Sandro Schärer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Sandro Schärer (* 6. Juni 1988 in Buttikon SZ) ist ein Schweizer Fußballschiedsrichter. Er steht seit 2015 auf der FIFA-Liste.[1]

Ausbildung und Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach absolvierter Maturitätsprüfung studierte Schärer Sport und Geographie in Basel und arbeitete zunächst als Aushilfslehrer an verschiedenen Gymnasien sowie als Skilehrer.[2]

Seit 2016 leitet er neben seiner Schiedsrichtertätigkeit die Referee Academy, das Talentförderprogramm des SFV für Schiedsrichter.[3]

Karriere als Schiedsrichter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Ausbildung zum Schiedsrichter 2005 stieg Schärer rasch auf und leitete bereits 2011 im Alter von 24 Jahren Spiele in der Challenge League, der zweithöchsten Schweizer Spielklasse.[3] Im Jahr 2013 gab er sein Debüt in der Super League beim Spiel FC Lausanne-Sport gegen FC Thun. Einen Höhepunkt seiner nationalen Schiedsrichterlaufbahn stellte die Nominierung für das Schweizer Cup-Finale 2019/20 zwischen dem FC Basel und den Young Boys Bern dar.[4]

Seit 2015 ist Schärer FIFA-Schiedsrichter. Sein internationales Debüt gab er bei einem Qualifikationsturnier zur U-17-Fußball-Europameisterschaft 2015. Im gleichen Jahr konnte er seinen ersten internationalen Einsatz im Herrenbereich verzeichnen, als er in der 1. Qualifikationsrunde der Europa League mit der Spielleitung zwischen IF Elfsborg und FC Lahti betraut wurde. Sein erstes A-Länderspiel leitete er im Mai 2017 beim Freundschaftsspiel zwischen Italien und San Marino. Seitdem wird er regelmäßig mit Spielleitungen in der Gruppenphase der Europa League und den Qualifikationsrunden der Champions League betraut.[5] Im Oktober 2020 gab er schließlich sein Debüt in der Gruppenphase der Champions League bei der Partie zwischen dem FC Barcelona und Ferencváros Budapest. Er ist damit der erste Schweizer seit Massimo Busacca 2011, der in dieser Phase des Wettbewerbs eingesetzt wurde.[6]

Einen weiteren Meilenstein seiner internationalen Laufbahn stellt seine Nominierung als einer von 12 Schiedsrichtern für die Gruppenphase der U-21-Fußball-Europameisterschaft 2021 dar. Beim Turnier in Ungarn und Slowenien leitete er drei Spiele, darunter das Halbfinale der deutschen U-21 gegen die Niederlande.[7] Für die im selben Jahr stattfindende Fußball-Europameisterschaft 2021 wurde er gemeinsam mit seinem Assistenten Stéphane de Almeida als eines von 6 Unterstützungsgespannen (Support Match Officials) nominiert und soll in dieser Funktion vorrangig als 4. Offizieller zum Einsatz kommen.[8]

Im Rahmen verschiedener Austauschprogramme des SFV, kam er ebenfalls bereits in der österreichischen Bundesliga, der französischen Ligue 1, der katarischen Stars League sowie dem griechischen Pokalwettbewerb zum Einsatz.[5]

Turniere und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Referees - Switzerland, FIFA.com (englisch). Abgerufen am 10. Dezember 2019. (PDF, S. 190)
  2. Er liebt es, wenn es knifflig wird, tagesanzeiger.ch. Abgerufen am 10. Dezember 2019
  3. a b Sandro Schärer - Der eigene Vorreiter, football.ch. Abgerufen am 10. Dezember 2019.
  4. Sandro Schärer pfeift den Final des Helvetia Schweizer Cup 2020, football.ch. Abgerufen am 26. Oktober 2020.
  5. a b Sandro Schärer - Leistungsdaten, transfermarkt.de. Abgerufen am 10. Dezember 2019.
  6. Champions League: Sandro Schärer darf in der Königsklasse pfeifen, nau.ch. Abgerufen am 26. Oktober 2020.
  7. 2021 UEFA Under-21 Championship (Group Stage from 24 to 31 March 2021) - Selected Officials (UPDATED), Law 5 - the Referee Blog. Abgerufen am 24. März 2020.
  8. UEFA EURO 2020 - Referees and Referee Assistants, UEFA. Abgerufen am 27. April 2021.