San-marinesische Fußballnationalmannschaft

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San Marino
Repubblica di San Marino
Federazione Sammarinese Giuoco Calcio.svg
Spitzname(n) La Serenissima
Verband FSGC
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor Macron
Cheftrainer ItalienItalien Franco Varrella (seit 2018)
Kapitän Davide Simoncini
Rekordtorschütze Andy Selva (8)
Rekordspieler Andy Selva (73)
Heimstadion San Marino Stadium
FIFA-Code SMR
FIFA-Rang 210. (811 Punkte)
(Stand: 17. September 2020)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Drittes Trikot
Bilanz
165 Spiele
1 Sieg
4 Unentschieden
160 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
San MarinoSan Marino San Marino 0:4 Schweiz SchweizSchweiz
(Serravalle, San Marino; 14. November 1990)
Höchster Sieg
San MarinoSan Marino San Marino 1:0 Liechtenstein LiechtensteinLiechtenstein
(Serravalle, San Marino; 28. April 2004)
Höchste Niederlage
San MarinoSan Marino San Marino 0:13 Deutschland DeutschlandDeutschland
(Serravalle, San Marino; 6. September 2006)
(Stand: 19. November 2019)

Die san-marinesische Fußballnationalmannschaft (italienisch: Nazionale di calcio di San Marino) ist die Auswahl der Republik San Marino und wird von der FSGC gesteuert.

Das erste offizielle Länderspiel bestritt San Marino am 14. November 1990 in der Qualifikation zur EM 1992 gegen die Schweiz und verlor es mit 0:4. Seitdem nahm San Marino an allen Qualifikationen teil, belegte immer den letzten Platz in seiner Gruppe und konnte bisher noch nie gewinnen. Überhaupt gewann die Mannschaft erst ein Spiel, es war ein 1:0-Sieg gegen Liechtenstein in einem Freundschaftsspiel am 24. April 2004.[2]

In der FIFA-Weltrangliste stand San Marino beim Start der Rangliste 1993 auf Platz 121, fiel dann aber in den folgenden 20 Jahren bis auf Platz 207 herab – die schlechteste Platzierung aller gewerteten Mannschaften. Nach einem Unentschieden gegen Estland in der Qualifikation zur EM 2016, dem ersten Punktgewinn in einem Pflichtspiel, konnte San Marino zwischenzeitlich auf Platz 180 klettern. Aktuell liegt die Mannschaft auf dem vorletzten Platz. (Stand: April 2020)

Fußball-Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußball-Europameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

San Marino konnten sich bisher noch nie für eine Welt-oder Europameisterschaft qualifizieren. Der Verband des Landes wurde 1931 gegründet. Er ist seit 1990 FIFA-Mitglied und war zuvor bereits zwei Jahre provisorisches Mitglied der UEFA. Nach Angaben der FIFA gibt es in der 30.000 Einwohner zählenden Republik etwa 2800 Fußballspieler, davon sind 1500 Spieler registriert.[3] Nach einigen inoffiziellen Spielen – unter anderem gegen ein Olympia-Team aus Kanada (1986) und gegen den Libanon (1987) – kam es am 14. November 1990 zur ersten offiziellen Begegnung gegen die Schweiz. Am 28. April 2004 gelang der erste als „historisch“ gefeierte Sieg: In Serravalle gewann San Marino gegen Liechtenstein mit 1:0 in einem Freundschaftsspiel. Ein Pflichtspielsieg gelang bisher nicht. Es konnten lediglich zwei Unentschieden in Qualifikationsrunden zur Fußball-Weltmeisterschaft erreicht werden: bei der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1994 gelang ein 0:0 gegen die Türkei, und in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2002 ein 1:1 gegen Lettland. Auf der FIFA-Weltrangliste nahm San Marino mit 0 Punkten sechseinhalb Jahre lang den letzten Platz ein, den sich die Mannschaft mit Bhutan sowie den Turks- und Caicosinseln teilte. Im November 2014 gelang mit einem Unentschieden gegen Estland in der Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2016 der Sprung vom letzten Platz der FIFA-Weltrangliste auf Platz 180.[4]

San Marino brachte im Lauf seiner Geschichte nur einen namhaften Spieler hervor: den Mittelfeldspieler Massimo Bonini, der zwischen 1981 und 1988 für Juventus Turin spielte und mit seinem Club dreimal italienischer Meister wurde und einmal den Europapokal der Landesmeister gewann. Zehn Mannschaften konnten gegen San-Marino ihren höchsten Sieg erzielen. Nur gegen Guam konnten mehr Mannschaften (12) ihren höchsten Sieg erreichen.

Trainer war von 1998 bis 2013 der hauptberuflich als Sportlehrer tätige ehemalige Fußballprofi Giampaolo Mazza. Unter den 76 EM- und WM-Qualifikationsspielen, die in seiner Amtszeit bestritten wurden, gingen 75 verloren. Nach der Gruppenphase in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2014 trat er zurück.[5] In der Qualifikation für die EM 2016 traf San Marino auf England, die Schweiz, Estland, Litauen und Slowenien. Hierbei gelang am 15. November 2014 in Serravalle beim torlosen Unentschieden gegen die Auswahl Estlands der erste Punktgewinn nach 13 Jahren und 61 Niederlagen in Folge.[6] Gegen England und Litauen konnte jeweils ein Tor erzielt werden.

San Marino trägt seine Heimspiele im 5.387 Zuschauer fassenden San Marino Stadium in Serravalle, dem einzigen länderspieltauglichen Stadion der Republik, aus.

Länderspiele gegen deutschsprachige Mannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Länderspiele gegen Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland und San Marino wurden in die Qualifikationsgruppe D für die EM 2008 gelost. Am 6. September 2006 trafen die Mannschaften in Serravalle erstmals aufeinander. Das Spiel endete 0:13 (0:6) und ist die bislang höchste Niederlage des san-marinesischen Fußballteams, während es für die deutsche Mannschaft der bislang höchste Auswärtssieg ist. Das Rückspiel fand am 2. Juni 2007 in Nürnberg statt, es ging 0:6 (0:1) verloren, wobei San Marino nur knapp ein 0:0 zur Halbzeit verpasste.

In der Qualifikation zur WM 2018 traf San Marino erneut auf Deutschland, das als amtierender Weltmeister an der Qualifikation teilnahm. Das Heimspiel am 11. November 2016 wurde mit 0:8 verloren. Das Rückspiel in Deutschland fand am 10. Juni 2017 statt und ging 0:7 verloren.

Länderspiele gegen die Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Auswahl San Marinos spielte bisher viermal gegen die schweizerische Fußballnationalmannschaft, zwei Spiele waren Pflichtspiele während der Qualifikation zur Europameisterschaft 1992. San Marino verlor das Hinspiel am 14. November 1990 in Serravalle mit 0:4, das Rückspiel am 5. Juni 1991 in St. Gallen mit 0:7. In der Qualifikation für die EM 2016 traf San Marino am 14. Oktober 2014 (0:4) und 9. Oktober 2015 (0:7) erneut auf die Schweiz.

Länderspiele gegen Liechtenstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegen die Liechtensteiner Fussballnationalmannschaft spielte San Marino bisher viermal:

Gegen Liechtenstein gelang der Nationalmannschaft von San Marino am 27. April 2004 ihr bisher einziger Sieg.

(Ergebnisse aus Sicht San Marinos)

  1. 20. August 2003 in Vaduz 2:2 (0:2)
  2. 28. April 2004 in Serravalle 1:0 (1:0)
  3. 9. Februar 2011 in Serravalle 0:1 (0:0)
  4. 31. März 2015 in Eschen-Mauren 0:1 (0:1)

Länderspiele gegen Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beide bisher gegen die österreichische Fußballnationalmannschaft ausgetragenen Spiele waren Pflichtspiele in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2000. Im Hinspiel in Serravalle am 14. Oktober 1998 unterlagen die San-Marinesen mit 1:4, nachdem sie als Hausherren bis zur 58. Minute keinen Gegentreffer hinnehmen mussten. In der 81. Minute erzielte Andy Selva sogar den Anschlusstreffer für San Marino. Das Rückspiel in Graz am 28. April 1999 gewannen die Österreicher souverän mit 7:0.

Länderspielbilanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

San Marino hat negative Bilanzen gegen alle anderen Nationalmannschaften, gegen die bisher gespielt wurde:

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader für die UEFA Nations League-Spiele gegen Gibraltar (5. September 2020) und Liechtenstein (8. September 2020):

Position Nummer Name Verein Geburts-
datum
Einsätze Tore
Tor 1 Matteo Zavoli AC Libertas 6. Jul. 1996 1 000000000000000.00000000000
12 Simone Benedettini SS Murata 21. Jan. 1997 4 000000000000000.00000000000
23 Elia Benedettini Novara Calcio 22. Jun. 1995 16 000000000000000.00000000000
Abwehr 2 Dante Rossi SS Pennarossa 12. Jul. 1987 1 000000000000000.00000000000
3 Mirko Palazzi Vereinslos 21. März 1987 46 1
4 Alessandro D' Addario SP Tre Fiori 9. Sep. 1997 1 000000000000000.00000000000
5 Cristian Brolli SS Folgore/Falciano 28. Feb. 1992 24 000000000000000.00000000000
6 Davide Simoncini SP Tre Fiori 30. Aug. 1986 57 0
11 Manuel Battistini SS Virtus 22. Jul. 1994 20 000000000000000.00000000000
13 Andrea Grandoni SP La Fiorita 23. Mär. 1997 10 000000000000000.00000000000
Mittelfeld 8 Enrico Golinucci AC Libertas 16. Jul. 1991 14 000000000000000.00000000000
9 Luca Ceccaroli SP Tre Penne 5. Jul. 1995 2 0
10 Michael Battistini AC Libertas 8. Okt. 1996 2 000000000000000.00000000000
14 Mattia Giardi SS Folgore/Falciano 15. Dez. 1991 7 000000000000000.00000000000
15 Kevin Zonzini SS Cosmos 11. Aug. 1997 1 000000000000000.00000000000
16 Marcello Mularoni CBR Carli Pietracuta 8. Sep. 1998 1 0
17 Alessandro Golinucci Tropical Coriano 10. Okt. 1994 13 0
19 Luca Tosi CBR Carli Pietracuta 04. Nov. 1992 18 000000000000000.00000000000
21 Lorenzo Lunadei FYA Riccione 12. Jul. 1997 8 000000000000000.00000000000
22 Fabio Tomassini CBR Carli Pietracuta 25. Dez. 1987 13 000000000000000.00000000000
Sturm 7 Matteo Vitaioli Tropical Coriano 27. Okt. 1989 56 000000000000001.00000000001
10 Filippo Berardi US Vibonese Calcio 18. Mai 1997 12 1
18 Nicola Nanni FC Crotone 2. Mai 2000 4 000000000000000.00000000000
20 Adolfo Hirsch SS Pennarossa 31. Jan. 1986 32 0

Quelle: transfermarkt.de, Stand: 7. September 2020.

Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Spieler Spiele Zeitraum
1. Andy Selva 74 1998–2016
2. Damiano Vannucci 69 1996–2012
3. Aldo Simoncini 60 2006-
Simone Bacciocchi 60 1996–2013
5. Davide Simoncini 57 2006–
6. Matteo Vitaioli 56 2007–
7. Alessandro Della Valle 53 2002–2017
8. Fabio Vitaioli 52 2007–
9. Mirco Gennari 49 1992–2003
10. Mirko Palazzi 46 2005–
11. Ivan Matteoni 44 1990–2003
12. Alex Gasperoni 43 2003–2019
13. Paolo Montagna 42 1995–2011
Luca Gobbi 42 1990–2002
Carlo Valentini 42 2002–2017
16. William Guerra 41 1987–1999
Federico Gasperoni 41 1996–2005
18. Nicola Albani 40 2001–2011
Danilo Ezequiel Rinaldi 2008–2020

Quelle: transfermarkt.de, Stand: 7. September 2020.

Rekordtorschützen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Spieler Tore
1. Andy Selva 8
2. Manuel Marani 2
3. Nicola Albani 1
Nicola Bacciocchi
Filippo Berardi
Nicola Ciacci
Alessandro Della Valle
Pier Domenico Della Valle
Bryan Gasperoni[7]
Davide Gualtieri
Mirko Palazzi
Waldes Pasolini
Danilo Rinaldi
Mattia Stefanelli
Mauro Valentini
Matteo Vitaioli

Stand: 19. November 2019

Andy Selva war lange Zeit der einzige Spieler der Nationalmannschaft San Marinos, der mehr als ein Tor für die Nationalmannschaft San Marinos erzielt hat. Am 14. August 2012 erzielte Manuel Marani gegen Malta sein zweites Tor.[8] Drittletzter Torschütze für San Marino ist Mattia Stefanelli, der am 11. Oktober 2016 beim 1:4 im WM-Qualifikationsspiel in Norwegen das zwischenzeitliche 1:1 erzielte.[9] Einen Monat später unterlief ihm dann aber beim 0:8 gegen Weltmeister Deutschland ein Eigentor.[10] Das bisher letzte Tor erzielte Filippo Berardi am 16. November 2019 beim 1:3 gegen Kasachstan.

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com. 17. September 2020, abgerufen am 17. September 2020.
  2. San Marino vs. Liechtenstein – 28 April 2004 – Soccerway
  3. Informationen auf der Internetpräsenz der FIFA
  4. fifa.com: „England nähert sich den Top 10“
  5. SPIEGEL Online: Rücktritt von San-Marino-Trainer: „Das Unentschieden war episch“, 18. Oktober 2013
  6. Meldung auf weltfussball.de
  7. Der san-marinesische Verband nennt in seinem Spielbericht zum Spiel gegen Liechtenstein am 20. August 2003 Bryan Gasperoni als Torschütze, im Spielbericht des Liechtensteiner Verbandes wird dagegen Alex Gasperoni genannt.
  8. mfa.com.mt: MALTA BEATS SAN MARINO IN SERRAVALLE
  9. Norway – San Marino 4:1
  10. San Marino – Germany 0:8