Hammah Düdenbüttel Himmelpforten Burweg Kranenburg Estorf Oldendorf Heinbockel Stade Deinste Fredenbeck Kutenholz Jork Buxtehude Apensen Beckdorf Sauensiek Ahlerstedt Brest Bargstedt Harsefeld Nottensdorf Bliedersdorf Horneburg Dollern Agathenburg Landkreis Stade Niedersachsen Landkreis Cuxhaven Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Harburg Hamburg Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein Grünendeich Mittelnkirchen Neuenkirchen Guderhandviertel Steinkirchen Hollern-TwielenflethKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen

Die Samtgemeinde Fredenbeck ist eine Samtgemeinde im Landkreis Stade im Norden Niedersachsens. In ihr haben sich drei Gemeinden zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zusammengeschlossen. Der Verwaltungssitz der Samtgemeinde befindet sich in Fredenbeck.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Samtgemeinde liegt südwestlich der Kreisstadt Stade zwischen Hamburg und Bremen auf der Stader Geest. Auf dem Gebiet der Samtgemeinde befinden sich die Orte Aspe, Deinste, Essel, Fredenbeck, Helmste, Kutenholz, Mulsum, Schwinge und Wedel sowie die Naturschutzgebiete Fredenbecker Mühlenbach, Deinster Mühlenbach und Feerner Moor.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Samtgemeinde Fredenbeck grenzt im Westen an die Stadt Bremervörde (Landkreis Rotenburg (Wümme)), im Südwesten an die Samtgemeinde Selsingen (Landkreis Rotenburg (Wümme)), im Nordwesten an die Samtgemeinde Oldendorf, im Nordosten an die Stadt Stade, im Osten an die Samtgemeinde Horneburg und im Süden an die Samtgemeinde Harsefeld.

Samtgemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Samtgemeinde setzt sich aus den drei Mitgliedsgemeinden Deinste, Fredenbeck und Kutenholz zusammen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Samtgemeinde Fredenbeck besteht seit 1965. Die sogenannte kleine Samtgemeinde Fredenbeck bestand ursprünglich aus den ehemaligen Gemeinden Deinste, Groß Fredenbeck, Klein Fredenbeck, Helmste, Schwinge und Wedel. Sitz der ersten Samtgemeinde war Fredenbeck. Der erste Samtgemeindedirektor war Alfred Schmetjen aus Helmste und der erste Verwaltungsmitarbeiter Johann Holst, der vorher „Gemeindeschreiber“ in Groß Fredenbeck war.

Im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform entstanden 1972 die drei Mitgliedsgemeinden, so wie man sie heute kennt. Groß Fredenbeck, Klein Fredenbeck, Schwinge und Wedel (Landkreis Stade) bildeten die Gemeinde Fredenbeck neu. Aspe, Essel, Mulsum und Kutenholz schlossen sich zur Gemeinde Kutenholz zusammen und Deinste und Helmste bildeten die neue Gemeinde Deinste, die mit rund 2400 Einwohnern die kleinste Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Fredenbeck ist. Alle drei neuen Gemeinden bildeten die heutige größere Samtgemeinde Fredenbeck, deren Verwaltungssitz ist immer noch Fredenbeck ist.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1971 7.554
1980 9.589
1990 10.284
1995 11.357
1999 12.918

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Samtgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Samtgemeinde Fredenbeck besteht aus 30 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 12.001 und 15.000 Einwohnern.[2] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Stimmberechtigt im Rat der Samtgemeinde ist außerdem der hauptamtliche Samtgemeindebürgermeister Ralf Handelsmann (parteilos).

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[3]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
CDU 49,26 % 15
SPD 31,18 % 9
FWG-Pro Bürger 9,14 % 3
Bündnis 90/Die Grünen 8,26 % 2
FDP 2,14 % 1

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 61,08 %[3] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[4]

Samtgemeindebürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptamtlicher Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Fredenbeck ist Ralf Handelsmann (parteilos). Bei der letzten Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 wurde er ohne Gegenkandidaten mit 86,8 % der Stimmen gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 47,6 %.[5] Handelsmann trat sein Amt am 1. November 2014 an und löste den bisherigen Amtsinhaber Friedhelm Helk ab, der nicht mehr kandidiert hatte.

Bisherige Amtsinhaber:

  • Alfred Schmetjen 1965–1977 (Samtgemeindedirektor, hauptamtlich)
  • Wilfried Perschke 1977–2001 (Samtgemeindedirektor, hauptamtlich)
  • Friedhelm Helk 2001–2014 (Samtgemeindebürgermeister, hauptamtlich)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Das Wappen der Samtgemeinde zeigt einen durch einen silbernen Wellenbalken zweigeteilten Schild. Im oberen Feld befinden sich auf blauem Grund goldene Windmühlenflügel, im unteren Feld auf rotem Grund ein goldener Mühlstein.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge zeigt die Farben rot und blau in zwei gleich breiten Querstreifen mit aufgelegtem Samtgemeindewappen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wassermühle Fredenbeck
  • Wassermühle Deinste
  • Windmühle Anna-Maria Mulsum
  • Feldsteinkirche Mulsum

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Samtgemeinde Fredenbeck gibt es diverse Sportvereine. Am bekanntesten ist der VfL Fredenbeck der jahrelang in der 1. Handball-Bundesliga spielte, in der Saison 2005/2006 jedoch in die Regionalliga abstieg und heute in der 3. Liga West spielt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Samtgemeinde Fredenbeck arbeiten 1.631 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, davon 876 Frauen (53,7 Prozent) und 755 Männer (46,3 Prozent). Ihr Anteil nach Wirtschaftszweigen gliedert sich wie folgt[6]:

Wirtschaftszweig Beschäftigte
in Prozent
Land- und Forstwirtschaft 7
Produzierendes Gewerbe 39
Handel, Gastgewerbe und Verkehr 19
Dienstleistungen 35

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 74 führt im Bereich des Ortsteils Schwinge durch die Samtgemeinde Fredenbeck. Die zwischen Cuxhaven und Hamburg verlaufende Bundesstraße 73 führt zwar nicht über das Gebiet der Kommune, ist jedoch aufgrund ihrer Nähe (etwa 6 km) eine wichtige Verkehrsader für die Samtgemeinde. Im Bereich der Gemeinde Kutenholz verläuft durch die Samtgemeinde die Landesstraße 123. Zukünftig wird auch die im Bau befindliche Bundesautobahn 26 zwischen Stade und Hamburg eine wichtige verkehrliche Bedeutung für die Samtgemeinde erlangen.

Das Gebiet der Samtgemeinde wird von zwei eingleisigen Bahnstrecken durchquert. Auf der Strecke zwischen Hamburg-Neugraben und Bremerhaven/Bremervörde fahren die Züge der privaten Eisenbahngesellschaft EVB. Sie halten in der Samtgemeinde an den Haltestellen Kutenholz und Brest-Aspe. Ein Teil dieser Bahnstrecke zweigt in Bremervörde in Richtung Stade ab. Auf diesem Strang fahren keine Personenzüge mehr. Lediglich am Wochenende halten hier die Waggons des Moorexpress. Dieser Zug ist eine Touristenattraktion und verkehrt zwischen Stade und dem Künstlerort Worpswede. Er hält an verschiedenen Haltestellen der Samtgemeinde.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtige Unternehmen der Samtgemeinde sind unter anderem die RPC Verpackungen Kutenholz GmbH sowie die im Ort Fredenbeck ansässige Firma Dankers Bohrtechnik GmbH.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Berichterstattung über die Samtgemeinde Fredenbeck findet vor allem in den beiden Lokalzeitungen des Landkreises statt. Neben der Tageszeitung „Stader Tageblatt“ ist dies die werbefinanzierte WochenzeitungNeue Stader Wochenblatt“, die zweimal wöchentlich, mittwochs und samstags, erscheint. Darüber hinaus ist im Bereich der Gemeinde Kutenholz teilweise noch die Presse der Nachbarstadt Bremervörde von Bedeutung.

Eine eigenständige Zeitung existiert im Bereich der Samtgemeinde Fredenbeck nicht. Allerdings enthält der von der Werbegemeinschaft Fredenbeck herausgegebene „Fredenbecker Blick“ einigen Informationswert, ohne dass von einer unabhängigen Berichterstattung gesprochen werden kann. Er bietet der Samt- und der örtlichen Kirchengemeinde aber auch den Vereinen der Gemeinden Fredenbeck und Deinste eine Möglichkeit zu Veröffentlichungen, Ankündigungen und zur Selbstdarstellung. Parallel dazu erscheint für den Bereich Kutenholz eine ähnliche Veröffentlichung mit dem Titel „Kutenholz aktuell“. Beide monatlich erscheinenden Blätter werden samtgemeindeweit kostenlos verteilt.

Darüber hinaus erscheinen in unregelmäßigen Abständen Veröffentlichungen der örtlichen Parteien. Bei der CDU heißt dieses Blatt „Bi uns in Dörp“ (Plattdeutsch für „Bei uns im Dorfe“), bei der SPD „Hallo Nachbarn“ und bei den Bündnisgrünen „Grünes Info“. Sie dienen jedoch vor allem dazu, Themen aus Sicht der jeweiligen Partei darzustellen und zu kommentieren.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Samtgemeinde Fredenbeck verfügt über zwei Grundschulen (GS Fredenbeck, GS Mulsum-Kutenholz) sowie eine Oberschule mit gymnasialem Angebot (Geestlandschule).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Holst: Rückblicke. Geschichten und Bilder aus der Samtgemeinde Fredenbeck. Fredenbeck 1987, ISBN 3-925076-10-7

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 18. Februar 2017
  3. a b Samtgemeinde Fredenbeck – Ergebnis Samtgemeinderatswahl 2016, abgerufen am 18. Februar 2017
  4. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. 12. September 2016, abgerufen am 18. Februar 2017.
  5. Einzelergebnisse der Direktwahlen am 25. Mai 2014 in Niedersachsen, abgerufen am 30. November 2014
  6. http://www.komsis.de/std-lk-si/de/profile/SI-40669. 13. November 2013.