Samuel Sánchez

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Samuel Sánchez Straßenradsport
Samuel Sanchez beim Critérium du Dauphiné 2010
Samuel Sanchez beim Critérium du Dauphiné 2010
Zur Person
Vollständiger Name Samuel Sánchez González
Spitzname Samu
Geburtsdatum 5. Februar 1978
Nation SpanienSpanien Spanien
Disziplin Straße
Funktion Fahrer
Verein(e)
1996–1999 Olarra
Team(s)
2000–2013
2014–2017
Euskaltel-Euskadi
BMC Racing Team
Wichtigste Erfolge
Olympische Spiele
Grand Tours
Infobox zuletzt aktualisiert: 6. Oktober 2017

Samuel Sánchez González (* 5. Februar 1978 in Oviedo, Asturien) ist ein spanischer Radrennfahrer. Er gilt als einer der besten Abfahrer im Straßenradsport.[1] Sein bisher größter Erfolg war der Sieg im Straßenrennen der Olympischen Spiele 2008 in Peking.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem der gebürtige Asturier Sánchez für die baskische Nachwuchsmannschaft Olarra Erkoreka des Euskaltel-Teamchef Miguel Madariaga fuhr,[2] wechselte er im Jahr 2000 zum UCI ProTeam Euskaltel-Euskadi, welches bis zu Beginn der Saison 2013 nur Fahrer beschäftigte, die eine besondere Beziehung zum Baskenland hatten.[3] Sánchez blieb bei diesem Team bis zu dessen Auflösung und wechselte im Jahr 2014 zum BMC Racing Team.

Den bisher größten Erfolg seiner Karriere erzielte Sánchez mit dem Sieg beim Straßenrennen der Olympischen Spiele 2008 in Peking, als er auf einem bergigen Rundkurs den Sprint einer sechsköpfigen Spitzengruppe gewann.[4] Auch bei anderen Eintagesrennen war er erfolgreich: So konnte er u. a. 2006 nachdem er bei den Straßenweltmeisterschaften als Helfer von Alejandro Valverde Vierter im Sprint des Feldes wurde,[5] das UCI ProTour-Rennen Meisterschaft von Zürich im Alleingang für sich entscheiden.[6] Nachdem er beim letzten Rennen der Serie, dem Klassiker Lombardei-Rundfahrt, den zweiten Platz belegte, schloss er auch die Einzelwertung der ProTour 2006 auf Rang zwei ab.

Bei den „Grand Tours“ konnte sich Sánchez sechsmal unter den ersten zehn Platzieren:

Er wurde Siebter der Tour de France 2008, Zweiter 2010 und Fünfter 2011. 2011 gewann er die zwölfte Etappe, nachdem er auf der Abfahrt vom Col de Tourmalet zu einer Verfolgergruppe um seinen Teamkollegen Rubén Pérez aufschloss. Am Schlussanstieg schüttelte er nach Luz Ardiden seine Begleiter, bis auf Jelle Vanendert, ab und überholte gemeinsam mit diesem die letzten beiden Ausreißer Jérémy Roy und Geraint Thomas. Sánchez forcierte das Tempo und distanzierte Vanendert und Schleck.[7] Er übernahm das Gepunktete Trikot des Führenden in der Bergwertung, die er am Ende der Rundfahrt für sich entschied. Während der achten Etappe der Tour de France 2012 stürzte er und musste das Rennen verletzt aufgeben.[8]

Vergleichbare Platzierungen gelangen ihm bei der Vuelta a España. Er wurde 2006 Siebter, 2007 Dritter und 2009 Zweiter. Seinen bedeutendsten Sieg bei einem Etappenrennen gelang mit dem Gesamtsieg der Baskenland-Rundfahrt 2012, bei der er auch zwei Tagesabschnitte gewann.

Bei einer Dopingkontrolle außerhalb eines Wettkampf am 9. August 2017 wurde Sánchez positiv auf das Wachstumshormon GHRP-2 getestet und darauf hin von seiner Mannschaft aus dem Aufgebot für die Vuelta a España 2017 gestrichen. Er bezeichnete das Ergebnis als Überraschung für ihn und beantragte die Öffnung der B-Probe.[9][10] Nachdem im Oktober 2017 bekannt wurde, dass die B-Probe das Ergebnis bestätigte, kündigte das BMC-Team das Vertragverhältnis zu Sanchez. [11]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2015
2016
2017

Grand Tour-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grand Tour 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Pink jersey Giro d’Italia 17 12 24
Yellow jersey Tour de France WD WD 7 2 5 WD 12
red jersey Vuelta a España 10 7 3 2 8 6 DNF WD

Legende: DNF: did not finish, Fahrer hat eine Etappe nicht beendet WD: withdrawal, Fahrer hat die Rundfahrt nach einer Etappe abgebrochen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vgl. z. B. radsport-news.com vom 8. April 2010: Samuel Sanchez gewinnt Königsetappe, news.ch vom 5. April 2006: Weiterer Sieg für Leader Samuel Sanchez
  2. El padre deportivo del campeón. In: diariovasco.com. 10. August 2008, abgerufen am 29. Juni 2014 (spanisch).
  3. Euskaltel-Euskadi contará con ocho ciclistas extranjeros la próxima temporada. (Nicht mehr online verfügbar.) In: deia.com. 11. Oktober 2012, ehemals im deia.com Original, abgerufen am 29. Juni 2014 (spanisch).deia.com @1deia.com @2Vorlage:Toter Link/www.deia.com (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in deia.com Webarchiven)
  4. radsport-news.com vom 9. August 2008: Sanchez verdirbt Rebellins Geburtstagsfeier
  5. cyclingnews.com vom 24. September 2006: Final corner decisive in near-bunch sprint finish
  6. radsport-news.com vom 1. Oktober 2006: Sanchez gewinnt Züri Metzgete, Rebellin Dritter
  7. radsport-news.com vom 14. Juli 2011: Samuel Sanchez siegt, Contador geschlagen
  8. cyclingnews.com vom 9. Juli 2012: Sánchez recounts tale of broken finger and broken Tour dreams
  9. Samuel Sanchez positiv auf Wachstumshormon getestet. In: radsport-news.com. 23. April 2015, abgerufen am 18. August 2017.
  10. Samuel Sanchez: Test result was a total surprise. In: cyclingnews.com. 17. August 2017, abgerufen am 18. August 2017 (englisch).
  11. Nach positiver B-Probe: BMC kündigt Sanchez. In: radsport-news.com. 5. Oktober 2017, abgerufen am 6. Oktober 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]