Sandra Wallenhorst

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Triathlon
DeutschlandDeutschland 0 Sandra Wallenhorst
Sandra Wallenhorst beim Ironman Germany, 2010
Sandra Wallenhorst beim Ironman Germany, 2010
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 1. Januar 1972 (45 Jahre)
Geburtsort Arnstadt
Vereine
Erfolge
2009, 2010 2 x Siegerin Ironman European Championship
Status
2010 zurückgetreten

Sandra Wallenhorst (* 1. Januar 1972 in Arnstadt) ist eine ehemalige deutsche Triathletin und Duathletin. Die mehrfache Ironman-Siegerin gewann 2009 und 2010 die Ironman European Championship. Sie führt die Bestenliste deutscher Triathletinnen auf der Ironman-Distanz seit 2008 an (Stand: 18. April 2017).

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sandra Wallenhorst betrieb nach einer frühen Karriere als Leichtathletin im Kindes- und Jugendalter seit 1996 Triathlon. Nach Einsätzen in der Deutschen Triathlon-Liga für Hannover 96 sowie im World Cup auf der Olympischen Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen) wagte sich die Rechtsanwältin im Jahr 2003 erstmals an die langen Distanzen und beendete im August 2004 den Ironman Canada als Gesamtsechste.

Nach einer für Ausdauersportler typischen Viruserkrankung mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber (Epstein-Barr Virus, 2005) schloss sich die Geburt ihres Sohnes Philipp (Dezember 2006) an. Das Ende ihrer Babypause leitete Sandra Wallenhorst mit drei Siegen auf regionalen Mitteldistanzen (2007) und dem dritten Platz beim Ironman 70.3 Austria in St. Pölten (2008) ein, bevor sie sich erneut an das Projekt Langdistanz und Ironman-Triathlon heranwagte. Beim Ironman Austria in Klagenfurt am Wörthersee unterbot Sandra Wallenhorst im Juli 2008 den 14 Jahre alten Rekord der Südafrikanerin und achtfachen Hawaii-Siegerin Paula Newby-Fraser über die Langdistanz von 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42 km Laufen mit einer Zeit von 8:47:25 Stunden und ist damit beste deutsche Athletin auf dieser Distanz.(Stand: April 2017)

Ihr Debüt beim Ironman Hawaii beendete Sandra Wallenhorst im Oktober 2008 mit der Bronzemedaille.

Bis 2008 wurde Wallenhorst von Dave Scott trainiert. Von Frühjahr 2009 bis zu ihrem Karriereende arbeitete sie mit dem Lauftrainer Herbert Steffny zusammen.[1] Im Juli 2010 konnte sie bei der Ironman European Championship in Frankfurt ihren Titel aus dem Vorjahr mit einem neuen Streckenrekord auf der Laufdistanz (3:00:15 Stunden für den Marathon) wiederholen. In den Jahren 2008 und 2009 wurde sie zu Niedersachsens Sportlerin des Jahres gewählt.

Sandra Wallenhorst lebt heute in Hannover. Seit 2010 ist die Juristin im Innenministerium des Landes Niedersachsen tätig. Sie war seitdem nicht mehr bei internationalen Wettbewerben am Start.[2]

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(DNF – Did Not Finish)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frank Hellmann: Sandra Wallenhorst beim Ironman: Die Himmelsstürmerin. In: fr-online.de. 2. Juli 2009, abgerufen am 19. Dezember 2014.
  2. Das Verletzungspech der Sandra Wallenhorst, Triathlon.de, 8. Juni 2011
  3. Sandra Wallenhorst und Konstantin Bachor mit souveränen Vorstellungen beim 1. Irontown Triathlon Ferropolis (Memento vom 10. Juni 2009 im Internet Archive), 3athlon.de
  4. Ironman 70.3: Kräftemessen in St. Pölten (Memento vom 21. Mai 2009 im Internet Archive), Tri-Mag
  5. Sandra Wallenhorst gewinnt Austria Ironman 70.3 Triathlon St. Pölten mit starker Laufleistung (Memento vom 27. Mai 2009 im Internet Archive), 3athlon.de
  6. Austria IRONMAN 70.3 2008: Crucial change on the Finishline through Massimo Cigana. In: Ironman703.co.za. Archiviert vom Original am 6. Juni 2008, abgerufen am 1. Dezember 2014.
  7. Ralph Schick: Ironman Hawaii 2010: Sandra Wallenhorst disqualifiziert. In: Triathlon.de. 9. Oktober 2010, abgerufen am 1. Dezember 2014.
  8. Triathlon auf Hawaii: Titelverteidiger siegen beim Ironman. In: Spiegel Online. 11. Dezember 2009, abgerufen am 2. Dezember 2014.
  9. Sandra Wallenhorst: „Ursprünglich sollte es mein letztes Jahr im Leistungssport sein“ (Memento vom 27. Juli 2008 im Internet Archive)
  10. Video-Interview (40 Minuten) bei triathlon-szene.de nach der Weltbestzeit 2008
  11. Ironmanlife: Another Fast Mom