San Martín de Trevejo

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Gemeinde San Martín de Trevejo
San Martín de Trevejo – Plaza Mayor
San Martín de Trevejo – Plaza Mayor
Wappen Karte von Spanien
Wappen von San Martín de Trevejo
San Martín de Trevejo (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: ExtremaduraExtremadura Extremadura
Provinz: Cáceres
Comarca: Sierra de Gata
Koordinaten 40° 13′ N, 6° 48′ WKoordinaten: 40° 13′ N, 6° 48′ W
Höhe: 795 msnm
Fläche: 24,76 km²
Einwohner: 788 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 31,83 Einw./km²
Postleitzahl: 10892
Gemeindenummer (INE): 10164 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: San Martín de Trevejo

San Martín de Trevejo (Fala: Sa Martín de Trebellu) ist ein Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 788 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Norden der Provinz Cáceres in der Autonomen Region Extremadura im Westen Spaniens. Der alte Ortskern ist als Kulturgut (Bien de Interés Cultural) in der Kategorie Conjunto histórico-artístico eingestuft.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort San Martín de Trevejo liegt im Valle de Jálama im Quellgebiet des nur etwa 10 km langen Río del Soto gut 120 km (Fahrtstrecke) nordwestlich der Provinzhauptstadt Cáceres in einer Höhe von ca. 795 m. Im Nordosten des Gemeindegebiets befindet sich der dritthöchste Berg der Region, der ca. 1490 m hohe Jálama. Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 770 mm/Jahr) fällt hauptsächlich im Winterhalbjahr.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017
Einwohner 1.797 1.655 1.666 998 805[3]

Der deutliche Bevölkerungsrückgang seit den 1950er Jahren ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft sowie die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe und den damit einhergehenden Verlust von Arbeitsplätzen zurückzuführen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die fruchtbaren aber steinigen Böden der Umgebung lieferten die Grundlage für den Anbau von Weizen und anderen Feldfrüchten für die in früheren Zeiten vorwiegend als Selbstversorger lebenden Einwohner. Auch Viehzucht wurde in hohem Maße betrieben. Im Ort selbst ließen sich sukzessive Händler, Handwerker und Dienstleister aller Art nieder. Heute spielt der sommerliche Tourismus eine große wirtschaftliche Rolle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bronze-, eisenzeitliche, römische, westgotische und selbst maurische Funde wurden nicht gemacht. Die Region wurde um das Jahr 1200 von den kastilisch-leonesischen Truppen Alfons’ IX. (reg. 1188–1230) „zurückerobert“ (reconquista) und sukzessive von Christen aus dem Norden und von Flüchtlingen aus Al-Andalus wiederbesiedelt (repoblación). Es entstand eine Komturei des Johanniterordens. Im Hochmittelalter konnte sich der Ort gegen Zahlung eines Geldbetrags vom Nachbarort Santibáñez el Alto lösen.[4]

Gasse im Ort

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hauptattraktionen des Ortes sind die Plaza Mayor und die von ihr ausgehenden Gassen mit ihren Bruchstein- und/oder Fachwerkbauten.[5]
  • Die Casa del Comendador wurde im 16. Jahrhundert aus mehr oder weniger exakt behauenen Steinen errichtet; es war der Sitz der Johanniter-Komturei.
  • Die Iglesia de San Martín de Tours wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts an der Stelle eines älteren Vorgängerbaus errichtet und in den Jahren 1653/54 vollendet. Von der Vorgängerkirche stammt der Glockenturm (campanario) an der Plaza Mayor, an dem noch ein steinerner Wappenschild Karls V. zu sehen ist. Die dreischiffige mit einer Holzdecke versehene Kirche beherbergt drei imposante spätbarocke Schnitzaltäre im Stil des Churriguerismus aus dem 18. Jahrhundert.
Umgebung
  • Im Rahmen einer hin und zurück ca. 20 km langen Wanderung kann der Gipfel des Pico Jálama bestiegen werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: San Martín de Trevejo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. San Martín de Trevejo – Klimatabellen
  3. San Martín de Trevejo – Bevölkerungsentwicklung
  4. San Martín de Trevejo – Geschichte
  5. San Martín de Trevejo – traditionelle Architektur