Sandra Hüller

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Sandra Hüller, 2019

Sandra Hüller (* 30. April 1978 in Suhl) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hüller wuchs in Oberhof und Friedrichsroda auf. Während ihrer Schulzeit besuchte sie den Theaterkurs der Schule und nahm später an Theaterworkshops (z. B. Theatertreffen der Jugend 1996) teil. Nach dem Abitur in Friedrichsroda studierte sie von 1996 bis 2000 an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Danach war sie von 1999 bis 2001 am Theaterhaus Jena und dann ein Jahr am Schauspiel Leipzig engagiert. Der Jenaer Dramaturg Oliver Held empfahl sie dem Theater Basel, wo sie ab der Spielzeit 2002/03 bis zum Sommer 2006 tätig war.

Bekannt wurde Sandra Hüller 2006 durch die Rolle der Michaela Klingler in Hans-Christian Schmids Film Requiem. Für ihre Darstellung der an Epilepsie erkrankten jungen Frau wurde sie mehrfach ausgezeichnet. 2008 stand sie für Max Färberböcks Verfilmung von Anonyma – Eine Frau in Berlin vor der Kamera. In dem Film Der Architekt ist sie neben Matthias Schweighöfer, Sophie Rois und Josef Bierbichler zu sehen.

Auf der Theaterbühne verkörperte Hüller 2009 in dem Tanzschauspiel For Love (Regie: Tom Schneider) die Rocksängerin und Witwe von Kurt Cobain, Courtney Love. Im Prater der Volksbühne Berlin spielte sie in Virgin Queen die Königin Elisabeth I. Das Stück unter der Regie von Claudia Bauer ist ein Solo mit Sandra Hüller sowie drei Musikern und zahlreichen Puppen, die von den Musikern gespielt werden.

2012 erhielt Sandra Hüller für ihre Leistung in Jan Schomburgs Drama Über uns das All (2011) eine weitere Nominierung für den Deutschen Filmpreis. Nach der Spielzeit 2012/2013 wurde sie in der Kritikerumfrage von Theater heute zur Theaterschauspielerin des Jahres gewählt.[1] Mit Maren Ades Kinofilm Toni Erdmann, in dem Hüller die weibliche Hauptrolle neben Peter Simonischek spielte, war sie 2016 im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes vertreten. Im selben Jahr wurde Hüller für den Part der Ines Conradi mit dem Europäischen Filmpreis als Beste Darstellerin ausgezeichnet.

Nachdem sie 2017 neu in die Akademie der Künste (Berlin) gewählt worden war und 2018 im mehrfach preisgekrönten Eröffnungsfilm der Berlinale, In den Gängen, die Hauptrolle Marion spielte, wurde sie 2019 in die Wettbewerbsjury der 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin berufen.[2]

2018 spielte Hüller die Penthesilea bei den Salzburger Festspielen.

Sandra Hüller lebt in Leipzig-Plagwitz und hat eine Tochter.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musikvideo

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013: Finn-Ole Heinrich: Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt – Mein kaputtes Königreich. (Hörcompany)
  • 2014: Finn-Ole Heinrich: Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt – Warten auf Wunder. (Hörcompany)
  • 2015: Finn-Ole Heinrich: Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt – Ende des Universums (Hörcompany)
  • 2015: Karen Köhler: Wir haben Raketen geangelt (tacheles!/Roof Music)
  • 2017: Mariana Leky: Was man von hier aus sehen kann (tacheles!/Roof Music)
  • 2018: Wolfgang Herrndorf: Bilder deiner großen Liebe: Ein großer Monolog mit Musik (tacheles!/Roof Music)
  • 2019: Mariana Leky: Die Herrenaustatterin (tacheles!/Roof Music)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sandra Hüller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kritikerumfrage: Münchner Kammerspiele sind „Theater des Jahres“. In: Spiegel Online. 5. September 2013, abgerufen am 15. Februar 2019.
  2. Schauspielerin Sandra Hüller in Internationaler Jury..
  3. Sandra Hüller spielt jetzt eine Lo-Fi-Superheldin – in Daniel Freitags neuem Video. In: musikexpress.de. 29. September 2017, abgerufen am 15. Februar 2019.
  4. "Weltkino" in Ludwigshafen. In: www.morgenweb.de. Mannheimer Morgen Großdruckerei und Verlag GmbH, abgerufen am 27. Juni 2011.
  5. Michael Kötz: Laudatio..
  6. Neue Mitglieder der Akademie der Künste. In: adk.de. Akademie der Künste, 7. Juli 2017, abgerufen am 15. Februar 2019.