Sandhorst

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Sandhorst
Stadt Aurich
Wappen von Sandhorst
Koordinaten: 53° 29′ 24″ N, 7° 29′ 41″ O
Höhe: 8 m
Fläche: 10,77 km²
Einwohner: 4189 (30. Jun. 2008)
Bevölkerungsdichte: 389 Einwohner/km²
Postleitzahlen: 26603, 26607
Vorwahl: 04941
Karte
Lage von Sandhorst im Auricher Stadtgebiet

Sandhorst ist ein Stadtteil der Kreisstadt Aurich im Landkreis Aurich in Ostfriesland, Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Sandhorst liegt nördlich des Stadtkerns. Angrenzende Stadtteile sind Tannenhausen, Dietrichsfeld, Plaggenburg, Wallinghausen, Aurich und Walle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ehemals selbstständige Gemeinde Sandhorst besteht bereits seit mehreren hundert Jahren. Sie wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der niedersächsischen Kommunalreform nach Aurich eingemeindet.[1] Heute ist Sandhorst mit zirka 375 Menschen pro Quadratkilometer der nach der Kernstadt Aurich und dem Ortsteil Popens am dichtesten bevölkerte der 21 Ortsteile Aurichs. Auf einer Fläche von rund 10,8 Quadratkilometern leben etwa 4000 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sandhorst hat einen siebenköpfigen Ortsrat.

Ortsbürgermeister ist Eckhard Hattensaur (SPD).[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Touristisch bietet Sandhorst unter anderem ein großes Waldgebiet mit Kinderspielmöglichkeiten, einen Trimm-dich-Pfad und die 1908 erbaute Sandhorster Mühle. (Nord-)Westlich und östlich von Sandhorst sind ausgedehnte Moorgebiete zu finden, die allerdings – besonders im Osten – bereits seit Jahrzehnten kultiviert sind.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sandhorst und der im Norden angrenzende Ortsteil Tannenhausen verfügen über ein gemeinsames großes Gewerbegebiet. Dort befinden sich unter anderem Produktionsanlagen des Windenergieanlagen-Herstellers Enercon. Für die Auslieferung der Anlagen müssen die LKW die Stadt durchqueren, um zum Emder Hafen oder zu den Autobahnen A 31 und A 28 zu gelangen. Dies führte zu erheblichen Verkehrsproblemen. Deswegen ist 2008 ein bestehender Gleisanschluss reaktiviert worden, um Transporte von der Straße auf die Schiene zu verlagern.

Ein weiterer wichtiger Wirtschaftsfaktor war die Blücher-Kaserne, wo die 4. Division der Luftwaffe ihren Sitz hatte. Der Standort wurde im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr 2013 aufgegeben. In ihrem Umfeld wurden in den 1960er Jahren für die Familien der Soldaten Wohnungen in Sandhorst gebaut. In der Nähe befinden sich auch eine Kirche, Schulen und Kindergärten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 261.
  2. Ortsrat Sandhorst