Samuel Adler (Rabbiner)

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Samuel Adler

Samuel Adler (* 3. Dezember 1809 in Worms; † 9. Juni 1891 in New York) war Rabbiner und ein Protagonist des Liberales Judentums.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er begann sein Studium 1831 an der Universität Bonn und promovierte in Philosophie 1836 an der Universität Gießen. Ab 1839 war er Religionslehrer in der Jüdischen Gemeinde Worms[1], ab 1842 bis 1857 Rabbiner der benachbarten Gemeinde in Alzey.[2] Er war einer der Protagonisten der liberalen Bewegung im deutschen Judentum und trat zum Beispiel für die Verwendung der deutschen Sprache im Gottesdienst und eine stärkere Beteiligung der Frauen ein. 1857 ging er als Rabbiner an den Temple Emanu-El in New York, der führenden jüdischen Reformgemeinde der USA. Den Gottesdienst hielt Samuel Adler weiterhin vorzugsweise in deutscher Sprache. Seine Bibliothek ist weitgehend im Hebrew Union College in Cincinnati erhalten.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Samuel Adler war der Sohn des Rabbiners Isaak Adler († 1823) aus Worms. Der wiederum ist auf dem dortigen jüdischen Friedhof, dem Heiligen Sand, bestattet. Sein Grabstein trägt nach der alten Inventarisation die Nummer 1083.[3] Samuel Adler ist der Vater von Felix Adler.[4]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leitfaden für den israelitischen Religionsunterricht. Thalmessinger, Cahn und Benedicks, New York 1860.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Böcher: Der alte Judenfriedhof zu Worms = Rheinische Kunststätten 148. 7. Auflage. Neusser Verlag und Druckerei, Neuss 1992. ISBN 3-88094-711-2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fritz Reuter: Warmaisa: 1000 Jahre Juden in Worms. 3. Auflage. Eigenverlag, Worms 2009. ISBN 978-3-8391-0201-5, S. 161.
  2. Böcher, S. 8.
  3. Böcher, S. 8.
  4. Böcher, S. 9.