Sandachse Franken

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Binnendüne im Nordosten von Nürnberg

Sandachse Franken war der Titel eines bayerischen Naturschutzprojektes von Bund Naturschutz in Bayern e.V., Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. sowie Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

Ziel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Projekt hatte das Ziel, Lebensräume aus Sand entlang der Rednitz, der Pegnitz und der Regnitz zu einem Biotopverbund zu vernetzen und diese wertvollen Lebensräume zu schützen und zu sichern. Der Projektzeitraum wurde ursprünglich für 2000–2005 festgelegt, eine Weiterführung bis 2007 beschlossen. Bis Mitte 2005 flossen 2,4 Millionen Euro in das Projekt, vor allem aus Mitteln des Bayerischen Naturschutzfonds. Zusätzlich bemühte man sich auch durch aktive Vermarktung um weitere Gelder. Mit dem Auslaufen der Förderung wurde das Projekt als geschlossen, jedoch vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit nicht als abgeschlossen betrachtet[1].

Gebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sandachse Franken erstreckt sich von Bamberg bis Weißenburg in Bayern. Die maximale Ausdehnung beträgt etwa 100 km in Nord-Süd- und 40 km in Ost-West-Richtung. Es handelt sich um das größte bayerische Naturschutzprojekt. Mitte 2005 umfasste es eine Fläche von ca. 2000 km². Weiterhin laufen Bemühungen, durch Zukauf weiterer Gebiete die Fläche zu vergrößern.

Ein Beispiel für einen Sandlebensraum sind die Binnendünen – eine Besonderheit, die man so nicht unbedingt in Franken vermuten würde. Diese Sanddünen, die teilweise noch bis ins 20. Jahrhundert hinein unbewaldet und in Bewegung waren, sind in der letzten Eiszeit durch Auswehung von lockerem Sand aus den Flusstälern entstanden. Eine noch unbewaldete Sanddüne befindet sich im Wald, am nordöstlichen Rand von Nürnberg im Stadtteil Schafhof (Standort). Ein Teil der Dachfläche des Klinikums Forchheim ist ebenfalls Teil der Sandachse.[2]

Kernlebensräume der Sandachse Franken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unvollständige Liste:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Baynetz Naturschutz (abgerufen 21. März 2013)
  2. Quelle: Schautafel am Rundwanderweg um das Klinikum