Sandberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sandberg
Sandberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sandberg hervorgehoben

Koordinaten: 50° 21′ N, 10° 0′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Rhön-Grabfeld
Höhe: 490 m ü. NHN
Fläche: 28,03 km2
Einwohner: 2391 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 85 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97657
Vorwahl: 09701
Kfz-Kennzeichen: NES, KÖN, MET
Gemeindeschlüssel: 09 6 73 162
Gemeindegliederung: 5 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 6
97657 Sandberg
Website: www.sandberg-rhoen.de
Oberbürgermeisterin: Sonja Reubelt[2]
Lage der Gemeinde Sandberg im Landkreis Rhön-Grabfeld
FladungenHausen (Rhön)Bundorfer ForstBurgwallbacher ForstForst Schmalwasser-NordForst Schmalwasser-SüdMellrichstadter ForstSteinacher Forst rechts der SaaleSulzfelder ForstWeiglerWillmarsNordheim vor der RhönSondheim vor der RhönStockheim (Unterfranken)MellrichstadtMellrichstadtOstheim vor der RhönOberelsbachBischofsheim in der RhönBischofsheim in der RhönSandbergSchönau an der BrendHohenrothNiederlauerBurglauerStrahlungenSalz (Unterfranken)BastheimOberstreuUnslebenWollbach (Unterfranken)Bad Neustadt an der SaaleHeustreuHendungenHollstadtRödelmaierWülfershausen an der SaaleHöchheimSaal an der SaaleAubstadtHerbstadtTrappstadtGroßeibstadtGroßbardorfSulzfeld (im Grabfeld)Bad Königshofen im GrabfeldBad Königshofen im GrabfeldSulzdorf an der LederheckeThüringenLandkreis HaßbergeLandkreis SchweinfurtHessenLandkreis Bad KissingenKarte
Über dieses Bild
Blick vom Kreuzberg auf Sandberg

Sandberg ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sandberg liegt in der Region Main-Rhön.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Großgemeinde Sandberg gliedert sich in fünf Gemeindeteile: Sandberg, Kilianshof, Schmalwasser, Waldberg, Langenleiten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sandberg entstand erst 1691 als Rodung durch Siedler aus dem überbevölkerten Schmalwasser. Das ehemalige Amt des Hochstiftes Würzburg gehörte ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Es wurde, nach der Säkularisation in Bayern 1803, Erzherzog Ferdinand von Toskana 1805 zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Gebietsreform in Bayern wurden die Gemeinden Langenleiten, Schmalwasser und Waldberg am 1. Januar 1972 eingemeindet.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 2589 Einwohner
  • 1970: 2761 Einwohner
  • 1987: 2798 Einwohner
  • 1991: 2896 Einwohner
  • 1995: 2960 Einwohner
  • 2000: 2922 Einwohner
  • 2005: 2865 Einwohner
  • 2010: 2635 Einwohner
  • 2015: 2506 Einwohner
  • 2019: 2477 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderatswahl 2020 erbrachte folgende Stimmenanteile und Sitzverteilung:[4]

  • Christliche Wählergemeinschaft (CWG): 31,86 % (5 Sitze)
  • Christlicher Wählerblock Waldberg (CWW): 22,39 % (3 Sitze)
  • Christliche Wählergemeinschaft Langenleiten (CWL): 21,64 % (3 Sitze)
  • Christlicher Bürgerblock Schmalwasser (CBS): 24,11 % (3 Sitze)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin Sonja Reubelt wurde 2017 ins Amt gewählt.

Frühere Bürgermeister:

  • Benno Katzenberger: 1972–1984
  • Bruno Regnat: 1984–2000 († 2000)[5]
  • Detlef Beinhauer: 2001–2014
  • Joachim Bühner: 2014–2016
  • Roland Bühner: 2016–2017

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DEU Sandberg COA.svg
Blasonierung: „Gespalten; vorne geteilt von Rot und Grün; oben auf silbernem Dreiberg drei silberne Kreuze, unten schräg gekreuzt ein silberner Flachstechbeitel und ein silberner Hohlstechbeitel, bedeckt von einem silbernen Rundknüpfel; hinten in Silber ein senkrechter grüner Buchenzweig mit fünf Blättern.“[6]

Seit 1986.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 75 und im Bereich Handel und Verkehr 21 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 49 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 998. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier Betriebe, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 100 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 793 Hektar, davon waren 208 Hektar Ackerfläche und 570 Hektar Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2019):

  • 4 Kindergärten (Sandberg, Schmalwasser, Waldberg, Langenleiten)
  • Grundschule Sandberg, Klassen 1–4
  • Montessorischule Rhön-Saale, Klassen 1–9

Tourismus und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schnitzpavillon Sandberg mit Tourist-Info-Punkt, Schulstraße 1. Öffnungszeiten täglich, April–Oktober 9–17 Uhr, November–März 10–16 Uhr
  • Kunstanger Langenleiten: Permanente Ausstellung von Kunstwerken einheimischer Künstler auf dem Dorfanger
  • Naturerlebnispfad am Kreuzberg: Der ca. 3,5 km lange Rundweg mit Einstieg am Wanderparkplatz Sandberg erstreckt sich entlang der Extratour Kreuzbergtour/K-Weg am Südhang des Kreuzbergs.[7][8] Der Naturerlebnis- und -lehrpfad enthält Baum-, Vogel- und Naturkundetafeln des Naturlehrpfades der 1990er Jahre, ein neues Insektennisthaus, viele neue interaktive Stationen (Baumtelefon, Weitsprunganlage, Dendrophon, Waldmemory, Vogelbeoabchtungshaus etc.) sowie Sitzbänke und eine Wellenliege für den Weitblick nach Süden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Biosphärenreservat Rhön Bayerische Verwaltungsstelle (Hrsg.): Historische Kulturlandschaft der Walddörfer – Sandberg, Waldberg, Langenleiten, Schmalwasser und Kilianshof. (= Historische Kulturlandschaft Rhön. Band 2). Michael Imhof Verlag, Petersberg 2009, ISBN 978-3-86568-557-5.[9]
  • Johann Pfeufer: Rhönerisch und Fränkisch. Eine vergleichende Volkskunde. 2. Auflage. Verlag Michael Laßleben, Kallmünz 1972.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sandberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bürgermeister. Gemeinde Sandberg, abgerufen am 18. Oktober 2020.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 428.
  4. Wahl des Gemeinderats - Kommunalwahlen 2020 in der Gemeinde Sandberg - Gesamtergebnis. Abgerufen am 28. Dezember 2020.
  5. http://www.mainpost.de/regional/franken/Rathauschef-zerbrach-offenbar-am-Wasserstreit;art1727,1023984
  6. Eintrag zum Wappen von Sandberg in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  7. Naturerlebnispfad am Kreuzberg. In: Die-Rhoener-Walddoerfer.de. Abgerufen am 6. Juni 2020.
  8. Extratour Kreuzbergtour. In: Rhoen.de. Abgerufen am 6. Juni 2020.
  9. Historische Kulturlandschaft der Walddörfer. In: Biosphaerenreservat-Rhoen.de. Abgerufen am 25. Dezember 2020.