Samuel Barber

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Samuel Barber (* 9. März 1910 in West Chester, Pennsylvania; † 23. Januar 1981 in New York) war ein US-amerikanischer Komponist.

Samuel Barber, fotografiert von Carl van Vechten, 1944

Leben[Bearbeiten]

Barber begann im Alter von sieben Jahren zu komponieren. Mit neun hatte er sich für diese Karriere entschieden. In einer Mitteilung, die er seiner Mutter schrieb, erklärte er:

„Meine Bestimmung ist, Komponist zu sein, und ich bin sicher, dass ich das werde […] Verlang nicht von mir, diese unerfreuliche Sache zu vergessen und Football spielen zu gehen – bitte.“

Barber studierte am Curtis Institute of Music in Philadelphia, bevor er 1935 Mitglied der American Academy in Rom wurde. Im Jahr darauf schrieb er sein Quartett in B-dur, dessen bekannten zweiten Satz er für Streichorchester als Adagio for Strings (UA. 1938 unter Arturo Toscanini) arrangierte. 1961 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

Die Popularität des Adagio hat das restliche Schaffen des Komponisten überstrahlt. Er wird jedoch als einer der talentiertesten amerikanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts angesehen. Er vermied den Experimentalismus einiger anderer Komponisten seiner Generation und bevorzugte relativ traditionelle Harmonien und Formen. Sein Werk ist melodiös und wurde oft als die „neo-romantische Periode“ in der Musik beschrieben. Keines seiner anderen Werke kam der Popularität des „Adagio“ nahe, aber einige werden noch immer aufgeführt und aufgenommen.

Barbers Lebensgefährte war der Komponist Gian Carlo Menotti.[1]

Werke[Bearbeiten]

Neben dem Adagio for Strings ist sein bekanntestes Werk die Oper Vanessa nach einem Libretto von Gian Carlo Menotti, uraufgeführt am 15. Januar 1958 in der Metropolitan Opera in New York. Gian Carlo Menotti verfasste auch das Libretto zu Samuel Barbers neunminütiger Kurzoper A Hand of Bridge (1959).

Die „neue Met“ im Lincoln Center wurde am 16. September 1966 mit der Uraufführung seiner Oper Antonius und Cleopatra nach William Shakespeare eingeweiht.

Von seinen Klavier-Kompositionen ist die Sonate op. 26 die bedeutendste, nicht nur, weil sie seine einzige Auseinandersetzung mit der Zwölftonmusik darstellt, sondern auch aufgrund ihrer enormen Schwierigkeiten für den Pianisten - so vor allem in der auf Wunsch von Vladimir Horowitz (der diese Sonate am 9. Dezember 1949 uraufführte) hinzugefügten vierstimmigen Schluss-Fuge über ein zwölftöniges, mit zahlreichen Intervall-Sprüngen im schnellen Tempo gespicktes Thema.

Kammermusik[Bearbeiten]

  • 1956: Summer Music op. 31 für Bläserquintett (Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott)

Werke für Orchester[Bearbeiten]

  • 1933: The School for Scandal Ouvertüre op. 5
  • 1937: Sinfonie Nr. 1 op. 9
  • 1938: Adagio for Strings op. 11 (unter anderem verwendet in Der Elefantenmensch von David Lynch (1980) und Platoon von Oliver Stone (1986))
  • 1939: Violinkonzert op. 14
  • 1943: Sinfonie Nr. 2 op. 19
  • 1945: Cellokonzert op. 22
  • 1947: Knoxville: Summer of 1915 op. 24 für Orchester und Sopransolo
  • 1962: Klavierkonzert op. 38

Vokalwerke[Bearbeiten]

  • 1967: Agnus Dei, Bearbeitung des Adagio for Strings
  • 1969: To be sung over the water
  • 1971: The Lovers, Vertonung von Pablo Nerudas Zwanzig Liebesgedichte und ein Lied der Verzweiflung

Werke für Blasorchester[Bearbeiten]

  • 1937: First Essay op. 12
  • 1943: Commando March for Band
  • 1955: Medea's Dance of Vengeance op. 23a
  • Music for Eleven

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Samuel Barber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Andante:Gian Carlo Menotti at 90 (Memento vom 20. Dezember 2008 im Internet Archive)