Samuel Epstein (Mediziner)

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Samuel S. Epstein (* 13. April 1926 in Middlesbrough, Yorkshire, England; † 18. März 2018 in Chicago)[1] war ein Mediziner und Professor im Fach Umweltmedizin an der Universität von Illinois, USA. Bekannt wurde er durch seine Beiträge zur Umweltmedizin und Krebsvorsorge.

Epstein wurden anonym private und geheime Dokumente des Konzerns Monsanto zugespielt. Diese Dokumente zeigten, dass versucht wurde, die von dem Wachstumshormon Posilac ausgehende Gefahr für die Allgemeinheit und im Speziellen von Milchvieh, zu vertuschen. Posilac soll die Milchproduktion von Milchvieh erhöhen. Epstein war schließlich derjenige, der die Öffentlichkeit darüber informierte.

Gemäß seinen Theorien ist das heute gehäufte Auftreten von Krebs durch Chemikalien wie Posilac, die sich überall in der Umwelt befinden und in der Nahrungskette anreichern, wesentlich mitbedingt.

1998 wurde Epstein für „sein beispielhaftes wissenschaftliches Arbeiten und sein Engagement zur Vermeidung durch Umweltverschmutzung ausgelöster Krebserkrankungen“ mit dem Right Livelihood Award ausgezeichnet.

Interviews mit Epstein sind unter anderem zu sehen in den Dokumentarfilmen The Corporation[2] und Monsanto, mit Gift und Genen[3].

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sam Roberts: Dr. Samuel Epstein, 91, Cassandra of Cancer Prevention, Dies. In: The New York Times. 25. April 2018, abgerufen am 26. April 2018 (englisch).
  2. Mark Achbar, Jenniffer Abbott, Joel Bakan: The Corporation. Dt. OmU-Fassung (Teil 1,Teil 2) der Originalfassung
  3. Marie-Monique Robin: Le monde selon Monsanto, arte 2007, Deutsche online-Ver.: Monsanto – Mit Gift und Genen ISBN 3898489590

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]